NO PULP IN THE FICTION: "2"                                          Kapitel "THE HATEFUL EIGHT" (TEILE 1.3.1 & 1.3.2)      [EXPLICIT CONTENT]

 

Zu Beginn von „SON OF A GUN“ [heißt so viel wie „Hundesohn“, Schurke, Halunke oder eben: „Schweinehund“], dem „CHAPTER TWO“, steht der Laterne-schwingende „[…] STRANGER ON THE ROAD“ bereits vor der Kutsche, in der sich nun wieder Ruth, Warren & Domergue befinden – „[…] he’s a rather untrustworthy looking man in his early thirties […]. His COOL BLACK COWBOY HAT is turned WHITE BY THE SNOW“ [Quellen: Skript]. Seine Waffen muss „The Young Stranger“, der nach seiner Sprechweise zu urteilen ein „[…] stranger from The South“ ist [Copyright: Skript], bei O.B. abgeben.

Oh Mann, da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt! Bist du das, Chris Mannix?“ [JOHN RUTH] – der „Henker“ scheint den „Fremden mit der Laterne“ zu erkennen, was diesen irgendwie verwundert und dazu bewegt, den „Nachteil“ [STRANGER ON THE ROAD] zu betonen, den er in seiner Situation jetzt gegenüber den Stagecoach-Insassen hat [Antwort von JOHN RUTH: „Mir gegenüber im Nachteil zu sein, ist ein Vorteil, den ich dir gegenüber behalten will“ / Skript-Version des JOHN RUTH-Sagers, der zu den besten Dialogzeilen dieses „characters“ gehört: „Keepin‘ you at a disadvantage, is a advantage I intend to keep“].

Major Warren fragt John Ruth dann nach der Identität des „Clown[s]“ [MAJ. WARREN] da draußen und dieser klärt ihn darüber auf, dass es sich bei dem Typen eben um Chris, den „jüngste[n] Spross“ [JOHN RUTH] eines Mannes namens Erskine Mannix handelt, dem Anführer von „Mannix’s Marodeuren“ [im Original: „Mannix’s Marauders“], die auch als „Der Schrecken von South Carolina […]“ [JOHN RUTH] in die Bürgerkriegsgeschichte eingegangen sind [Marodeure: plündernde, vergewaltigende, mordende Nachzügler einer Truppe, die am Rande von Kampfhandlungen ihr Unwesen treiben].

Schließlich stellt sich heraus, dass auch Chris Mannix sein Pferd auf dem Weg nach Red Rock wegen einer Bein-Verletzung desselben verloren hat – und mit einem „[…] alligator grin“ [Skript] teilt er John Ruth mit, dass er sogar „[…] the new sheriff“ [CHRIS MANNIX - gemäß Skript] von Red Rock ist.

Angesichts der Tatsache, dass Mannix, der keinen Sheriff-Stern trägt, behauptet, dass er diesen eben noch nicht erhalten hat, fragt ihn „der Henker“ nach „[…] irgendetwas […]“ [JOHN RUTH], das seinen „Sheriff-Status“ beweisen könnte - was dazu führt, dass Mannix darauf hinweist, dass es in Red Rock dann ausschließlich an ihm liegen würde, dass MAJ. WARREN & JOHN RUTH, die eben offensichtlich Kopfgeldjäger sind, das Kopfgeld für die „[…] three frozen fuckers up there“ [CHRIS MANNIX – gemäß Skript] auf dem Kutschendach erhalten würden.

Nun erblickt Mannix erstmals auch DOMERGUE in der Kutsche, die von Ruth bisher verdeckt worden ist, und Mannix gibt sich ahnungslos bezüglich der Gefangenen, die JOHN RUTH ja letztendlich 10.000$ einbringen soll [CHRIS MANNIX – gemäß Skript: „Who the fuck is Daisy Domergue?“].

In weiterer Folge stellt sich heraus, dass Mannix sowohl von „[…] The Hangman, Bob Ruth“ [CHRIS MANNIX; Antwort von JOHN RUTH angesichts des falschen Vornamens: „It’s John“; Text gemäß Skript] als auch von „[…] Major Marquis“ [CHRIS MANNIX] schon mal was gehört hat. John Ruth betont daraufhin nochmal, dass es ihm echt schwerfällt, zu glauben, dass „`ne Stadt“ wie Red Rock überhaupt davon ausgehen kann, dass Mannix „[…] zu irgendetwas Nutze [wäre], außer tot umzufallen“ [JOHN RUTH; Skript-Version: „Well excuse me for findin` it hard to believe a town electin‘ you to do anything except drop dead“].

Nachdem der angebliche „Sheriff von Red Rock“ es abgelehnt hat, sich, wie John Ruth das will, Handschellen anzulegen, um in der Kutsche mitfahren zu können [CHRIS MANNIX: „Red Rock ist meine Stadt, klar? Und komme ich etwa in meine Stadt mit Handschellen? Ja, geht’s noch!?“], macht er dem „Hangman“ klar, dass er dafür selbst hängen könnte, wenn er ihn hier draußen erfrieren lässt.

Da Ruth nicht wirklich Lust darauf hat, wegen „murder“ [Copyright: CHRIS MANNIX] verurteilt zu werden, lässt er sich darauf ein und entfernt in der Folge aber auch Major Warren’s Handschellen, da ihm ein Mannix-Abkömmling als „Komplize“ von Warren nicht unbedingt „schlüssig“ erscheint [JOHN RUTH – gemäß Skript: „One thing I know is this n*****-hatin‘ son of a gun ain’t partnered up with you“].

Letztendlich kommt es noch zu einem Handshake zwischen JOHN RUTH & MAJ. WARREN, die sich, so der Deal, gegenseitig dabei helfen wollen, ihr Kopfgeld zu „sichern“ – „I’ll help you protect your eight thousand, you help me protect my ten, deal?“ [JOHN RUTH – gemäß Skript].

INT - STAGECOACH (MOVING) - DAY [QT-Skript]; In der von O.B. rasant durch die Landschaft kutschierten Postkutsche befinden sich wenig später also insgesamt vier Leute [„MAJOR MARQUIS WARREN & CHRIS MANNIX sit side by side, across from JOHN RUTH & DOMERGUE“; Skript].

Mannix kündigt an, die beiden Männer in Red Rock, als Zeichen seiner Dankbarkeit, zu „[…] dinner and booze“ [CHRIS MANNIX – gemäß Skript; booze: saufen] einzuladen, was bei John Ruth einen alten „Rebellen-Hass“ hochkochen lässt, der ihn zu der Aussage führt, dass er ganz sicher nicht vorhat, gemeinsam „[…] mit abtrünnigen Rebellen“ [JOHN RUTH] zu essen oder zu trinken.

Der neue Passagier merkt daraufhin an, dass Ruth wohl etwas gegen die „Südstaatenziele“ [CHRIS MANNIX; im Skript: „The Cause“] hat, was den „Hangman“ dazu bringt, seine Abneigung gegen „Erskine Mannix’s abtrünnige Südstaaten-Armee“ näher auszuführen [JOHN RUTH: „Die Ziele von `ner Armee von Abtrünnigen? `Ne Horde von Versagern, die durchgeknallt sind […]. Ihr schwenkt die Rebellenflagge zum Morden und Brandschatzen“ / Skript: „[…] A bunch of losers gone loco […]. Ya` wrapped yourselves up in the Rebel Flag as an excuse to kill and steal“], um schließlich Major Warren mitzuteilen, dass die Opfer der besagten „renegade army“ vor allem „emancipated blacks“ [Copyright: JOHN RUTH – gemäß Skript], also „befreite Schwarze“, waren.

Klingt genau nach meinem Typ“ [DOMERGUE] – Daisy Domergue outet sich nach der John Ruth-Tirade umgehend als Fan von Mannix, welcher seinerseits wiederum zu Ruth meint, dass dieser wohl der „Propaganda diverser Zeitungen“ erlegen sei, soll heißen: zu viele „[…] newspapers printed in Washington D.C.“ [CHRIS MANNIX – gemäß Skript] gelesen hat.

 

 

Im Anschluss kommt Mannix, aber das nur „[f]or a moment“ [Skript], dem „Wunsch“ von Ruth nach, seine „Dankbarkeit“ lieber durch Schweigen zum Ausdruck zu bringen [JOHN RUTH – gemäß Skript: „You wanna` show me how grateful you areshut up“].

Dann spricht der „Sheriff von Red Rock“ ein weiteres Thema an, nämlich das Thema „Major Marquis Warren“ – „Weiß er, wie berühmt du früher warst?“ [CHRIS MANNIX – zu MAJ. WARREN].

Nachdem Warren seine Zweifel an John Ruth’s diesbezüglichem Wissen bekundet hat, fragt Mannix das „Matschauge“ [Copyright: CHRIS MANNIX] Daisy Domergue danach, „[…] wer er hier ist“ [CHRIS MANNIX], woraufhin Domergue sich zur Überraschung aller als äußert „eingeweiht“ entpuppt [DOMERGUE: „Ob ich von den 30.000$ Belohnung der Konföderierten auf Major Marquis‘ Kopf weiß? Ja“].

John Ruth fixiert nach dieser „DOMERGUE’schen Enthüllung“ kurz den Major, dann beginnt Mannix davon zu erzählen, dass einst eine Menge „Hohlbirnen“ [CHRIS MANNIX; im Original ist wieder mal von den „Tarantino-typischen“ „hillbillies“ die Rede] hinter Warren her waren, ihn aber „[…] nie gekriegt“ [MAJ. WARREN] haben, was gleichzeitig bedeutet, dass eben auch „[…] das große Geld“ [MAJ. WARREN], also die 30.000$, nie kassiert worden ist, denn: um diejenigen, die es tatsächlich geschafft haben, ihn aufzuspüren, hat sich Major Warren, wie er behauptet, dann quasi „persönlich gekümmert“ [MAJ. WARREN – gemäß Skript: „None of them found fortune. The ones ain’t no one heard of no more, found me“].

Auf Nachfrage des „Hangman“ [JOHN RUTH: Warum war `ne Belohnung ausgesetzt?] kommen nach und nach weitere Einzelheiten bezüglich Warren ans Tageslicht: Irgendwann, so der Major, hätten die Konföderierten „Anstoß“ genommen an seiner „[…] Fähigkeit, sie umzubringen“ – und nach seinem Ausbruch aus dem Wellenbeck-Kriegsgefangenenlager in West Virginia hätte der Süden seine Existenz ohnehin als „[…] persönlichen Affront“ [Quellen: MAJ. WARREN] betrachtet.

Mannix weist dann darauf hin, dass Warren seinerzeit, was den besagten Ausbruch aus dem „[…] Wellenbeck prisoner of war camp, West Virginia“ [CHRIS MANNIX – gemäß Skript] betrifft, eine „Spitzenidee“ [CHRIS MANNIX] gehabt hat, die der Major dann auch sofort präzisiert [MAJ. WARREN: „Ich hab’s abgefackelt“], wobei der Umstand der „Abfackelung des Camps“ bei dem „Sheriff von Red Rock“ zu Empörung über die Tatsache führt, dass dabei offenbar „47 Männer“ [CHRIS MANNIX] ums Leben gekommen sind.

Allerdings, so führt Mannix weiter aus, wäre auch der „[…] Yankee death count“ [CHRIS MANNIX – gemäß Skript] dabei nicht so gering gewesen, was dem Major auch Probleme mit den Nordstaaten eingebracht hat, die über „37 Yankee-Tote“ [CHRIS MANNIX] bei dem Wellenbeck-Brand nicht so einfach hinwegsehen wollten. In der Folge hätte der Norden dem Major „Blutrünstigkeit“ unterstellt und dessen „[…] black ass outta` the Cavalry […]“ [Copyright: CHRIS MANNIX – dt. Synchro & Skript] befördert.

John Ruth, der DOMERGUE mittlerweile etwas zum Essen gegeben hat, meint dann, dass „[…] Erskine Mannix’s boy […]“ wohl der Letzte ist, der sich über „[…] anybody else’s behavior during war time […]“ [Copyright: JOHN RUTH – gemäß Skript] aufregen dürfe, will aber gleichzeitig dennoch wissen, warum Warren nur entlassen, jedoch aber nicht gleich von der Kavallerie erschossen worden ist.

Der vierte Passagier besteht zunächst darauf, anzuerkennen, dass sein Vater damals lediglich für „[…] eine ehrenhafte Niederlage“ [CHRIS MANNIX] gekämpft hat. Dann kommt er wieder zum Thema „Major Warren“ und stellt klar, dass die Kavallerie letzten Endes irgendwie zu wenige Beweise gehabt hätte und außerdem die Verdienste des „Black Major[s]“ dennoch unterm Strich als „gigantisch“ betrachtet wurden, weil dieser „[…] jede Menge Rothäute erledigt […]“ [CHRIS MANNIX – gemäß Skript & dt. Synchro] hat, was die Nordstaaten dann wiederum gut fanden [CHRIS MANNIX – gemäß Skript: „Cavalry tends to look kindly on that“].

Das „Son of a Gun / Der Schweinehund in der Pfanne“-Kapitel endet damit, dass Major Warren „Sheriff“ Chris Mannix eine Waffe an den Kopf hält und ihm droht, dass er aufs Dach zu O.B. muss, wenn er nicht sofort aufhört, gegen Schwarze zu hetzen. Der „Sheriff von Red Rock“ dreht sich schließlich zur Seite und zum Fenster und tut dann so, als ob er von „[…] talkin` politics“ [CHRIS MANNIX – gemäß Skript] genug hat und vorhätte, den Rest des Weges ein „Nickerchen“ zu machen – „We see the white wonderland landscape of trees and rocks and snowbanks go rolling by in GLORIOUS 70mm SUPERSCOPE“ [QT-Skript].

Anschließend kündigt eine „Title Card“ das „KAPITEL DREI Minnies Miederwarenladen“ an.

 

 

 

 

 

(ENDE von TEIL 1.3.1 & TEIL 1.3.2; Fassungen vom 25.05.2021 & vom 27.05.2021)