NO PULP IN THE FICTION: "2"                                          Kapitel "DJANGO UNCHAINED" (TEILE 1.4.2 & 1.4.3 & 1.5.1) [EXPLICIT CONTENT]

 

Definitiv tot“ [DJANGO; im Original: „I’m positive he dead“] – Kaum ist diese „finale Feststellung“ bezüglich Ellis Brittle von Django getätigt, rückt ein „ANGRY MOB“ [Skript] rund um Spencer Bennett, der selbst eine Winchester in der Hand hält, an.

Der Doktor versucht den Mob zu beruhigen [Dr. SCHULTZ: „Jetzt bitte immer schön mit der Ruhe. Wir wollen niemandem anderen etwas tun“] und Bennett fragt nach der Identität der beiden [SPENCER BENNETT: „Wer seid ihr zwei Spaßvögel?“]. Schultz stellt sich wiederum als „legal representative of the criminal justice system of the United States of America“ vor sowie „Django Freeman“ [Dr. SCHULTZ] als seinen „Gehilfen“ [im Original: „deputy“]. Anschließend macht er klar, dass die Brittles „[…] steckbrieflich wegen Mordes“ [Dr. SCHULTZ] gesucht werden, und dies laut Haftbefehl eben „[…] dead or alive“ [Dr. SCHULTZ – gemäß Skript].

„[…] the lynch mob’s blood lust“ [Skript] ist daraufhin gezähmt und Bennett lässt sich vom Doktor den Haftbefehl zeigen – als er diesen durchgelesen hat, will Bennett, dass die besagten „two jokers“ sein Grundstück verlassen [SPENCER BENNETT: „Runter von meinem Land!“], ein Wunsch, dem Schultz & Django, und das mit den auf die Pferde geladenen Leichen der Brittle-Brothers, sofort nachkommen.

TIME CUT“ [Skript]; Man sieht zunächst, wie der riesige Zahn auf Dr. Schultz’s Wagen an der Seite geöffnet wird und wie der Inhalt des Zahns, nämlich Geldscheine, durch Dynamitstangen ersetzt wird.

Auf einer Anhöhe im Gras liegen Spencer Bennett sowie noch ein paar andere Männer und beobachten das kleine „camp by the lake“ [Skript], das sich Dr. Schultz & Django zwecks Nachtruhe errichtet haben. Anscheinend haben sich Schultz & sein Begleiter in „Bettzeug“ eingehüllt - ein Umstand, der durch das brennende Lagerfeuer aber nur sehr schwach „deutlich sichtbar“ gemacht wird.

Nachdem SPENCER BENNETT den Satz „Ja, das sind die verdammten Hurensöhne“ gesagt hat, stehen er und seine Begleiter auf und gehen ein paar Schritte zurück den Hügel hinunter, von wo sie offenbar gekommen sind, und wo…eine Ku Klux Klan-artige Reiter-Gruppe auf sie wartet, also eine Gruppe von bewaffneten „REGULATORS“ [QT-Skript], die allesamt maskiert sind und dementsprechend Kapuzen „[…] with eyes […] holes cut out“ [Skript] tragen.

Big Daddy richtet in der Folge einige „blood thirsty words“ [Skript] an seine Reiter, die gleichsam das von ihm gewünschte „baldige Schicksal“ des „n***** lover[s]“ Dr. SCHULTZ und seines Begleiters, des „killer n*****[s]“ DJANGO [Copyright: SPENCER BENNETT – gemäß Skript], skizzieren. Dann setzt sich Bennett die Kapuze auf…die aber irgendwie schlecht zu sitzen scheint [SPENCER BENNETT: „Scheiße, ich seh n` Scheißdreck mit dem Ding“/Skript-Version: „Damn, I can’t see fuckin‘ shit outta this thing“].

Es entsteht in der Folge eine „lebhafte Diskussion“ innerhalb der Ku Klux Klan-esken Truppe über die „mangelnde Qualität der Kapuzen“ [Anmerkung: Die aberwitzige Diskussion über die mangelnde Qualität der Stoff-Kapuzen bzw. über die „schlecht platzierten Augenschlitze“ der Kapuzen gehört sicherlich zu den „humoristischen Höhepunkten“ des Films, wobei auch hier ein gewisser Realismus-Faktor im Zusammenhang mit „Entscheidungsfindungen“ & „persönlichen Beleidigungen“ innerhalb von Gruppen nicht ganz von der Hand zu weisen ist – mit anderen Worten: auch hier ist weit und breit kein „pulp“ in der „fiction“ zu finden; einige spezifische Momente: REDFISH: „Wer hat diese Kacke denn gemacht?“ / O. B.: „Willard‘s Alte“ / WILLARD: „Macht euch doch eure scheiß Kapuzen allein!“ / SPENCER BENNETT – zu WILLARD: „Niemand sagt, Jenny hätte sich keine Mühe gegeben“ // RANDY – nachdem er seine Kapuze zerstört hat, weil der die Augenlöcher größer machen wollte: „Hat irgendwer Extra-Kapuzen?“ // SPENCER BENNETT – nachdem plötzlich eine Diskussion darüber entstanden ist, ob die Kapuzen bei der Attacke überhaupt ein „Muss“ sind: „Wenn du sie beim Angriff nicht aufhast, ist doch der ganze Witz vorbei“ // REDFISH – gemäß Skript: „I can’t see in this fucking thing! I can’t breathe in this fucking thing! And I can’t ride in this fucking thing!“ / WILLARD: „Mann, ihr könnt mich alle mal. Ich geh nach Hause. Ich hab den ganzen Tag lang zugesehen, wie meine Frau dreißig Kapuzen für euch undankbaren Ärsche genäht hat. Und alles, was ihr könnt, ist nörgeln, nörgeln, nörgeln“ // ROBERT: „Ich glaube, wir alle glauben, die Kapuzen warn `ne nette Idee. Ohne mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, man hätt’s besser machen können. Aber nächstes Mal haben wir richtige Kapuzen und dann sowieso in voller Montur“ – Anm.: Der maskierte „Regulator ROBERT“ wird von Quentin Tarantino selbst gespielt! // SPENCER BENNETT – abermals strikt dagegen, dass, so wie einige eben plötzlich vorschlagen, tatsächlich ohne Kapuzen geritten wird: „Das ist `ne Attacke. Ich seh nichts, ihr seht nichts. Na und? Wichtig ist, dass das scheiß Pferd sehen kann. So reitet man Attacken“], bevor der chaotische Haufen dann endlich den Angriff auf das Camp von DJANGO & Dr. SCHULTZ in die Tat umsetzt.

„The THIRTY RIDERS, all with SACKS OVER THEIR HEADS, come riding over the hill […]“ [Skript-Passage; Anm.: Tarantino verwendet im Drehbuch abwechselnd die Wörter „sacks“ oder „bags“ für das, was im Film dann als „Kapuzen“ bezeichnet wird] – bald stellt sich aber heraus, was auch durch „[…] A GROUP OF LINES FROM CIRCLING COWBOYS ON HORSEBACK […]“ [Skript] verdeutlicht wird, dass Django & Schultz gar nicht im Camp sind [CIRCLING REGULATOR/COWBOY: „Big Daddy, die haben uns reingelegt!“ // SPENCER BENNETT: „Aber wo sind die?“].

Bei einem „BIG TREE“ allerdings, ganz in der Nähe & auf einer Anhöhe, befinden sich der Doktor und sein Begleiter, und die beiden fungieren in der Folge gleichsam als „[…] treetop killers“ [Quellen: Skript]. Schultz hat sein „SCOPE SIGHT RIFLE“, sein Gewehr mit Zielfernrohr, auf den Wagen mit dem Dynamit gerichtet, sagt „Auf Wiedersehen“ [Dr. SCHULTZ] und schießt – „The Camp EXPLODES Blowing Horses and Riders Apart“ [Quellen: Skript].

Spencer Bennett, der, mit ein paar anderen Männern, die Explosion überlebt hat, reitet daraufhin um sein Leben. Schultz überlässt das Gewehr Django, der dann auf Big Daddy zielt [Dr. SCHULTZ: „Möchtest du gern? […] Big Daddy entwischt dir“ / DJANGO: „Treff ich“]. Big Daddy beschwert sich noch einmal über die Kapuze und sagt „Ich seh n‘ Scheißdreck mit dem Ding“…bevor Django abdrückt und den „Patriarchen von Bennett Manor“ vom Pferd schießt – „SPENCER BENNETT falls from his horse, dead“ [Skript].

Der Junge is‘ ein Naturtalent“ [Dr. SCHULTZ] – der Doktor ist stolz auf seinen „Schüler“.

 

 

Dr. SCHULTZ und DJANGO sitzen, und das wiederum in der Nacht, bei einem Lagerfeuer in einer felsigen Umgebung. Nachdem die beiden abermals auf DJANGO’s Frau BROOMHILDA zu sprechen gekommen sind und der Doktor über die Tatsache sinniert hat, dass die „Von Shafts“, angesichts des Namens „Brunhilde“ [Dr. SCHULTZ], der Django’s Frau verpasst worden ist, wohl Deutsche gewesen sein müssen, erzählt Schultz seinem Begleiter sozusagen „[…] ‘ne Geschichte über Broomhilda[ ]“ [DJANGO].

Nachdem Schultz festgehalten hat, dass Brunhilde „[…] der Name einer Figur in der berühmtesten aller deutschen Legenden […]“ [Dr. SCHULTZ] ist, berichtet er ihm dann die Geschichte von Brunhilde & „A fella named Sigfried“ [Skript], also eine Art „Nibelungensage“-Variation [Dr. SCHULTZ: „Also gut. Brunhilde war eine Prinzessin. Sie war eine Tochter von Wotan, Gott aller Götter. Na ja, und ihr Vater war sehr wütend auf sie. […] Er verdammt sie auf den Gipfel eines Berges. […] Und er beordert einen feuerspeienden Drachen dorthin, den Berg zu bewachen. Und er schließt sie ein in einen Kreis aus Höllenfeuer. Und dort muss Brunhilde schmachten. Es sei denn, ein strahlender Held erscheint tapfer genug, sie zu retten. […] Ein Kerl namens Sigfried. […] Er klettert den Berg hoch, weil er keine Angst davor hat. Er erschlägt den Drachen, weil er keine Angst vor ihm hat, und er geht durch das Höllenfeuer, weil Brunhilde es wert ist“ / QT-Skript-Fassung des letzten Abschnitts: „He scales the mountain, because he’s not afraid of it. He defeats the dragon, because he’s not afraid of him. He walks through hellfire, because Broomhilda’s worth it“].

„Django Freeman“ & der Doktor werden sich der „Analogie“ zu Django’s Leben, die die soeben erzählte Brunhilde & Sigfried-Geschichte in sich birgt, natürlich umgehend bewusst [DJANGO: „Ich weiß, wie’s ihm geht“ / Dr. SCHULTZ: „Ich glaube, das wird mir jetzt allmählich auch klar“].

Schultz offenbart Django daraufhin, dass er durchaus glaubt, dass Django seine „lady love“ [Dr. SCHULTZ – gemäß Skript] irgendwann finden und retten wird, jedoch kann er ihn „[…] nicht guten Gewissens nach Greenville gehen lassen“, weil ein „[…] Sklavenumschlagplatz in Mississippi […] kein empfehlenswerter Ort“ und „[…] einfach zu gefährlich“ [Dr. SCHULTZ] ist.

Schließlich fragt der Doktor ihn danach, wie ihm denn das „Kopfgeldjägergeschäft“ so gefällt, und meint daraufhin auch, nachdem Django die „Vorzüge“ des Bounty Hunter-Daseins gepriesen hat [DJANGO – gemäß Skript: „Kill white folks, and they pay ya? What’s not to like?“], dass er & Django offenbar „ein gutes Team“ [Dr. SCHULTZ] darstellen. Letztendlich bietet ihm Schultz eine „Partnerschaft über den Winter“ an, die Django ein Drittel des Kopfgeldes einbringen soll, das während dieser Zeit verdient wird. Außerdem soll nach dem Winter eine Suche nach BROOMHILDA gestartet werden [Dr. SCHULTZ: „Also: Wir werden über den Winter Geld verdienen. Und wenn der Schnee schmilzt, gehst du mit mir nach Greenville und wir finden heraus, wohin sie deine Frau verkauft haben“].

DJANGO FREEMAN reagiert, angesichts von Schultz’s Ausführungen & Angeboten, zunächst etwas „misstrauisch“ [DJANGO: „Was kümmert’s dich, was aus mir wird? Was kümmert’s dich, ob ich meine Frau finde?“] – „No white man has ever done anything for Django, just to him. So understandably, he’s a little suspicious“ [Skript-Passage].

Nach den beiden Fragen stellt der Doktor klar, dass er sich, jetzt, wo er ihm die Freiheit geschenkt hat, „irgendwie verantwortlich“ [Dr. SCHULTZ] für ihn fühlt, wobei auch die „Siegfried & Brunhilde“-Komponente eine Rolle spielt [Dr. SCHULTZ: „Und wenn ein Deutscher einen leibhaftigen Siegfried trifft, ist das schon was Besonderes. Als Deutscher fühle ich mich verpflichtet, dir bei der Suche und der Rettung deiner geliebten Brunhilde zu helfen“].

Django akzeptiert die Antwort seines nunmehrigen „Partners“ und sie besiegeln den Deal mit einem Shakehands.

 

 

Nach dem Händeschütteln zeigt eine „MONTAGE“, wie Django, und das in einer „big city“, von Schultz einen neuen Sattel spendiert bekommt, der sogar Django’s Initiale „D“ enthält [Quellen: Skript].

In diversen Läden der Stadt wird Django dann auch mit einem schicken neuen Outfit ausgestattet [„[…] Django looks damn handsome in his new duds“; Skript; duds: Klamotten], welches, unter anderem, „Brown cowboy boots“, ein „Green Corduroy Jacket“ sowie einen „Light Brown Cowboy Hat“ [Quellen: QT-Skript; corduroy: Kord] umfasst [Anm.: Im Skript erwähnt Tarantino auch die „modischen Vorbilder“ für das DJANGO-Outfit: „He looks a bit like Elvis in `Flaming Star` and a little Joe Cartwright on `Bonanza`“; „Flammender Stern“: Western aus dem Jahr 1960 von Dirty Harry-Regisseur Don Siegel mit Elvis Presley und der späteren „Bezaubernden Jeannie“ Barbara Eden].

EXT – HILLSIDE – SUNNY DAY“ [Skript]; „Oh, was ist aus dem Mann geworden, der so scharf drauf war, Weiße für Geld zu erschießen?“ [Dr. SCHULTZ] – Als Django & Schultz von einer Anhöhe aus auf ein kleines Farmhaus hinunterblicken, bei dem ein Vater & sein Sohn gerade das Feld mit einem Pflug bearbeiten, kommen Schultz’s Schüler, der sich zuvor eben noch als „[…] mister I wanna kill white folks for money“ [Dr. SCHULTZ – gemäß Skript] präsentiert hatte, tatsächlich Zweifel daran, ob er wirklich abdrücken soll.

Nachdem Django den Grund für sein Zögern mitgeteilt hat [DJANGO: „Sein Sohn ist bei ihm“], beschreibt ihm der Doktor gleichsam die „Vorteile“ dieses Umstands [Dr. SCHULTZ: „Gut, einer seiner Lieben ist bei ihm. Vielleicht tauschen sie ein letztes Wort aus. Das ist mehr, als den meisten vergönnt ist. Tausendmal besser, als er es verdient“ / Skript: „[…] That’s better than most get, and a damn sight better than he deserves“].

Dann verlangt Schultz von Django, dem er damit gleichsam „today’s lesson“ / „die heutige Lektion“ [Dr. SCHULTZ – gemäß Skript & Synchro] näherbringen will, dass Django den Steckbrief des Mannes vorliest, auf den zuvor noch das Gewehr mit dem Zielfernrohr gerichtet war. Django, der sich beim Lesen etwas schwertut, wird daraufhin, als er eben „Smitty Bacall’s handbill“ [Dr. SCHULTZ – gemäß Skript] laut vorliest, klar, dass Bacall nicht umsonst „Wanted, dead or alive“ ist, und dass auf ihn ein Kopfgeld von 7000 Dollar ausgesetzt ist, da Smitty Bacall und seine Gang, „The Smitty Bacall Gang“ [Copyright: DJANGO – gemäß Skript], wegen Mordes und Postkutschenraubs gesucht werden (auf jedes weitere Mitglied der Gang ist im Übrigen ein Kopfgeld von 1500 Dollar ausgesetzt).

Als Django mit dem Lesen fertig ist, ruft ihm Schultz noch einmal in Erinnerung, wer da unten mit dem Pflug das Ackerland bearbeitet [Dr. SCHULTZ: „Das ist, was Smitty Bacall in Wahrheit ist. Hätte Smitty Bacall mit Zweiundzwanzig Farmer werden wollen, wäre das niemals gedruckt worden“], und dass das Kopfgeldjäger-Dasein nun mal so ist wie es ist [Dr. SCHULTZ: „Willst du deine Frau retten, indem du mein Handwerk lernst? Das ist mein Handwerk. Ich töte Menschen und ihre Leichen verkauf ich für Geld. Diese Leiche hat einen Wert von 7000$. Also, lass die Gefühlsduselei und erschieß ihn“ / Skript: „[…] Now quit your pussyfootin and shoot him“].

Django erschießt Bacall. Bacall’s Sohn [SMITTY BACALL’S SON – unten auf dem Feld, schwach hörbar: „Pa?...Pa!?“] muss erkennen, dass sein Vater tot ist.

Es folgen eine Reihe von „[…] snowy winter in the hills“-Sequenzen [Quelle: Skript], die Django bei Schießübungen mit einem Schneemann als Ziel zeigen [„Django practices his quick draw against a SNOWMAN he’s built. […] He DRAWS…..Shoots the carrot nose“; Skript; quick on the draw: schnell mit der Waffe], oder dann auch präsentieren, wie Schultz & Django „The WILSON – LOWE GANG (five guys)“ zur Strecke bringen, und dies in einem schneebedeckten Wald, bevor sie die toten Mitglieder dann zu Sheriff Gus in eine „WINTER MOUNTAIN TOWN […]“ bringen [Quellen: Skript; „Sheriff Don Gus“ wird von Lee Horsley gespielt – Horsley hat 2015 dann auch einen kleineren Part in THE HATEFUL EIGHT].

Als dieser „sehr lange und sehr profitable Winter“ zu Ende gegangen ist, in dem Django, so wird eben deutlich, „a lifetime of slavery“ [Skript] hinter sich gelassen hat und zum veritablen Kopfgeldjäger avanciert ist, reiten er und Schultz nach Greenville in Mississippi, wobei der Name des Bundestaates zunächst als Einblendung quasi Buchstabe für Buchstabe durchs Bild läuft – „ACROSS THE SCREEN ONE LETTER AT A TIME STYLE (ala `Rocky` and `Flashdance´): MISSISSIPPI“ [QT-Skript].

In der Registratur von Greenville, einer Stadt, deren Hauptstraße scheinbar „thick with five inches of shit brown mud“ [Skript; mud: Schlamm] ist, sitzen Django & Schultz dann an einem Tisch und Schultz geht ein Buch durch, in dem die nunmehrigen Besitzer der verkauften Sklavinnen & Sklaven aufscheinen. Es stellt sich heraus, dass BROOMHILDA von einem Mann namens CALVIN J. CANDIE erworben wurde, der für den Doktor kein Unbekannter ist [Dr. SCHULTZ: „Calvin Candie, besitzt die viertgrößte Baumwollplantage in Mississippi, Candyland. […] Offenbar ist deine Frau jetzt dort“].

Django äußert daraufhin die Befürchtung, dass Broomhilda, wegen ihres „zerfetzten Rückens“ und wegen des ins Gesicht eingebrannten „r“, jetzt möglicherweise auf der Plantage nur mehr als „comfort gal“ [DJANGO; comfort girl/woman: „a slave for sex“] missbraucht wird, also weder auf den Baumwollfeldern noch als Dienstmädchen eingesetzt wird.

Schultz meint, dass im Zusammenhang mit Broomhilda weder das Kaufen noch das Stehlen eine Option scheint, da Ersteres wohl aussichtslos wäre und Zweiteres ihn und Django, laut geltender Südstaaten-Gesetzeslage, in den Status von „Kriminellen“ befördern würde – aus diesem Grund schlägt der Doktor DJANGO eine Alternative vor, die sich den Umstand zunutze macht, dass Candyland ein „mandingo fightin‘ place“ ist [Quelle: Skript; Anm.: Mandingo-Kämpfe: brutale Kämpfe zwischen Sklaven – den Begriff / das Motiv hat sich QT im Grunde von Richard Fleischer’s unterm Strich irgendwie „trashigem“ US-Bürgerkriegs- & Sklaven-Film Mandingo aus dem Jahr 1975 „geborgt“, in dem ein Sklave, der ursprünglich aus dem westafrikanischen Mandinka-Volk stammt, sich auf einer Südstaatenplantage „Kämpfe auf Leben und Tod“ mit anderen Sklaven liefern muss].

Schultz’s Plan: Django soll auf überzeugende Weise jemanden darstellen, der ein Experte für Mandingo-Kämpfe ist, während Schultz selbst einen „[…] reiche[n] Geldgeber aus Düsseldorf“ mimt, „[…] der […] in Greenville ist, um sich in das Geschäft mit Mandingo-Kämpfen einzukaufen“ [Dr. SCHULTZ].

Am Abend tauchen DJANGO & Dr. SCHULTZ dann, um den Plan in die Tat umzusetzen, bei einem vornehmen Club auf, der sich „THE CLEOPATRA CLUB“ [Skript] nennt.

 

 

 

 

(ENDE der TEILE 1.4.2 & 1.4.3 & 1.5.1; Fassungen vom 07.04.2021 & vom 09.04.2021 & vom 13.04.2021)