HITCHCOCK-"Hidden Bonus Track 2": "GEHEIMAGENT / SECRET AGENT" (TEILE 1.4.1 - 1.8.3)

 

„Aber nur einen“...kurz darauf betreten der „General“, der plötzlich den Hund „mit sich herumträgt“, sowie Mr. Caypor, „Bob“ Marvin, Elsa Carrington & Ashenden einen Raum innerhalb des Hotels, der voller „big tables“ & einer Tanzfläche ist. „Music plays in the background“.

Am Tisch treffen sie auf Mrs. Caypor [gespielt von Florence Kahn], die dem Rest, nachdem der „Hairless Mexican“ wieder „his full name“ genannt hat, soll heißen: sich selbst „introduced“ hat, von Mr. Caypor vorgestellt wird [MR. CAYPOR: „Äh...darf ich vorstellen, Mr. & Mrs. Ashenden, meine Frau. Mr. Marvin kennst du ja schon, nicht, meine Liebe?“].

Während die anderen sich setzen, tut Ashenden so, als müsste er dem mittlerweile eben „Hunde-tragenden“ „General“ seine „Herrenfliege am Anzug“ zurechtrichten. Bei diesem Vorgang bespricht der „Secret Agent“ mit seinem Partner den Umstand, dass Caypor offenbar, wie ihm Marvin „on the way to the table“ entlockt hat, erst „übermorgen“ abreist [Kommentar des GENERALS: „Comprendo“].

Anschließend gibt Ashenden dem mexikanischen „Hunde-Halter“ eine Instruktion... „That is what I want you to do“ [die Hitchcock aber nicht mehr zeigt; Anm.].

„Cut to“...währenddessen „verhört“ „Elsa“ die Ehefrau von Caypor und möchte von dieser wissen, ob sie denn „schon mal in England gewesen sei“ [Antwort von MRS. CAYPOR: „Ich bin früher nie viel gereist. Das ist der erste Urlaub im Ausland. Sonst sind wir nur in deutschen Ferienorten gewesen“].

„A Double Gin Tonic“...fast zeitgleich mit der „Drink-Bestellung“, die Mr. Caypor beim Kellner abgibt, beginnen Ashenden & der „General“ einen „gefakten Streit“ am Tisch [ASHENDEN: „Jetzt reicht’s mir aber, General! Seien Sie still!“ / GENERAL: „Ich nicht seien still, ich jetzt erst anfangen!“].

„Boys...How about a nice little drink?“...Robert Marvin will „die offensichtlichen Wogen glätten“ [ASHENDEN: „Nehmen Sie sich zusammen, General, und halten Sie den Mund!“ / GENERAL: „So, warum!?“], aber da er aufs Erste... „Me, not shut up!?“ ...nicht „sehr erfolgreich“ dabei ist, bietet er den beiden scheinbaren „Streithähnen“ erneut „seine Hilfe“ an... „Hey, what’s the trouble?“.

Der „Mexican General“ berichtet, während „Elsa“ das Ganze gespannt verfolgt und die Reaktionen der „people on the table“ genau beobachtet, dann davon, dass er von Ashenden „beleidigt“ wurde [GENERAL: „Er haben mir sehr beleidigt. Señor sagen, Sache seien lächerlich, ich sagen, Sache seien von Bedeutung. Darauf ich wetten mein Leben!“].

In der Folge spricht der „General“ von einem Vorschlag, den er Ashenden gemacht habe [GENERAL: „[...] Ich machen Vorschlag, wir wollen beide gemeinsam auf Berg hinaufsteigen. Er sagen, ich zu schwach, um auf Berg zu kommen, weil ich nur Gedanken an schöne Frauen habe“ / Entgegnung von ASHENDEN: „Ich habe nur gesagt, Sie können nicht bergsteigen und sich gleichzeitig mit schönen Frauen beschäftigen“].

„He was only joking. Forget it“...Marvin versucht den „General“ zu beruhigen, indem er meint, dass er „sich nicht gleich wegen eines harmlosen Witzes so aufregen müsse“, und Ashenden schlägt kurz darauf in dieselbe Kerbe, soll heißen: er schließt sich der Argumentation von Robert Marvin an [Reaktion des GENERALS: „[...] Ich seien so aufgeregt, wie ich sein will!“].

Das „theatre“, die „primitive knockabout comedy“, geht dann so weiter, dass der „Mexican“ „um 5 englische Pfund“ wetten möchte, dass er „höher auf Berge steigen kann“ als Ashenden, was „Mrs. Ashenden“, Elsa Carrington, die weiterhin einen „investigating look in her eyes“ hat, zu einem leichten Schmunzeln bringt.

Als dann noch von Seiten des „Generals“ vom „Herumdrücken“ die Rede ist, nimmt Ashenden... „You and me...Sittin‘ in the Swiss mountains“ ...die absurde „Wette“ an [Kommentar von ROBERT MARVIN: „Gut, der Aufstieg kann beginnen. Jetzt fehlt nur noch ein Berg. [...]“].

Mr. Caypor schlägt kurz darauf die „Langenalb“ vor, wobei er von der Notwendigkeit eines Bergführers spricht und den Weg als „nicht ungefährlich“ bezeichnet [Nachsatz von MR. CAYPOR: „Ich würde gern mit Ihnen gehen, wenn ich nicht schon übermorgen abreisen würde“].

„What a pity...“...Ashenden tut so, als würde er diese Tatsache überaus „bedauern“, woraufhin Caypor nachfragt, ob die Bergtour nicht schon „tomorrow“ über die Bühne gehen könnte, mit ihm als „Bergführer“.

Ashenden drückt [was Hitchcock in einer exzellenten Großaufnahme des Aschenbechers & der Zigarette zeigt] seine „cigarette“ aus und erklärt sich als „einverstanden“ mit dem Caypor-Vorschlag [Nachsatz von ASHENDEN in Richtung des „Generals“: „Aber Sie, General, Sie haben wahrscheinlich ein Rendezvous...“ / GENERAL: „Was für ein Rendezvous? Seit wann man besteigen Berge mitten in der Nacht?“].

Als das geklärt ist... „Sorry, but I’m an old fashioned wife“... lehnt „Mrs. Ashenden“ die Bitte Marvins um einen Tanz ab, bezeichnet sich als „altmodische Ehefrau“ und lässt sich stattdessen lieber von ihrem „husband“ Ashenden zur Tanzfläche führen [ASHENDEN zu „Marvin“ & Co: „Bedaure, Sie entschuldigen uns“].

„Murderers on the Dancefloor“...während die „Ashendens“ inmitten anderer Paare tanzen, erhält „Mr. Ashenden“ Lob von „seiner Ehefrau“ [ELSA CARRINGTON: „Das war ganz wundervoll. Was haben Sie jetzt vor? Er ist Ihnen hundertprozentig in die Falle gegangen“].

„I’m glad you enjoyed it“...der „Secret Agent“ ist wiederum empört über den „unangebrachten Enthusiasmus“, den Carrington angesichts „einer sehr ernsten Angelegenheit“ an den Tag legt. Dann erhält sie von ihm den Auftrag, sich „inzwischen Mrs. Caypor zu widmen“ [Nachsatz von ASHENDEN: „Sie werden sie mit irgendetwas beschäftigen. Wie wär’s denn mit deutscher Geografie?“].

Die Tatsache, dass „Elsa“, wie sie meint, „lieber mitkommen möchte“, tut Ashenden... „Oh, don’t be absurd“ ...als Unsinn ab, ein Umstand, der diesmal bei Carrington zu Empörung führt [ELSA CARRINGTON: „Ich verstehe. Ich muss bei dieser alten Frau sitzen und mich langweilen und Sie haben das Vergnügen nach erfolgreicher Jagd die Beute nach Hause zu bringen“].

„We’re not hunting a fox, we’re hunting a man“...Ashenden erinnert seine „Angetraute“ daran, dass die „Jagd“ keinem Fuchs, sondern einem Menschen gilt, dem „Ehemann einer Frau“ [Nachsatz von ASHENDEN: „[...] Es ist meine Aufgabe, so etwas zu tun. Aber die Aufgabe heißt Mord. Gemeiner Mord. Für Sie mag das ja amüsant sein“].

Der „Geheimagent“ blickt von der Tanzfläche rüber zu dem Tisch, von dem aus ihm Mr. Caypor freundlich zuwinkt. Ashenden winkt ihm zurück. Daraufhin „verdichtet sich das Bild“ [fast wie in der späteren „Gun-Barrel-Sequence“ der James-Bond-Serie!] zu einer Art „Blick durch einen Pistolenlauf“, der Mr. Caypor „im Zentrum“ hat [Anmerkung: Apropos „Bond“: „Leaving for `Goldfinger`“: Honor Blackman’s „Farewell“-Episode „Tanz der Hummer“: „JOHN STEED PATRICK MACNEE: „[...] Und wo Sie ja sowieso schon mal dort sind, und auf leisen Pfoten den sonnigen Strand entlangstreichen...“ / „CATHERINE GALE HONOR BLACKMAN: „Könnte ich für Sie ebenso gut etwas recherchieren“ / JOHN STEED: „Sie haben es erfasst, also...“ / CATHERINE GALE: „Auf Wiedersehen“ / JOHN STEED: „Hä?“ / CATHERINE GALE: „Sie haben’s gehört. Auf Wiedersehen“ / JOHN STEED: „Was, ist das etwa zu viel verlangt?“ / CATHERINE GALE: „Ja, das ist es. Ich werde den sonnigen Strand nicht auf leisen Pfoten entlangstreichen. Ich lege mich auf ihn drauf. [verlässt Steed’s Wohnung]“ / JOHN STEED: „Die Dame weigert sich. Dann wurde ich falsch informiert. [...]“ (aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Folge: „Tanz der Hummer“; Ausschnitt aus dem „Abschieds-Dialog“ zwischen Macnee & Blackman am Ende der Episode; „Steed“ hat „Mrs. Gale“ zuvor eine Art „Geschenkbox“ mit einem Badeanzug überreicht und will nun, dass sie in ihrem Urlaub auf den Bahamas für ihn etwas „ausspioniert“, was sie jedoch ablehnt; im Original spricht Macnee von: „Pussyfooting[to pussyfoot around: ugs. für „herumschleichen“] along those sun-soaked shores“, und das Ganze ist natürlich ein „Hinweis“ darauf, dass Blackman damals der TV-Serie den Rücken kehrte, um an der Seite von Sean Connery & Gert Fröbe die Rolle der Pilotin „Pussy Galore“ in dem Bond-Klassiker Goldfinger zu spielen, der möglicherweise bis heute der „single most popular Bond film“ ist) – „It takes love over gold / And mind over matter / To do what you do that you must“ (Copyright: der Song „Love over Gold“ von den Dire Straits): na ja, irgendwie hat Honor Blackman dann doch das „Gold“ vorgezogen und den damaligen „innerbritischen TV-Groß-Erfolg“ „The Avengers“ verlassen, um eben den Kinofilm Goldfinger zu drehen, der zu einem der ganz großen Blockbuster der 60er-Jahre geriet, welcher die James-Bond-Serie quasi in den Status eines „kulturellen Phänomens“ beförderte, wobei auch das Element mit den „Bahamas“ in diesem „`Farewell`-Dialog“ zwischen Macnee & Blackman Sinn macht, denn „Auric Goldfinger“ Gert Fröbe fragt „Pussy Galore“ Honor Blackman im Laufe des Bond-Abenteuers einmal, ob sie nach dem „Einbruch in Fort Knox“ (nach der berühmten „Operation Grand Slam“) wieder in England leben werde, und sie antwortet daraufhin Folgendes: „Nein. Ich habe eine kleine Insel in den Bahamas entdeckt. Dort häng ich ein Schild auf: `Betreten verboten`. Und kehre zur Natur zurück“ (Copyright: Honor Blackman in Goldfinger); The Lobster“: Zunächst muss man vorausschicken, dass es sich bei „Tanz der Hummer“ (OT: „Lobster Quadrille“; Regie: Kim Mills; Drehbuch: Richard Lucas) aus dem Jahr 1964 nicht zwingend um die beste „The Avengers“-Folge mit Macnee & Blackman handelt; allerdings ist das Werk auch jenseits der Tatsache, dass es Blackman’s letzter Auftritt an der Seite von Macnee war, bemerkenswert, denn schließlich handelt es sich dabei nicht nur um die letzte „episode“ der TV-Serie, die auf „Videotape“ gedreht wurde, sondern, darüber hinaus, auch um die letzte „Avengers“-Folge, bevor „Mrs. Emma Peel“ Diana Rigg in „Stadt ohne Rückkehr“ / OT: „The Town of No Return“ (1965) ihren „Dienst“ an der Seite von „John Steed“ antrat, und das sozusagen auf Filmmaterial, mit zunehmendem „weltweitem Erfolg“ und mit dem berühmten „deutschen Verleihtitel“ Mit Schirm, Charme und Melone, der zumindest sehr lange Zeit „Teil des kollektiven Bewusstseins“ in „German-speaking countries“ war; „You see, I’m not going to be pussyfooting along those sun-soaked shores, I’m gonna be lying on them“ (Original-Aussage von Honor Blackman im Rahmen des oben zitierten „Abschieds-Dialogs“ mit Patrick Macnee) – zu den Ausgangspunkten der Story, die noch, wie zunächst bei den „Avengers“ üblich, in drei Akte geteilt war: Zu Beginn unterhalten sich zwei Männer (Gary Watson & Corin Redgrave) in einer Art Fischerhütte über einen Mann namens Williams, der „ziemlich viel gewusst haben“ soll und angeblich „die Zusammenhänge durchschaut“; Williams, der offenbar ein „spy“ war, liegt nun tot auf dem mit Stroh bedeckten Boden der Hütte (da ihn der von Corin Redgrave gespielte Character mit einer Schusswaffe ermordet hat); im Anschluss wird die Hütte von dem Williams-Mörder in Brand gesteckt; Steed & Mrs. Gale untersuchen den Fall und werfen einen Blick auf den dead body des Getöteten im Leichenschauhaus, wobei Jonathan Williams, so der „full name“ des Verstorbenen, kein Unbekannter für Steed ist (Dialog in der „morgue“ zw. Blackman & Macnee: CATHERINE GALE: „Kannten Sie ihn?“ / JOHN STEED: „Nur vom Sehen. Er war mal mein Kontaktmann in Paris. Er arbeitete meistens in Frankreich“ / CATHERINE GALE: „Was trieb ihn auf diese Seite des Kanals?“ / JOHN STEED: „Das wollen wir herausfinden“); Quis necavit equitem“* (Copyright: Jim McBride’s „Die Schachpartie“-Thriller Geheimnisse aus 1994; *„Wer hat den Ritter getötet?“ bzw., übertragen aufs Schachspiel, „Wer hat den Springer geschlagen?“): Mrs. Gale entdeckt schließlich in den Sachen von Williams in der Leichenhalle eine Schachfigur, einen „Springer“, um genau zu sein (Kommentar von CATHERINE GALE: „Sie ist echt und sehr wertvoll. So viel ist sicher. Soweit ich weiß, gibt es nur zwei Händler in England, die so ungewöhnliche Stücke verkaufen“); das Agenten-Duo teilt in weiterer Folge die „Zuständigkeiten“ auf, denn Mrs. Gale soll „die restlichen Figuren“ ausfindig machen, während Steed den Tatort, die Fischerhütte, aufsucht, wo er sich gegenüber dem Pathologen, Dr. Stannage (sieht irgendwie wie Donald Pleasence aus: Norman Scace), der dort Untersuchungen durchführt, als Exponent des „Ministeriums für Landwirtschaft und Fischerei“ ausgibt, was in der „Hummer-Fang-`Area`“, in der der Mord geschah, durchaus Sinn macht (aus einem „Lobster“-Dialog zwischen Macnee & dem „Pathologen“ Norman Scace: JOHN STEED: „Soviel ich weiß, wird hier vor allem Hummer gefangen“ / DR. STANNAGE: „Hab‘ ich gehört. Ich vertrage keinen Hummer. Schlecht für die Leber“ / JOHN STEED: „Er wollte feststellen, ob die Schadstoffe aus dem neuen Kraftwerk die Hummerbestände beeinflussen, aber er wollte die Fischereibetreiber nicht unnötigerweise beunruhigen“ / DR. STANNAGE: „Das dürfte ja wohl kaum ein Mordmotiv sein. [...]“); dann taucht einer der beiden Männer vom Beginn auf, nicht der Mörder, sondern „a man named“ Bush (G. Watson), der „die rechte Hand“ des Unternehmers Captain Slim (Leslie Sands) ist, der „Hummer-Fang im großen Stil“ betreibt; diesen besagten Captain möchte Steed als nächstes aufsuchen; währenddessen betritt Mrs. Gale eine Art Spezialshop für „Schach-Freaks“, der von einem gewissen Mason (gespielt von dem legendären Burt Kwouk, der in den 60s Auftritte in Goldfinger, der Casino Royale-Parodie & Man lebt nur zweimal hatte sowie später auch als „Diener Cato“ an der Seite von „Inspektor Clouseau“ Peter Sellers in der Pink-Panther-Reihe berühmt wurde) geleitet wird (aus einem exzellenten Dialog zw. Honor Blackman & Burt Kwouk im „Shop für Schach-Freaks“: CATHERINE GALE: „Soviel ich weiß, gibt es bei Ihnen ein Sprichwort“ / MASON: „Vergessen Sie Konfuzius, ich bitte Sie. Die Weisheit meiner Vorfahren ist in unserem aufgeklärten Zeitalter nichts als Wichtigtuerei. Wir brauchen neue Regeln“ / CATHERINE GALE: „Was ist denn Ihre Lebensphilosophie?“ / MASON: „Humor. Lache und die Welt lacht mit dir. [...]“); als Gale ihm Williams‘ Schachfigur zeigt, kommt diese Mason „bekannt vor“ und sie erfährt, dass er mit Williams eine Art „Fernpartie“ gespielt hat (MASON zu CATHERINE GALE, die behauptet, dass „Williams“ bei ihr zu Gast sei: „Ah, wirklich. Ich dachte, er sei in Frankreich. Wir haben eine Fernpartie gespielt und haben uns die Züge immer per Post zugeschickt. [...] Würden Sie ihm vielleicht meinen letzten Zug geben? Ich wollte ihn grade zur Post bringen“); Steed trifft derweilen auf Captain Slim und lernt bei diesem auch dessen Schwiegertochter Katie Miles (gespielt von Jennie Linden – bekannt aus Ken Russell’s Klassiker Liebende Frauen von 1969), die in einem Nachtclub singt, kennen; Katie war mit Slim’s angeblich „vor 12 Monaten“ bei einem Bootsunfall ums Leben gekommenen Sohn Quentin verheiratet, der „eines Abends raus auf die See fuhr“ und in einen schweren Sturm auf dem Kanal geriet (CAPTAIN SLIM, in Anwesenheit von „Steed“ & „Katie“: „Er war ein guter Junge, aber ein lausiger Seemann. Er konnte nicht mal navigieren. Ein großer Verlust“), wobei der Captain seiner Schwiegertochter vorwirft, manchmal so zu agieren, als hätte sie Quentin’s Tod „vergessen“; in Steed’s Wohnung übergibt Gale John Steed Mason‘s Liste mit Zügen der Schachpartie, die Williams eben mit dem „Shop-Owner“ gespielt hat, wobei die Züge, wie Gale herausgefunden hat, keinen Sinn ergeben (CATHERINE GALE: „[...] Ich habe diese Züge nachgespielt und sie ergeben keinen Sinn“); währenddessen erzählt Bush, in Anwesenheit des Mörders von Williams, Mason, der sowohl ein „Hummer-Stamm-Kunde“ des Kapitäns als auch in die kriminellen Machenschaften von Bush & Co verwickelt ist, dann von dem „spy“ Williams, was dazu führt, dass Mason den beiden von der „Williams-Bekannten“ Mrs. Gale erzählt sowie davon, dass er Gale einen Brief mit den Schachzügen übergeben hat; dies führt, am „End of Act One“, dazu, dass der „Feuer-affine“ Mörder beginnt, „Mordfantasien“ bezüglich Cathy Gale zu spinnen (MÖRDER VON WILLIAMS: „Mit Williams sind wir auch fertiggeworden. Vielleicht verfahren wir mit ihr genauso. [zündet sich eine Zigarette an und wirft einen Blick auf das brennende Streichholz]“)...; „Not pussyfooting? I must have been misinformed“ (der etwas verblüffte Patrick Macnee im Original, nachdem Honor Blackman am Ende seine Wohnung verlassen hat) – nun, ganz mithalten mit der legendären Diana-Rigg-Abschiedsfolge „Auf Wiedersehen, Emma“ / OT: „The Forget-Me-Knot“ (Drehbuch: Brian Clemens / Regie: James Hill) aus 1968, die den Übergang von Rigg zu ihrer „Nachfolgerin Tara King“ Linda Thorson zeigte (EMMA PEEL zu TARA KING gegen Ende von „Auf Wiedersehen, Emma“ in dem Treppenhaus, das zu „Steed’s“ Wohnung führt, wobei Rigg gerade beim Gehen und Thorson beim Kommen ist: „Übrigens, seinen Tee lässt er sich am liebsten entgegen den Uhrzeiger umrühren“), kann „Lobster Quadrille“ (ein Titel mit Lewis-Carroll-„Alice im Wunderland“-Bezug) nicht, aber der Blackman-Abgang hat doch mehr zu bieten als nur eine gelungene Schluss-Szene mit, lässt man mal den 007-Bezug beiseite, Gale’schen „Soak Up the Sun“-Plänen – „I’m, I’m gonna soak up the sun / I’m gonna tell everyone to lighten up“ (Copyright: Sheryl Crow); dieser „Hummer-Tanz“, in dem die „lobsters“ so überhaupt nicht tanzen, ist im Grunde eine „Schmuggel“-Geschichte und mit ihrem „Frankreich-Bezug“ und was die „geschmuggelte Ware“ betrifft sogar durchaus als „kleine motivische Vorwegnahme“ der beiden legendären „French Connection“-Filme (1971 / 1975) von William Friedkin & John Frankenheimer mit Gene Hackman zu sehen (CATHERINE GALE, als sie dann, in „Steed’s“ Wohnung vor einem Schachbrett sitzend, doch einen „Sinn“, eine „Botschaft“, in den scheinbar „sinnlosen“ Schachzügen entdeckt: „`Zehn Pfund für Marseille am Donnerstag`“); Du spielst gerne Schach, nicht wahr?“ (legendäre Frage des „Ritters“ Max von Sydow an den „Tod“ Bengt Ekerot, mit dem er ein aussichtsloses „chess game“ um sein Leben spielen möchte, in Ingmar Bergman’s schwedischem Filmklassiker Das siebente Siegel aus dem Jahr 1957): Überhaupt zieht sich das „Schach-Motiv“ konsequent durch die gesamte „The Avengers“-„lobster-episode“, denn auch das übliche Schachbrettmuster taucht während des Geschehens immer wieder als Teil der Ausstattung auf, beispielsweise in dem Nachtclub, in dem „Katie Miles“, die gar nicht so trauernde „widow“ des verstorben geglaubten „Quentin Slim“, regelmäßig auftritt, wobei „Katie“ Jennie Linden von „John Steed“ Patrick Macnee, zwecks Informationsbeschaffung, im Laufe von „Act Two“ zu einer Art „Date“ eingeladen wird (Dialog zwischen Patrick Macnee & Honor Blackman vor einem großen Spiegel, Blackman sitzt gerade bei dem Schachbrett mit den Figuren und müht sich mit der „Entschlüsselung der Züge“ ab und Macnee macht sich für seine Verabredung mit „Katie“ bereit: JOHN STEED: „Ein, zwei Gläser Champagner und dann zum Essen in meinen Club“ / CATHERINE GALE, den „Ablauf“ offenbar schon „in- und auswendig“ kennend: „Und ein kleiner Umweg über Richmond Hill wegen der Aussicht auf den Fluss“ / JOHN STEED: „Meinen Sie, es gefällt ihr?“ / CATHERINE GALE: „Wie den anderen?“ / JOHN STEED: „Kommt ganz auf Katie an“); auch wer schon immer mal „John Steed’s vollständige Wohnadresse“ wissen wollte, wird in „Lobster Quadrille“ quasi fündig, denn Honor Blackman gibt sie gegenüber Burt Kwouk in dessen „Shop für Schach-Freaks“ an, wobei sie „Steed’s address“ als die ihre ausgibt (CATHERINE GALE zu MASON: „Mrs. Gale. Westminster Mews, Nummer 5“); im „Act Three“ sagt der „Mörder von Williams“, als die aus „Steed’s“ Wohnung entführte „Mrs. Gale“ in einer Fischerhütte gefesselt auf einem Stuhl vor ihm sitzt, die Worte „Vielleicht können Sie ja besonders gut Schmerzen ertragen. Wir werden es erleben“, um unmittelbar danach ein Streichholz anzuzünden und auf den mit Stroh bedeckten Boden fallen zu lassen; nun, Flammen, brennende Streichhölzer, brennende Kerzen spielen ebenfalls eine zentrale Rolle in der Episode, wobei schon zu Beginn, als der besagte „Murderer of Williams“ die Hütte in Brand setzt, der eingeblendete Original-Titel „Lobster Quadrille“ gleichsam „mit in Flammen aufgeht“ oder „mit verbrannt wird“; David Lynch hätte bei so viel Feuer seine helle Freude gehabt – „Through the darkness of future past, the magician longs to see, one chants out between two worlds... Fire...walk with me“ (ein zentrales „poem“ aus der TV-Serie Twin Peaks); eine durchaus, was die Charakterzeichnung betrifft, gelungene Nebenfigur ist jene des, eben von Norman Scace (z. B.: 1975: Die romantische Engländerin; Regie: Joseph Losey; mit Glenda Jackson, Michael Caine & Helmut Berger) dargestellten, „grantigen“ Pathologen „Dr. Stannage“, mit dem sich Macnee einige „ziemlich treffende“ Dialoge liefert (aus dem Dialog in der Fischerhütte in „Act One“: DR. STANNAGE, wobei der erste Satz auf „die hiesigen Dorfbewohner“ bezogen ist: „[...] Die wissen alles besser. In der Medizin haben wir das gleiche Problem. Die Patienten glauben, sie wissen mehr als ihr Arzt. Deshalb bin ich jetzt Pathologe“ / JOHN STEED: „Tote streiten nicht“); nun: „Yes and it never rains around here / It just comes pouring down“ (Copyright: der Song „It Never Rains“ von den Dire Straits aus dem 82er-Album „Love over Gold) – ein absolutes Highlight ist natürlich noch der Umstand, dass Patrick Macnee, nachdem er von Honor Blackman sozusagen „für Sean Connery sitzen gelassen wurde“, umgehend zum Telefon greift und versucht, eine andere Frau, mit Hinweis auf das „terrible weather this time of the year in England“, für den Bahamas-Auftrag zu rekrutieren (JOHN STEED, ins Telefon: „[...] Hallo, meine Teure, John Steed. Hm? Ich war sehr beschäftigt. Hey, was machen die kleinen Salukis*? Wirklich nicht? Bösartige Biester. ...Ein fürchterliches Wetter. Ziemlich unwirtlich, wie Tante Tippi immer sagte. Ziemlich gefährlich für die Blumenzwiebeln. Ich denke, Sie könnten etwas Abwechslung vertragen. Einfach den Sonnenschein genießen und den weißen Strand. Dabei könnten Sie eine kleine Aufgabe für mich erledigen. Aber natürlich besprechen wird das in aller Ruhe, vielleicht gleich nachher. So gegen acht Uhr? Ich komme dann bei Ihnen vorbei. [...]“; *spezielle Windhund-Rasse); man weiß nicht, mit wem „John Steed“ da telefoniert, aber der weitere Fortgang der Serie und das Auftauchen von Diana Rigg in der darauffolgenden Episode „Town of No Return“ lassen hier durchaus die „thrilling conclusion“ zu, dass es sich bereits um „Emma Peel“ handelt; auch, wenn „Mrs. Peel“ in „Stadt ohne Rückkehr“ bekanntlich gänzlich ohne „Salukis“ aufschlägt].

„Tomorrow... Never Dies“...am nächsten Tag befinden sich Ashenden, der „General“ sowie Mr. Caypor in einer Seilbahn „in den `Swiss Mountains`“. „The wind blows“.

Die drei Männer haben in der Seilbahn Gesellschaft von der Mutter eines kleinen Mädchens, das der „General“, quasi „just for fun“, mehrfach „anbellt“ [Kommentar von MR. CAYPOR: „Das Kind so zu erschrecken“].

Caypor... „Come here, come to me, will you?“ ...ruft das Kind zu sich und setzt es auf seinen Schoß, woraufhin er gegenüber dem „little girl“ das „seltsame Verhalten“ des „funny dog-man“ anspricht [MR. CAYPOR, zeigt auf den „General“: „Sieh dir nur dieses komische Hundchen an“]. Richard Ashenden hingegen raucht, quasi im Hintergrund, eine Pfeife und widmet sich der „imposanten Aussicht“.

„Cut to...“...Mrs. Caypor sitzt in ihrem Hotelzimmer und strickt, während der Hund des Ehepaares „at her feet“ am Boden liegt.

Caypor’s „wife“ hat, wie man sogleich merkt, Gesellschaft von Elsa Carrington, die „die Behauptung in den Raum wirft“, dass Mr. Caypor ein „erfahrener Bergsteiger“ sei [Antwort von MRS. CAYPOR: „Ja, er ist völlig sicher. Und auch schwindelfrei“].

„Is this your home? ...Where did you live before the war?“... „Elsa’s“ Fragen scheinen Mrs. Caypor nicht sonderlich zu behagen [MRS. CAYPOR: „Können Sie verstehen, dass ich auf solche Fragen ungern antworte...“].

Daraufhin bittet Mrs. Caypor „Mrs. Ashenden“ darum, sich zu ihr zu setzen, damit sie ihr etwas... „In Germany Before the War“ ...aus ihrer „Kinderzeit“ erzählen könne [Reaktion von ELSA CARRINGTON: „Das hör‘ ich gern“].

Schließlich fragt sie Carrington, ob sie Deutschland schon mal besucht habe, und als „Elsa“ davon spricht, dass sie dies „immer gerne gewollt hätte“, meint Mrs. Caypor, dass sie doch eigentlich „in school“ die Namen deutscher Städte & Flüsse gelernt haben müsse.

Das führt dazu, dass die Agentin mühsam ein paar deutsche Städtenamen aufzählt [ELSA CARRINGTON: „Aachen...München...Nürnberg...Hannover“; // Anmerkung: In der englischen Originalfassung will „Mrs. Caypor“ Florence Kahn keine deutschen Städte von Madeleine Carroll wissen, sondern die „days of the week in German“, was zu einer „sehr angestrengten Aufzählung deutscher Wochentage einer Engländerin“ führt, soll heißen: Madeleine Carroll spricht die deutschen Worte „Sonntag...Montag...Dienstag...Mittwoch...“, denn weiter kommt sie nicht, bevor sie von Florence Kahn unterbrochen wird, nur „mühsam“ aus].

„Elsa“ wird für ihre „Darbietung“ sogar gelobt von Mrs. Caypor, die lediglich davon spricht, dass ihre „pronunciation“, also: ihre Aussprache, nur noch etwas „flüssiger“ werden müsse.

Dann hört man ein Türklopfen und Robert Marvin betritt den Raum, der... [ROBERT MARVIN: „Meine Mami lässt fragen, ob ich am Unterricht teilnehmen darf“] ...nachfragt, ob da „room for a new boy in the class“ sei, was „Elsa“ wiederum zu einer theatralischen „Go Away“-Geste mit der Hand und einer dementsprechenden Aussage animiert [ELSA CARRINGTON: „Nein, verschwinden Sie...“].

„Pardon me, I was speaking to the teacher“...nachdem er gegenüber Carrington klargestellt hat, dass die Frage eigentlich an die „Lehrerin“ gerichtet war, stellt diese, also: „the teacher“, ihm die „Deutschland-Frage“ [MRS. CAYPOR: „Waren Sie schon mal in Deutschland, Mr. Marvin?“], wobei er verneint, jemals dort gewesen zu sein.

Schließlich setzt er sich neben „Elsa“, gibt dieser eines seiner „typischen Versprechen“ [ROBERT MARVIN: „Ich bin artig und verspreche, keine Dummheiten zu machen“], nimmt ihr... „Little girls shouldn’t smoke cigarettes in class“ ...ihre Zigarette weg [ROBERT MARVIN: „Hey, seit wann darf denn im Unterricht geraucht werden?“] und raucht diese dann „demonstrativ“ selbst.

Marvin erhält in der Folge dieselbe „Aufgabe“ wie Carrington zuvor und soll Mrs. Caypor, zum Beweis seiner Geografie-Kenntnisse, „deutsche Städtenamen“ nennen [ROBERT MARVIN: „Gern. Äh...Dresden...Minden...Wien...ähm...und dann noch...Würzburg“; // Anmerkung: Im Original fragt Florence Kahn, die übrigens „born in Memphis, Tennessee“ war, deren Vater jedoch aus Baden stammte und gleichsam als „jüdischer Immigrant“ in die Vereinigten Staaten kam, wiederum nach den Wochentagen „in German“ und Robert Young sagt: „Sonntag...Montag...Die...ah...Die...wahdum“ oder so ähnlich].

„Oh...“...Mrs. Caypor bezeichnet die geografischen Kenntnisse von Marvin schließlich als „nicht gerade umwerfend“, eine „Analyse“, welcher er selbst sich nur anschließen kann [ROBERT MARVIN: „Das gebe ich zu. Das findet auch der Hund“], genauso wie das offenbar der „Caypor-Hund“ tut, der sich „nach dieser `mageren` Aufzählungsleistung“ umgehend unter den Sessel verkriecht [Anmerkung: „Secret Agents“: Teil 12: „`Emma` & `John` auf der Jagd: `Steed Hunts a Big Cat, Emma is Badly Scratched`“: „EMMA PEEL DIANA RIGG zu „JOHN STEED PATRICK MACNEE, via Funkgerät: „Wollen wir jetzt ein Weilchen Funkstille eintreten lassen?“ (aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Episode: „Vorsicht, Raubkatzen“; Rigg zu Macnee über ein „äußerst geräuschsensibles Empfangsgerät“, das eben beide tragen; „Mrs. Peel“ & „Steed“ befinden sich, in der Nacht und bewaffnet mit „hunting rifles“, auf einer Art „Großwildjagd“, da offenbar „eine mörderische Großkatze“ ihr Unwesen treibt und bereits mehrere Menschen auf dem Gewissen hat) – die „Elsa Carrington“-Darstellerin Madeleine Carroll spricht in Geheimagent im Zusammenhang mit dem „Zielobjekt“ „Mr. Caypor“ gegenüber „Richard Ashenden“ John Gielgud von „in die Falle gegangen“ und zeigt sich, sinngemäß, enttäuscht darüber, dass „Ashenden“ „nach erfolgreicher Jagd die Beute nach Hause bringen darf“, während sie selbst sich „boring stuff“ wie einer „simplen Befragung“ widmen muss; Tyger Tyger, burning bright / In the forests of the night / What immortal hand or eye / Could frame thy fearful symmetry?“ (aus „The Tyger“, einem bedeutenden „poem“ des englischen Dichters William Blake aus dem Jahr 1794, veröffentlicht in seiner Sammlung „Songs of Experience“): Nun, dieses „Problem“ mit der „Aufgabenverteilung“ haben Patrick Macnee & Diana Rigg in der „very suspenseful“ geratenen klassischen „The Avengers“-Folge „The Hidden Tiger“ (OT; 1967; Drehbuch: Philip Levene / Regie: Sidney Hayers), wie üblich, nicht; Patrick Macnee hat einmal innerhalb „seiner Zeit“ mit Honor Blackman zu dieser in einer Episode gemeint: „Mrs. Gale, Sie sind kratzbürstiger als eine Pussy“, und in „The Hidden Tiger“, wo zur Abwechslung mal nicht Hunde (wie in: „Wo der Hund begraben liegt“) oder Vögel (wie in: „Ein Vogel, der zu viel wusste“), sondern Katzen im Vordergrund stehen, spricht Diana Rigg gegen Ende gegenüber Macnee von einer „Miezen-Parade“ oder, wie’s im Original heißt, von einer „Pussy’s Galore“ („EMMA PEEL“ zu „JOHN STEED“), der sie sich gegenübersehen, was natürlich auf Blackman’s berühmte Rolle in dem Bond-Film Goldfinger anspielt und sozusagen auf den Weg „referiert“, den „Steed’s frühere Partnerin“ gegangen ist; die Macher von Mit Schirm, Charme und Melone wollten ja dezidiert, ich habe im Zusammenhang mit meiner Arbeit über Die 39 Stufen davon „berichtet“, stets „nearly as good as Hitchcock“ sein, und in „The Hidden Tiger“ ist ihnen das zwar, „as usual“, ganz bestimmt nicht, was die bizarre Story betrifft, gelungen, dafür aber umso mehr, was die Kameraarbeit anbelangt, denn diese ist ganz exzellent und äußerst einfalls- sowie abwechslungsreich und durch zahlreiche subjektive Kameraperspektiven geprägt, die die Spannungskurve enorm erhöhen, was ganz im Sinne der „visuellen Lehren“ des „Meisters der Suspense“ ist; „Unusual woman“ (Patrick Macnee zu dem „alten, erfahrenen Großwildjäger Major Nesbitt“ John Phillips, der zu „Steed“ zuvor gemeint hat, dass das „ungewöhnlich“, also: „unusual“, sei, dass eine Frau, in dem Fall eben „Mrs. Peel“, bei der Großwildjagd mitmacht) – zu den Ausgangspunkten der Story: Auf dem Landsitz von Sir David Harper (Jack Gwillim) wirkt der Hund des Hausherren in seiner Hundehütte aufgebracht und beginnt zu bellen; wenig später wird der Diener von Harper von einer Art „beast“ (quasi „symbolisiert“/verkörpert durch die subjektive Kamera), das offenbar in das Haus eingedrungen ist, attackiert und getötet; John Steed & Emma Peel untersuchen den rätselhaften Fall und befragen zunächst natürlich den Hausherren Sir David, der Forschungsabteilungsleiter einer „landwirtschaftlichen Versuchsfarm für Molkereiprodukte“ ist (Dialog zw. Rigg & „Sir David“ Jack Gwillim bezüglich des „Mörders“: SIR DAVID HARPER: „Was es auch war, Mrs. Peel, es war brutal, unmenschlich, bestialisch“ / EMMA PEEL: „Ich wage nicht zu widersprechen, Sir David“); als das Agenten-Duo in Begleitung des Harper-Hundes das Gelände des Anwesens absucht, wird plötzlich Sir David im Haus von der „Bestie“ getötet (Dialog zw. Macnee & Rigg bei der Leiche, wobei Rigg die kleine weiße Katze abfängt, die im Zimmer herumläuft: JOHN STEED: „Dieselbe Geschichte. [...] Keine Fußabdrücke. Nichts. Man könnte fast glauben, eine Katze wäre im Spiel gewesen“ / EMMA PEEL, hält die kleine weiße Katze im Arm: „Wir bekennen uns nicht schuldig“ / JOHN STEED: „Nein, Mrs. Peel. Muss etwas Größeres gewesen sein“); schließlich stattet Steed dem Großwildjagd-erfahrenen Major Nesbitt einen Besuch ab, der darüber hinaus ein Nachbar von Sir David ist (John Phillips, in einem Haus voller „Jagdtrophäen“ an der Wand, zu Patrick Macnee: MAJOR NESBITT: „Über die Großkatzen weiß ich mehr als jeder andere lebende Mensch. Unbarmherzig. Die geborenen Mörder. Selbst in Gefangenschaft nicht zu zähmen. Nichts auf der Erde ist hinterlistiger, barbarischer oder wilder“); Down on the Farm“: Mrs. Peel besucht derweilen „Chippenham Manor“, die „Experimental Husbandry Farm“, welche unter Sir David’s Aufsicht stand und wo neue Fütterungstechniken, Düngemittel und eben Viehzucht eine Rolle spielen (EMMA PEEL, die sich schwertut, angesichts der „nicht sonderlich geheimen oder streng vertraulichen Forschungsfelder“ auf der Farm, ein schlüssiges „Mordmotiv“ auszumachen, im Original zu dem von Stanley Meadows gespielten Forscher „GEORGE ERSKINE“: „Very important work. But hardly what I call `hush-hush*`“; *streng geheim); nur wenig später finden Peel und der Forscher einen prämierten Bullen auf der Farm tot auf, ebenfalls „zerfetzt“ von dem „beast“, von welchem abermals jede Spur fehlt (Dialog zw. Rigg & dem „Erskine“-Darsteller Stanley Meadows, als er ihr, nach dem „murder“ an dem Bullen, das „Tierfallen-reiche“ nähere Farm-Gelände zeigt: EMMA PEEL: „Ihre Sicherheitsvorkehrungen sind doch aber ziemlich streng“ / GEORGE ERSKINE: „Strenger, als Sie denken. Die Farm ist mit Fallen gespickt. Da, bitte. Wir haben sie zum Schutze des Geflügels aufgestellt. Gegen Füchse oder Hunde. Durch diese Sperre kommt nichts. Ein falscher Tritt und...[zeigt ihr mittels Stock, wie die Falle zuschnappt]“); He’s a crazy lion howling for a fight“ (Copyright: der Song „Lions“ von den Dire Straits): In weiterer Folge vollziehen Steed, Mrs. Peel und der diesbezüglich „enthusiasmierte“ Major Nesbitt eine nächtliche „Großwildjagd“ „with hunting rifles“ auf dem Farmgelände, mit dem Ergebnis, dass im Laufe der Nacht ein weiteres Todesopfer, nämlich der Forscher Erskine, zu beklagen ist (Dialog zw. Macnee & Rigg in der Wohnung von „Mrs. Peel“: JOHN STEED: „Das ist doch alles unlogisch, Mrs. Peel. Drei Männer wurden getötet und nirgends eine Meldung über einen entlaufenen Löwen oder Tiger“ / EMMA PEEL: „Oder etwas Ähnliches“ / JOHN STEED: „Wenn Sie meine Meinung wissen wollen, da steckt ein Plan dahinter. [...]“); Oh, for you I’ll be hunting high and low“ (Copyright: a-ha): Im Rahmen einer zweiten, nächtlichen Safari, in der Steed & Peel per „Funk im Ohr“ miteinander verbunden sind (Rigg & Macnee bei der „Funkempfänger-Übergabe“ in der „Mrs. Peel“-Wohnung: EMMA PEEL: „Hier, nehmen Sie. Er empfängt das schwächste Geräusch, und was unser Auge nicht sieht...“ / JOHN STEED: „...Das wird von unserem Ohr vernommen“), kommt schließlich auch noch der Major ums Leben, der sich allerdings selbst in einen Käfig eingesperrt hatte, um sich vor der angelockten „Großkatze“ zu schützen; am „Tatort“ findet Steed jedoch einen Hinweis auf eine wahrlich „Katzen-begeisterte“ Organisation namens „P.U.R.R.R.“ (das steht für: „the Philanthropic Union for the Rescue, Relief and Recuperation of Cats“; in der dt. Synchro: „die `Philanthropische Union zur Rettung, Rekreation, Rekonvaleszenz von Katzen`“), in der der „offensichtlich verrückte“ Vorsitzende Edwin Cheshire (Ronnie Barker) sowie Miss Angora (Gabrielle Drake) und der „Tierarzt“ Dr. Manx einem ganz speziellen „(Haus-)Katzen-Urinstinkt-Projekt“ nachgehen, an dessen Ende der Plan steht, „the whole of England“ unter Kontrolle zu bringen, wobei die „dead men“ Harper, Erskine & Major Nesbitt P.U.R.R.R.-Vorstandsmitglieder waren, von denen es allerdings noch zwei weitere gibt, die nun Gefahr laufen, ebenfalls Opfer der „Bestie“ zu werden...; „The name of your beloved pussy?“ (Frage von „Cheshire“ Ronnie Barker zu Patrick Macnee, als dieser bei Barker’s „Union“ vorgibt, Mitglied werden zu wollen) – grundsätzlich handelt es sich bei „Vorsicht, Raubkatzen“ um eine durchaus „charmante“ Mit Schirm, Charme und Melone-Episode, in der „Steed & Peel“ Macnee & Rigg auch regelrecht „charming“ miteinander umgehen und, was den schauspielerischen Aspekt betrifft, sichtlich „mit Spaß bei der Sache“ sind; die Episode verfügt, neben der bereits erwähnten „suspenseful“ eingesetzten Kamera (Director of Photography: Ernest Steward, der bei Ralph Thomas‘ 1959 entstandenem Remake von Hitchcock’s Die 39 Stufen ebenfalls „die Kamera bediente“!), welche mit den eben bei den „Angriffen der Bestien“ verwendeten subjektiven Perspektiven eine Art „Slasher-Film-Atmosphäre ohne Blut“ erzeugt (die Kleidung der „victims“ wird lediglich zerfetzt und man sieht, gemäß der „The Avengers“-Grundregeln, keinerlei Blut), auch über eine durchaus kunstvolle Schnitt- & Ton-Technik; so wird, „for example“, an jener Stelle ein „effektiver“ Schnitt gesetzt, als der Forscher „Erskine“ Diana Rigg die Funktion der Falle vorführt, denn als diese „zuschnappt“, schneiden „die Filmemacher“ auf das Jagdgewehr von „Major Nesbitt“, das er gerade „durchlädt“, was dem Geräusch der zuschnappenden Tierfalle ganz ähnlich ist, mit anderen Worten: das Geräusch der „animal trap“ geht in das Geräusch des „Durchladens des `hunting rifle`“ über; And she’s sweeter now than the wildest dream / Could have seen her“ (Copyright: der Song „Hunting High and Low“ von a-ha) – apropos „Jagdgewehr“: Diana Rigg sieht mit Jagdgewehr & „Empfänger im Ohr“ nicht nur hinreißend, sondern, wenig überraschend, auch „sehr überzeugend“ aus; sie war absolutely capable, was die „Glaubwürdigkeit“ anbelangt, bereits in den 1960s so ein „Actionfilm-Heldinnen“-Flair zu verkörpern, wie es Sigourney Weaver „years later“ problemlos in den diversen Alien-Filmen gelang, speziell natürlich in James Cameron’s großartigem Aliens – Die Rückkehr (1986), den ich ohnehin zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zähle; äußerst „funny“ ist der Umstand, dass Macnee & Rigg, als sie bei „P.U.R.R.R.“ (wo im Übrigen alles im „Katzenlook“ gehalten ist und wo Hunde, wie auf zahlreichen Schildern in Katzenform zu lesen ist, „strengstens verboten“ sind) vorstellig werden, ihre in Wahrheit nicht vorhandenen „cats“ auf Nachfrage hin sozusagen jeweils mit dem Namen des anderen versehen; das heißt im Fall von „Steed“, dass seine Katze angeblich „Emma“ heißt (aus der ersten, letztendlich etwas „zweideutigen“ Unterhaltung zw. Ronnie Barker & Patrick Macnee: CHESHIRE: „Also, Mr. Steed. Der Name Ihrer geliebten Miezekatze?“ / JOHN STEED: „Ach so, ja, `Emma`“ / CHESHIRE: „Stammbaum?“ / JOHN STEED: „Oh, ein Stammbaum von der [zeigt mit den Händen eine „sehr lange Distanz“ an] Länge“ / CHESHIRE: „Aha. Die Färbung?“ / JOHN STEED: „Rotbraun“ / CHESHIRE: „Oh, eine verschmuste Braungefleckte. Das muss doch sehr viel Freude machen, wenn sie sich auf Ihrem Schoß zusammenrollt“ / JOHN STEED: „Uh, daran hab‘ ich noch gar nicht gedacht“), und im Fall von Rigg, dass ihr ein Kater namens „John“ abhandengekommen ist, für den bei „P.U.R.R.R.“, zwecks „Suchmeldung“, von „Cheshire“ Ronnie Barker dann eine Art „Phantombild“ erstellt wird (aus dem zugehörigen Dialog, wobei Barker mit diversen Schablonen hantiert, um das richtige „Katzengesicht“ für einen „Steckbrief“ zu rekonstruieren: CHESHIRE: „Sieht ihm diese Zeichnung ähnlich?“ / EMMA PEEL, mit Taschentuch, tut so, als ob sie gleich heulen müsste, deckt mit ihrer Hand dann die Augen auf dem „Phantombild“ ab: „Nein. Klein `John’s` Nase ist viel viel...aristokratischer“), wobei von diesem eben auch diverse „Eigenheiten der Katze“ erfragt werden (CHESHIRE, der sich dann über die Antwort von „Mrs. Peel“ etwas wundert: „Aber eins müssen Sie mir noch verraten. Hat Ihr kleiner `John` irgendwelche Besonderheiten?“ / EMMA PEEL: „Wissen Sie, er ist morgens immer in einer miserablen Stimmung. Das ändert sich erst nach dem zweiten Glas Champagner“); für einiges an Humor, der gemeinsam mit „Spannung & Suspense“ die Handlung von „The Hidden Tiger“ prägt, sorgt aber auch „Major Nesbitt“ John Phillips; so hat „der Major“ bei sich zuhause, in der Szene, in der er als Character eingeführt wird, einen Filmprojektor laufen, welcher gerade Filmaufnahmen eines Löwen auf die Leinwand projiziert, auf den „der Major“ von einem Stuhl aus sozusagen mit seinem Jagdgewehr „zielt“; als „Steed“ ihn dann erstmals aufsucht, bekommt dieser den „Jagd-Enthusiasmus“ des „Majors“, angesichts der mysteriösen Angriffe der „Bestie“, von denen der „passionate hunter“ durch den Agenten erfährt, beinahe am eigenen Leib zu spüren (MAJOR NESBITT zu JOHN STEED: „Das erinnert einen an die alten Tage in Bengalen, was? Ach, es gibt nichts Aufregenderes als Jagd auf Großkatzen. Die Unterschenkel, dahin muss man zielen. Auf die Unterschenkel. [visiert mit seinem Gewehr Steed’s Unterschenkel an]“ / JOHN STEED: „Nicht auf meine! Ich möchte nicht präpariert dort oben hängen“ / MAJOR NESBITT: „Warum nicht, mein Lieber? Ihr ausgestopfter Kopf wär‘ ein wunderbares Pendant zu dem da [meint damit den ausgestopften Tiger-Kopf an der Wand]“); „He is the shadow that’s following you / He takes no prisoners when he’s hunting for game / He’s got a bullet, and it carries your name“ (Copyright: der Song „Die Hard the Hunter“ der britischen Rock-Gruppe Def Leppard) – die „Jagd (auf Menschen)“ war bereits ein zentrales Motiv in der Mit Schirm, Charme und Melone-S/W-Episode „Small Game for Big Hunters“ (OT; 1966; dt. Titel: „Afrikanischer Sommer“), in der es, ganz in der Nähe von London, äußerst „tropisch“ und „wie im Dschungel“ zugeht, was, nach einer Attacke auf einen vermissten Landarbeiter mit einem „Eingeborenenpfeil“, das Agenten-Duo „Steed & Peel“ auf den Plan ruft, wobei „John Steed“, der im Laufe der Folge auch mit Tropenhelm plus zugehörigem Outfit zu sehen ist und es mit „weißen britischen Jagd-Enthusiasten der besonderen Art“ zu tun bekommt, die „innerlich offenbar nie aus dem Dschungel rausgekommen sind“, einem „Tropical Outfitter“ in einem Shop von seinen „eigenen Jagderfahrungen“ berichtet (JOHN STEED: „Ich habe selbst auch schon mal einen Elefanten geschossen“ / TROPICAL OUTFITTER: „Was haben Sie benutzt?“ / JOHN STEED: „Eine F8, fünfhundertstel Sekunde, dazu den passenden Farbfilm“)].

„Just a small game for two big hunters“...zurück in den `Schweizer Bergen`. Mr. Caypor & seine zwei Begleiter, Ashenden & der „General“, marschieren bereits, allesamt einen Hut tragend, im „alpinen Gelände“ herum, wobei Caypor meint, dass, rein zeitlich betrachtet, das Abendessen nicht „in Gefahr“ sei [MR. CAYPOR: „Zum Abendessen sind wir spätestens wieder zuhause. Da werden wir aber Hunger haben“].

Der „General“... „Sure, we‘ll have big fun when this thing is over“ ...spricht daraufhin von der „Freude“, die alle haben werden, wenn „diese Sache“ hier vorüber sei [GENERAL: „[...] Wir haben viel Freude, wenn das hier geschafft ist“].

Dann macht der „Hairless Mexican“, als Caypor ihnen wieder den Rücken zugekehrt hat und weitermarschiert ist, gegenüber Ashenden, grinsend, feixend, eine Art „verschwörerische Buddy-Geste“ und schlägt den Rücken seiner Handfläche gegen Ashenden’s Oberkörper, was so viel bedeuten mag wie: Der wird sehr bald „gar nichts mehr spüren“...und allerhöchstens ein toter Mann sein.

„Back to the hotel“...während der Caypor-Hund, etwas unruhig, an der Hotelzimmertür schnüffelt, testet Mrs. Caypor weiterhin das „Deutschland-Wissen“ von Carrington & Marvin und erfragt, „auf welchem Weg“ die beiden mit dem Auto von Berlin nach München fahren würden [Antworten von Madeleine Carroll & Robert Young: ELSA CARRINGTON: „Ich würde...“ / ROBERT MARVIN: „Ich würde einen Chauffeur mieten und würde mich während der ganzen Fahrt meiner schönen Frau widmen. Das[wendet sich zu „Elsa“] ist meine schöne Frau“].

Caypor’s Frau... „No, no...I speak to Mrs. Ashenden“ ...möchte daraufhin dezidiert von „Elsa“ wissen, „wie sie fahren würde“ [Antwort von ELSA CARRINGTON: „Ich würde fahren... [zu Marvin] Ich reise natürlich ohne Begleitung. Ah...ich würde auf der Landstraße nach Bayern fahren“; // Anmerkung: Die deutsche Synchro schlägt auch hier weiterhin „eine andere Richtung als das Original“ ein, denn im Original möchte Florence Kahn von Madeleine Carroll wissen, was sie, um es modern auszudrücken, „bei einem Check-In“ in einem Hotel in Deutschland sagen würde, und Carroll gibt in der englischen Originalfassung den deutschen Satz „Ich möchte ein kleines Zimmer, bitte“ von sich].

Dann richtet sich die Aufmerksamkeit von Carrington & Marvin auf den Hund, der bei der besagten Zimmertür zu winseln beginnt, als würde er spüren, dass sich „sein Herrchen“ in Gefahr befindet.

„Cut to...“... „the Swiss Mountains“. Caypor meint zu seinen zwei Begleitern, also: zu Ashenden & dem „General“, dass man „bis jetzt sehr gut vorangekommen sei“, um anschließend... „What a view to a kill“ ...die „großartige Aussicht“ hervorzuheben, die ein „großartiger Tag“ nun mal mit sich bringe [MR. CAYPOR: „Wir haben heute eine herrliche Sicht“].

„Oh, yes. As Englishmen say: The more better the day the more better the tea. Correct?“...der „Mexikaner“ zitiert ein „englisches Sprichwort“, welches Caypor zwar so nicht kennt, das er aber... „approximately“ ...irgendwie als „annähernd schlüssig“ empfindet.

Ortswechsel zurück in das Züricher Hotel. „Come here, `Fritzchen`, come here“...der „dog“ der Caypors sitzt immer noch „beunruhigt“ bei der Hotelzimmertür, was Mrs. Caypor zu einer „Erklärung von `Fritzchen’sVerhalten“ animiert [MRS. CAYPOR: „Er ist immer so aufgeregt, sobald sein Herrchen nicht zuhause ist. Es scheint fast so, als ob sich `Fritzchen` Sorgen um sein Herrchen macht“].

Dann bittet sie „Mrs. Ashenden“, nochmals die nervige „Wie kommt man am besten von Berlin nach München“-Aufgabe durchzuexerzieren, doch „Fritzchen’s `behaviour`“ wird immer „auffälliger“ und der Hund beginnt an der Tür zu kratzen, als ob „die Sorge um sein Herrchen“ stetig größer werden würde.

„Back to `The Swiss Mountains` again“. Caypor führt noch immer „das Trio“ an und während dieser „vorangeht“, wendet sich Ashenden dem „General“ zu und scheint plötzlich „Zweifel an der Mission“ zu haben [ASHENDEN: „Wir tun es nicht, verstanden!“], was beim „General“ zu Widerstand führt [GENERAL: „Warum denn nicht? Sie vergessen Anweisung von Mr. `R`. Sie vorbereiten, ich beenden“].

„You prepare, me finish“...außerdem fragt sich der „General“, wer ihn dann für diese Arbeit bezahlen soll, wenn sie nicht vollendet wird. Dann... „What are you waiting for?“ ...steuert Caypor, der sich über „das Zurückbleiben“ des Duos gewundert hat, auf die beiden zu und fragt Ashenden & den „General“, ob irgendwer „schon rasten“ möchte.

Nachdem der „General“ Ashenden „Ermüdungserscheinungen“ attestiert hat, macht Caypor den Vorschlag, wieder umzukehren, was Ashenden „sehr begrüßt“ [ASHENDEN: „Bitte...“], der „General“ mit Hinweis auf seine Wette aber mit Nachdruck ausschließt [Reaktion des GENERALS: „No, no, no, no...das seien nur Ausrede. Ich sollen verlieren meine Wette“].

Daraufhin bestätigt Ashenden dem „General“ den „Gewinn seiner Wette“ und bietet ihm sozusagen „das ihm dadurch zustehende Geld“ an [ASHENDEN: „[...] Ich bezahle Ihnen die Summe“], aber der „Hairless Mexican“ lehnt ab und spricht von einer „Ehrensache“ [GENERAL: „Es seien mir Ehrensache...den Weg zu schaffen“].

Ashenden schlägt daraufhin vor, dass der „General“ allein weitergehen und dass Caypor bei ihm „hier warten“ solle, aber auf Bitten des „Generals“ hin [GENERAL: „Sie bitte bitte kommen mit mir, nicht wahr?“] und aufgrund der Caypor-Meinung, dass „der Weg ansonsten zu gefährlich sei“, setzen die beiden Männer die „Bergwanderung“ fort, während Ashenden mit dem Vorschlag zurückgelassen wurde, sie beide „vom Observatorium aus“ zu beobachten.

„A very bad dog!“...im Hotel scheint sich „Fritzchen“ nicht & nicht von der Zimmertür „trennen zu können“, was dazu führt, dass er von Mrs. Caypor von dort weggetragen und zu sich auf den Schoß geholt wird.

Allmählich bekommen aber auch „Mrs. Ashenden‘s Gesichtszüge“ eine sehr ernsthafte Note [was Hitchcock anhand brillanter Großaufnahmen von Madeleine Carroll’s „face“ verdeutlicht; Anm.], als würde sie sich „der Tragweite“ des Handelns plötzlich bewusstwerden.

Nach einer kleinen Rüge für den Hund [MRS. CAYPOR: „`Fritzchen`, wenn dein Herrchen nach Hause kommt, werd‘ ich ihm sagen, wie schlecht du dich benommen hast. Du weißt, was es dann gibt, nicht?“] wird dieser zurück auf den Boden gelassen und er läuft geradewegs wieder zu der Tür.

Carrington kann in der Folge der Bitte von Mrs. Caypor, mit der „Geografie-Aufgabe im Zusammenhang mit Berlin & München“ fortzufahren, nicht mehr nachkommen, da sie, wie sie meint, „too nervous“ dafür sei [ELSA CARRINGTON: „Ich fahre also auf der Stra...Verzeihen Sie, ich bin nervös“].

„Cut to...“...in dem besagten Observatorium blickt Ashenden derweilen durch ein Fernrohr und visiert damit den vermuteten „German Spy“ Caypor & den „General“ an, die beide vor einem Abgrund stehen [und der Blick durch das Fernrohr, den Alfred Hitchcock dem Zuschauer da präsentiert und der sozusagen die subjektive Perspektive von John Gielgud wiedergibt, ähnelt im Grunde abermals der „Pistolenlauf-Sequenz“ der Bond-Serie; // Anmerkung: Apropos „Bond“ II: „Spectre oder: „A license to kill is also a license not to kill“ oder: „A la muerte!“: „DR. MADELEINE SWANN LÉA SEYDOUX: „[...] Mein Name ist Dr. Madeleine Swann. Unsere Aufgabe heute ist die Analyse Ihrer Bedürfnisse, sowohl psychisch als auch physisch“ / „JAMES BOND 007 DANIEL CRAIG: „Hm, Sie kommen ja schnell zur Sache“ / DR. MADELEINE SWANN: „Ich hoffe, Sie sind einverstanden. Die Aussicht kann etwas ablenken“ / JAMES BOND 007: „Ist mir nicht aufgefallen“ / DR. MADELEINE SWANN: „Ich sehe, Sie haben das meiste schon ausgefüllt. Nur noch ein paar Fragen, um Ihre Evaluierung abzuschließen, wenn ich darf. Betätigen Sie sich körperlich?“ / JAMES BOND 007: „Wenn es sein muss“ / DR. MADELEINE SWANN: „Empfinden Sie Ihre Beschäftigung als psychologisch strapaziös?“ / JAMES BOND 007: „Manchmal“ / DR. MADELEINE SWANN: „Wie viel Alkohol konsumieren Sie?“ / JAMES BOND 007: „Zu viel“ / DR. MADELEINE SWANN: „Zum familiären Hintergrund? Standen Sie als Kind Ihren Eltern nahe, Ihrer Meinung nach?“ / JAMES BOND 007: „Meine Eltern starben, als ich noch klein war. [...] Helfen Sie mir. Wie endet eine Studentin aus Oxford und der Sorbonne, anerkannte Fachärztin und zwei Jahre lang bei `Ärzte ohne Grenzen`, an diesem Ort hier? Verzeihen Sie, aber man könnte annehmen, dass Sie sich vor etwas verstecken“ / DR. MADELEINE SWANN: „Sie bezahlen sehr viel Geld, um hier zu sein, Mr. Bond. Wer stellt die Fragen? Sie oder ich?“ / JAMES BOND 007: „Natürlich, fahren Sie fort“ / DR. MADELEINE SWANN: „Ich sehe, die letzte Frage ist unbeantwortet. Was machen sie beruflich?“ / JAMES BOND 007: „Tja, nichts, was auf einem Formular besonders gut aussehe“ / DR. MADELEINE SWANN: „Und warum nicht?“ / JAMES BOND 007: „Ich bringe Menschen um. ...Die Welt ist klein, oder? [...]“ (aus: Spectre; das Gespräch zwischen der „Ärztin & Tochter eines Killers“ Seydoux & dem „Doppelnull-Agenten & Killer“ Craig findet in einer hoch gelegenen Klinik in „Austria“ statt, deren Fenster den von Seydoux angesprochenen „Ausblick“ auf schneebedeckte Berge freigeben; diese „Doctor-Patient-Conversation“ bildet das erste Aufeinandertreffen des späteren „Liebespaares“ „James Bond & Madeleine Swann“) – nun, die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber Sam Mendes‘ Skyfall-Nachfolge-Bond-Film Spectre aus 2015 war für mich, wie ich in meinem Buch „Ein Quantum Bond“ (2019/20) ausführlich dargelegt habe, nie ein „überlanges“ oder „langweiliges“ 007-Epos, im Gegenteil, das Werk gehört sogar zu meinen „Lieblings-Bond-Filmen neueren Datums“; genauso wie ich persönlich die Schnelligkeit & Kürze von Ein Quantum Trost von 2008 schätze, so schätze ich die wunderbar melancholisch fotografierte, quasi virtuos mit Licht & Schatten spielende (Kamera: Hoyte van Hoytema), Langsamkeit & epische Länge von Spectre, der, und das kann/muss man in der Tat etwas kritisch betrachten, aus den Daniel-Craig-Bonds eine Art „Saga“ mit komplexen und teilweise „abenteuerlichen“, fast schon „Star Wars“-artigen familiären Verbindungen macht – „The dead are alive“ (das dem Film vorangestellte „Motto“, das die geniale „Día de Muertos / Día de los Muertos“-Szene in Mexiko einleitet); Spectre markierte, nach dem „düsteren, humorlosen Drama“ Skyfall, aber auch die Rückkehr zu einem „Bond-Movie artigeren Stil mit (nicht-albernem) Humor“, was bereits „in the beginning“ klargemacht wird, als es erfreulicherweise zu einem Comeback der „vertrauten“, klassischen „Opening Gunbarrel-Sequence“ kommt; darüber hinaus wird der „Bond-Fan“ mit einigen Hommagen an große Bond-Werke vergangener Tage „beglückt“, denn die Macher haben eindeutige „references“ an 007-Klassiker wie In tödlicher Mission (der Kampf im Helikopter zu Beginn in Mexiko), Feuerball (die Parade in Mexiko, die an die „Junkanoo“-Parade auf den Bahamas erinnert; der Spectre-Konferenzraum in Rom), Liebesgrüße aus Moskau (der „Train-Fight“, in dem es Craig & Seydoux, nach einer kurzen, gemeinsamen Tischkonversation über das Bond’sche Auftragskillerdasein & eventuellen „Alternativen“, mit dem Killer „Mr. Hinx“ David Bautista zu tun bekommen) oder Dr. No (das Hauptquartier Blofelds, the „villain’s lair“, „the secret hideout in the meteor crater“ sozusagen) eingebaut; „A license to kill is also a license not to kill“ („M“ Ralph Fiennes im Original zu seinem Geheimdienst-internen Antipoden „C“ Andrew Scott) – zum „Grundgerüst“ der Story: 007 geht zunächst in Mexiko-Stadt, ohne Autorisierung oder Wissen des MI6, einer Spur nach, auf die ihn seine ehemalige Chefin „M“ (Judi Dench) „after her death“ mittels Videobotschaft „geleitet“ hat („M“ Judi Dench in der besagten Videobotschaft: „Wenn mir etwas zustoßen sollte, 007, müssen Sie etwas für mich tun. Finden Sie einen Mann namens Marco Sciarra. Töten Sie ihn, und verpassen Sie nicht die Beisetzung“); Bond tötet Marco Sciarra (Alessandro Cremona) in Mexiko und rettet schließlich dessen Witwe Lucia (Monica Bellucci) in Rom vor den Handlangern einer Organisation, der Sciarra angehörte und die offenbar einen Ring mit einem Octopus-Symbol als Zeichen der Zugehörigkeit verwendet; die Spuren führen letztendlich zu dem ihm (sozusagen aus Casino Royale & Ein Quantum Trost) bekannten Mr. White aka „The Pale King“ (Jesper Christensen), der sich in Altaussee, Österreich, aufhält und dem Bond verspricht, bevor dieser eben, gezeichnet von einer Thallium-Vergiftung, Selbstmord vor Bond’s Augen begeht (finaler Kommentar von MR. WHITE: „Sie sind ein Flugdrachen in einem Hurricane, Mr. Bond. Leben Sie wohl“), seine Tochter, die Psychiaterin Madeleine Swann, zu beschützen; nach und nach offenbart sich das Bild einer Organisation namens „Spectre“, die für „terrorist attacks around the world“ verantwortlich ist und die von einem tot geglaubten Mann namens Franz Oberhauser (Christoph Waltz) geführt wird, mit dem 007 scheinbar aus Kindheitstagen verbunden ist; der nunmehrige „M“ (R. Fiennes) muss sich derweilen mit „C“ (agiert letztendlich wie in seiner Rolle als „Moriarty“ in der TV-Serie „Sherlock“: A. Scott), dem Vorsitzenden des „Joint Security Service“, herumschlagen („M“ im Original einmal zu „C“: „You’re a cocky little bastard, aren’t you?“), der das „Doppelnull-Programm“ abschaffen und sämtliche „Security Services“ der Welt sozusagen „fusionieren“ möchte, was ein gigantisches „Überwachungsmonster“ erschaffen würde (aus einer Unterhaltung zw. Fiennes & Scott im Büro von „C“, der „M“ soeben den Mitschnitt eines Telefon-Gesprächs von Bond mit „Eve Moneypenny“ Naomie Harris vorgespielt hat: „M“: „Sie überwachen MI6-Agenten?“ / „C“: „Wir überwachen jeden“); Bond & Swann reisen, wiederum einer zentralen Spur folgend, nach Tanger in Marokko und finden, nach einer turbulenten Zug-Reise, im Rahmen derer sie sich ihres unmittelbaren Verfolgers, des Spectre-Mannes Hinx (D. Bautista), entledigt sowie sich untereinander „emotional & körperlich angenähert“ haben (aus einem Seydoux-Craig-Dialog im Speisewagen des Zugs: MADELEINE SWANN: „Sie sollten nicht so starren“ / JAMES BOND 007: „Und Sie sollten nicht so aussehen“), Oberhauser’s geheimes Versteck „in the Moroccan desert“; dort stellt sich heraus, dass Oberhauser mittlerweile Ernst Stavro Blofeld heißt, dass „C“ (was für die Zuschauer nicht wirklich schwer zu „erraten“ war) in Wahrheit für ihn arbeitet und dass offenbar sämtliche „tragische Ereignisse“ in Bond’s Vergangenheit (also vor allem auch jene in: Casino Royale, Ein Quantum Trost & Skyfall) von Blofeld orchestriert wurden (BLOFELD zu 007: „Es hat sich ein hübsches Muster entwickelt. Du mischt dich in meine Welt ein, ich zerstöre die deine“); dem Duo Bond & Swann gelingt, nachdem Bond von Blofeld gefoltert wurde (Waltz zu Craig während der Folterszene mit „Mini-Bohrern“, die „007’s Schädel“ anbohren: BLOFELD: „Der Mann, mit dem du jetzt sprichst, der Mann, der in deinem Kopf sitzt, ist Ernst Stavro Blofeld“), die Flucht aus dem „Wüsten-Versteck“ und die beiden reisen nach London, wo 007, „M“, „Moneypenny“ sowie „Q“ (Ben Whishaw) & Tanner (Rory Kinnear) erfolgreich verhindern, dass das „Joint Security Service“ von „C“, den „M“ letztendlich persönlich eliminiert, fortan das Wissen sämtlicher Geheimdienste der Welt Blofeld’s Organisation „Spectre“ zuspielen kann; am Ende sieht der „British Assassin“ Bond aber davon ab, Blofeld zu töten (JAMES BOND 007 zu BLOFELD, der verletzt vor ihm, „on a bridge“, auf dem Boden liegt und ihn auffordert, es „zu Ende zu bringen“: „Keine Kugeln mehr. Und außerdem hab‘ ich noch was Besseres zu tun“), und zieht es stattdessen vor, dem MI6 den Rücken zu kehren, um mit Madeleine Swann im klassischen Aston Martin DB5 (Craig zu „Q“ Ben Whishaw in dessen „Werkstatt“: JAMES BOND 007: „[...] Ich brauch‘ nur noch eine Kleinigkeit“) „davonzurasen“...; „To liars...and killers...everywhere“ (im Original auf Französisch gesprochene Worte von „Madeleine Swann“ Léa Seydoux in Anwesenheit von „James Bond“ Daniel Craig in einem „Hotel Room“ in „Tangier“) – zunächst ist Spectre bekanntlich jenes Werk, in dem im Grunde die dritte große Liebesgeschichte innerhalbe der Bond-Serie präsentiert wird, nach jener zwischen Diana Rigg & George Lazenby in Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) und jener zwischen Daniel Craig & Eva Green in Casino Royale; und auch wenn, wie Sie sich vielleicht vorstellen können, Diana Rigg in der Rolle der melancholischen „Tracy“ für mich als „Bond-Girl oder -Woman“ „uneinholbar“ ist, so ist Seydoux’s „Madeleine Swann“ ein durchaus komplexer und interessanter Character und die Schluss-Szene, in der Craig und, wie man dann erst allmählich merkt, als die Sicht auf sie gleichsam „freigegeben“ wird und die Schauspielerin ja fast schon direkt in die Kamera blickt, Seydoux im DB5 sitzen, ist eine der besten und, wenn man so will, „charmantesten“ finalen Szenen der Bond-Geschichte; darüber hinaus haben Craig & Seydoux, ohne jetzt den künstlerischen Wert eines Bond-Films „künstlich in die Höhe zu schrauben“ oder zu „übersteigern“, im Tanger-Part des Films irgendetwas von „two lost souls“ aus dem Universum des Nordafrika-affinen US-Schriftstellers Paul Bowles an sich, der für literarische Meisterwerke wie „Himmel über der Wüste“ (1949) oder „So mag er fallen“ (1953) verantwortlich war (Dialog zw. „Bond“ & „Swann“, nachdem die beiden bei einer kleinen „train station“ in der marokkanischen Wüste ausgestiegen sind und bevor sie dann von einem Spectre-Handlanger mit einem Rolls Royce abgeholt werden: JAMES BOND 007: „Das könnte länger dauern. Willst du’s dir nochmal überlegen?“ / MADELEINE SWANN: „Ist jetzt zu spät“); aber auch, wenn am Ende von Spectre007“ sozusagen, vorübergehend & bis Keine Zeit zu sterben (2020/21), die Waffen niederlegt und seine „Lizenz“ nicht zum Töten verwendet, so sind es vor allem die Szenen, in denen Craig „in Action“ ist, als „Killer in Diensten des MI6“ agiert, die besten des gesamten Films, und vor allem die Mexiko- & Rom-Szenen sind in diesem Zusammenhang exquisit; die „Mexico-City-Vortitel-Sequenz“, die vor dem Hintergrund der „Tag der Toten“-Feierlichkeiten stattfindet und in der Craig zu Beginn mit einem „Knochen-Anzug“ und einer „Totenschädel-Maske“ auftritt, bis er sich dieses Anzuges sowie der Maske in einem Hotelzimmer in Begleitung der schönen Mexikanerin „Estrella“ (Stephanie Sigman) entledigt, das Zimmer dann über das Fenster verlässt (007 zu ESTRELLA: „Bin gleich wieder da“), um „Marco Sciarra“ im wahrsten Sinne des Wortes „ins Visier“ zu nehmen, ist einfach „stunning“ und eine „Pre-Title-Sequence“ im allerbesten „James-Bond-Film-Sinn“; zu den Mexiko-Highlights, die dann noch folgen, zählen, für mich persönlich, zum einen jener Moment, in dem Craig, als das Gebäude, in dem sich „Sciarra“ befand, durch eine Explosion einstürzt, bei seinem eigenen dadurch ausgelösten Absturz sicher auf einem herumstehenden Sofa landet, sowie, zum anderen, jener Moment, als ganz kurz Monty Norman’s legendäres „James Bond Theme“ erklingt, nachdem Craig „Marco Sciarra“ & den Piloten aus „Sciarra’s“ „Flucht-Helikopter“ befördert und den besagten Helikopter dann über der verkleideten, mittlerweile in Panik geratenen „Día de Muertos“-Menschenmenge wieder „in eine gerade Position“ gebracht hat; natürlich ist die Altaussee-Location, in der man Daniel Craig, mit Haube, auf einem Boot fahrend sieht, „für einen Österreicher“ faszinierend, aber der ungleich längere Rom-Teil von Spectre, der vor den Altaussee-Szenen platziert ist, sticht sogar den spektakulären Mexico-City-Part aus, denn alles daran ist schlichtweg „magnificent“: das Begräbnis von „Marco Sciarra“, die anschließenden Szenen in der „Sciarra Villa“, das geheime Treffen von „Spectre“ und dieser großartige, atmosphärische, regelrecht epische, aber auch mit Humor versehene „car chase“ durch die Straßen von Rom, an dessen Ende Craig den Aston Martin DB10, der eigentlich „für 009“ gedacht war, in den Tiber steuert, aber nicht ohne sich zuvor selbst per Schleudersitz und per Fallschirm aus dem Auto zu befördern – „Guten Abend“ (Craig zu einem römischen Müllmann, als er mit dem Fallschirm sicher auf der Straße landet und sich anschließend von diesem „lässig“ mit einem Handgriff befreit); nun, die Begräbnis-Szene mit der „Sciarra-Witwe“ „Lucia“ Monica Bellucci ist innerhalb dieser „Highlight-Szenen in Rom“, rein objektiv betrachtet, vielleicht das größte Highlight, denn diese ist irgendwie „chilling“, regelrecht mysteriös geraten, und die Unterhaltung zwischen Craig & Bellucci, nachdem fast alle Spectre-Männer inklusive „Blofeld“ Christoph Waltz, von dem die Zuschauer an der Stelle lediglich den Hinterkopf präsentiert bekommen haben, verschwunden sind, zählt sicherlich mit zu den besten Dialogen des gesamten Films (JAMES BOND 007: „Mein herzliches Beileid“ / LUCIA SCIARRA: „Sie kannten meinen Mann?“ / JAMES BOND 007: „Leider nur flüchtig“ / LUCIA SCIARRA: „Was machen Sie beruflich?“ / JAMES BOND 007: „Lebensversicherungen“ / LUCIA SCIARRA: „Das ist etwas zu spät“ / JAMES BOND 007: „Für Ihren Ehemann schon. Aber was ist mit Ihnen?“ / LUCIA SCIARRA: „Mir?“ / JAMES BOND 007: „Ich höre, die Lebenserwartungen mancher Witwen können mitunter sehr kurz sein“ / LUCIA SCIARRA: „Wie können Sie das nur sagen? Sehen Sie nicht, wie tief ich trauere?“ / JAMES BOND 007: „Nein“); „Na endlich mal ein Neben-Bond-Girl, das am Leben bleiben darf und nicht den Weg von `Solange` aus Casino Royale oder `Strawberry Fields` aus Ein Quantum Trost geht“, denkt man sich da: Bellucci (Jahrgang 1964) war, um das auch zu erwähnen, damals, zum Zeitpunkt der Spectre-Dreharbeiten, 50 und löste somit Honor Blackman als die älteste „Bond-Woman“ ab, die im „Goldfinger“-Jahr 1964 bereits 39 Jahre alt und eben fünf Jahre älter als Sean Connery war; die besagten „Höhepunkte“ zwischen Craig (Jahrgang 1968) und dem seinerzeitigen „oldest Bond-Girl“ Bellucci gehen dann, „after the funeral“, gleich in der Villa von „Sciarra“ weiter, mit einer überaus gelungenen Mixtur aus „tragisch“ & „sexy“, wenn man das so ausdrücken will; toll ist vor allem auch jenes Segment, in dem „die Witwe“ die „mansion“ betritt, zu „schwermütiger“ Opern-Musik („Cum Dederit (Andante) [Nisi Dominus (Psalm 126), R.608]“ von Antonio Vivaldi), und plötzlich, als sie im Freien auf dem Grundstück in der Nähe des Swimmingpools steht, zwei Spectre-Killer hinter ihr auftauchen, die sie sozusagen auch „von hinten“ exekutieren wollen, was aber wiederum Craig verhindert, der die beiden „assassins“ dann persönlich „hinterrücks“ erschießt – vielleicht eine meiner Lieblingsszenen innerhalb der Craig’schen Bond-Ära; die Dialoge in der Villa, die letztendlich „to a kiss and sexual intercourse between 007 & Lucia“ führen, welcher er schließlich von seinem CIA-Kollegen „Felix Leiter“ (der im Film allerdings lediglich erwähnt wird und nicht persönlich auftritt) in Sicherheit bringen lässt, sind ebenfalls allesamt „wert, zitiert zu werden“, wobei der Hinweis auf die Profession von „Lucia’s Ehemann Marco“ wohl den witzigsten „text“ bietet: LUCIA SCIARRA: „Sie haben ihn umgebracht, oder etwa nicht, meinen Mann?“ / JAMES BOND 007: „Er war ein Attentäter. Glauben Sie mir, er hat es nicht persönlich genommen“ (Copyright: Spectre)].

Der Blick durch das Teleskop macht deutlich, dass sich Caypor & der „General“, der, wie eigentlich schon die ganze Zeit über während der Bergwanderung, eine Zigarette im Mund hat, angeregt unterhalten.

Als der „General“ Caypor, „freundschaftlich“, auf den Arm klopft... „Cut to“ ...beginnt „Fritzchen“ im Hotelzimmer zu winseln und noch intensiver an der Tür zu kratzen, was endgültig auch Mrs. Caypor „alarmiert“ [MRS. CAYPOR: „Was hat `Fritzchen` nur? So hat er sich doch noch nie benommen. Jetzt frage ich mich, ob...“].

Zurück zum Observatorium, wo Ashenden wieder durch das Teleskop blickt und...diesmal beobachtet, wie der „General“ bereits seine rechte Hand in Richtung Caypor führt, der dem „Assassin“ den Rücken zugedreht hat [Anmerkung: „Secret Agents“: Teil 13: „Der vielleicht ungewöhnlichste Killer in der Geschichte von Mit Schirm, Charme und Melone: `Steed Makes the Sparks Fly, Emma Gets Switched On`: „JOHN STEED PATRICK MACNEE: „Ich habe gerade ein elektrisierendes Erlebnis überlebt und ich schildere Ihnen alle Einzelheiten. [...] Ich fuhr die Straße entlang und dachte an nichts Böses, atmete die köstliche, aromatische Landluft, überdachte die Herrlichkeiten Englands zur Sommerzeit...“ / „EMMA PEEL DIANA RIGG: „Sie fuhren die Straße entlang?“ / JOHN STEED: „Als ich einen Lieferwagen bemerkte, der mir folgte“ / EMMA PEEL: „Der mit den Türen, die `zurückschlagen`?“ / JOHN STEED: „[...] Wie auch immer. Es war eine heikle Angelegenheit. Der Wagen funktioniert noch, aber alle Instrumente sind kaputt, sogar der Höhenmesser“ / EMMA PEEL: „Das macht nichts. Wenn Sie irgendwann mal über den Wolken der Sonne entgegenfahren, merken Sie’s auch so. [...]“ (aus der „The Avengers“-Episode „The Positive Negative Man“ [OT]; „Steed under Attack“: Macnee berichtet Rigg, in der Wohnung von „Mrs. Peel“, davon, dass er „on the road“ gerade Opfer einer „merkwürdigen Attacke“ geworden sei, wobei der potenziell tödliche „Angriff“, der von dem besagten Lieferwagen aus gestartet wurde, sämtliche Instrumente seines Wagens zum Erliegen gebracht hat, welcher dann nur durch ein geschicktes Fahrmanöver seinerseits, das ihn in einen „kleinen Fluss am Straßenrand“ geführt hat, zum Stillstand gebracht werden konnte) – Tja, „Nothings last forever / Of that I’m sure“, heißt es da in dem Song „Same Old Scene“ der britischen Band Roxy Music aus dem Jahr 1980, und obwohl „John Steed“ Patrick Macnee zu „Emma Peel“ Diana Rigg im „Epilog“ der Mit Schirm, Charme und Melone-Episode „Der totbringende Anzug“ (1967), die durchaus zu meinen „favorites“ innerhalb der Emma-Peel-Farbstaffel zählt, meint: „Entspannen Sie sich, Mrs. Peel, jetzt sind wir unzertrennlich“, so war dann doch nach drei weiteren Episoden, nämlich „Willkommen im Dorf des Todes“ & „Haben Sie’s nicht ein bisschen kleiner?“ (beide 1967) sowie „Auf Wiedersehen, Emma“ (1968), Schluss mit der „exceptional partnership“ des legendären „Agenten-Duos“, und bekanntlich zog es Diana Rigg, die eben nicht zu einer Verlängerung ihres Mit Schirm, Charme und Melone-Vertrages überredet werden konnte, „like“ Honor Blackman „some years before“, ebenfalls in Richtung James-Bond-Serie; ähnlich wie bei „Murdersville“, „Mission – Highly Improbable“ und „The Forget-Me-Knot“, so eben die originalen Titel der besagten finalen „The Avengers“-Folgen mit Rigg, ist im Grunde auch in der „schrägen“, aber durchaus intensiven, visuell ansprechenden sowie vor allem auch spannenden Episode „The Positive Negative Man“ eine gewisse „Emma-Peel-Müdigkeit“ bei der „actress“ zu spüren, ein wenig wie, und das habe ich ja wahrlich auch mehrfach „in den letzten Jahren“ erwähnt, bei Sean Connery in Man lebt nur zweimal (1967); nun, „Der todbringende Anzug“ (ein im Übrigen nicht sonderlich gelungener deutscher Titel) ist eine sehr „filmische“ TV-Episode geworden, die durchaus „Kino-Qualitäten“ besitzt und in der die Macher (Regie: Robert Day / Drehbuch: Tony Williamson / Kamera: [wiederum] Ernest Steward) mehr auf „die suggestive Macht der Bilder“ als auf den Dialog gesetzt haben, was bekanntlich in die Kategorie „Womit Alfred Hitchcock seine Freude gehabt hätte“ fällt; „What are you, AC or DC?“ (in der Originalfassung innerhalb des besagten „Epilogs“ gestellte Frage von „Emma Peel“ an „John Steed“, der, „for some reasons“, offenbar „magnetically attached to his car“ ist; kurz darauf kommt es zu dem erwähnten „We’re inseparable“-Sager von Macnee gegenüber Rigg, als diese dann, weil sie seine Hand anfasst und ihm helfen will, ebenfalls „magnetisch“ an ihn gebunden ist) – zu den Ausgangspunkten der Story: Ein Mann, dessen Gesicht mit grüner Schminke bedeckt ist und der Gummistiefel trägt, betritt das Büro eines Wissenschaftlers, Dr. Charles Gray (Bill Wallis), und tötet diesen mit einem Stromschlag (ausgehend von einem Metallteil auf dem Zeigefinger seiner Hand – eine Hommage an einen Character aus der S/W-Folge „Die Nacht der Sünder“), woraufhin der „dead scientist“ praktisch „in der Wand“ seines Büros landet, in dieser regelrecht „feststeckt“ (Kommentare von Macnee & Rigg, als sie den Tatort untersuchen: JOHN STEED: „Außerordentlich“ / EMMA PEEL: „Um einen solchen Abdruck zu hinterlassen, müsste er 10 Tonnen gewogen haben und 100 Meilen pro Stunde draufgehabt haben. [...]“ / JOHN STEED: „Es gibt keine plausible Erklärung dafür“ / EMMA PEEL: „Nun, was immer es war, es war ziemlich scheußlich“); von Cynthia Wentworth-Howe (amüsant: Caroline Blakiston), ihres Zeichens „Oberste Geheimsekretärin des Ministers“ (CYNTHIA WENTWORTH-HOWE zu „Steed & Peel“: „Wir sind hier in vier Stufen eingeteilt. `Vertraulich`. `Geheim`. `Streng geheim` und `Oberst-Geheim`. [...] Mein größtes Bestreben ist, in die allerhöchste Kategorie vorzustoßen: `Zugeknöpft`. Der Gipfel der Geheimhaltung. Keine Silbe darf weitergegeben werden, ohne vorher geprüft, gezählt und vorher für unbedenklich erklärt worden zu sein. [...]“), erfahren die Agenten, dass Gray an einer streng geheimen Neuentwicklung fürs Ministerium gearbeitet hat; die wissenschaftlichen Unterlagen, die in einem verschlossenen Aktenschrank deponiert und die einem mittlerweile offiziell eingestellten Projekt namens „Projekt 90“ zugehörig waren, werden jedoch „verbrannt“ vorgefunden; Mrs. Peel sucht daraufhin die Firma von Maurice Jubert (Sandor Elès) auf, einem ehemaligen Beteiligten an dem besagten „Projekt 90“, doch sie sieht sich mit der Leiche des Wissenschaftlers konfrontiert, die wiederum gleichsam „in the wall“ steckt, wobei Jubert’s Sekretärin (verkörpert von der „The Avengers“- sowie Simon-Templar-erfahrenen Joanne Dainton), die von dem „Assassin“ lediglich in Ohnmacht versetzt wurde, Peel von einem „komischen, raschelnden Geräusch“ berichtet, das sie gehört hat, als der Mörder aufgetaucht ist; währenddessen untersucht Steed das Gelände des „Risely Dale Electronic Research Laboratory“, wo er den blauen Lieferwagen des „High Voltage Assassin“ entdeckt; als Steed das Fahrzeug berührt, erhält er einen Stromschlag, der ihn „ausknockt“; Mrs. Peel trifft dann ebenfalls in „Risely Dale“ ein und erfährt von ihrem „wiedererwachten“ Partner, dass auch er „ein seltsames Geräusch“ gehört hat (Kommentar von EMMA PEEL: „Maurice Jubert’s Sekretärin hat es auch gehört. Sie weint jetzt sicher um ihn. Er ist tot“); da Spuren von Make-up auf einer Tür innerhalb des Geländes zu finden sind, wird kurz in Erwägung gezogen (der Zuschauer hat in diesem Zusammenhang aber einen Wissensvorsprung und weiß es sozusagen von Anfang an besser), dass der Mörder eine Frau sein könnte (EMMA PEEL: „Steed, könnte es eine Frau gewesen sein, die Sie niedergeschlagen hat? Make-up, ein billiges, fettiges Make-up“ / JOHN STEED: „Vielleicht haben wir es mit einem schmierigen Kunden zu tun“); wenig später treffen die beiden innerhalb des Geländes auf den mittlerweile in den „Zwangsruhestand“ versetzten Dr. Creswell, der einst der Hauptverantwortliche für „Projekt 90“ war, bei dem es um „Hochfrequenzelektronik“ ging und bei dem versucht wurde, Hochfrequenzströme über Radiowellen zu senden, sogenannte „Radio-Power“ zu erzeugen; Creswell sieht einen gewissen James Mankin (Peter Blythe) in Verantwortung dafür, dass das Projekt gescheitert ist, während Mankin die Lage umgekehrt beurteilt (JAMES MANKIN zu JOHN STEED: „[...] Wenn wir die Zeit gehabt hätten, es weiterzuentwickeln, könnten wir alles damit speisen. Autos, Flugzeuge, ganze Städte. Aber Creswell hat nicht daran geglaubt, er hielt es für Spielerei. [...]“), wobei Mankin kurze Zeit darauf, bei Nachforschungen auf dem „Risely Dale“-Gelände, ebenfalls Opfer der „Power“ des „Positive Negative Man“ wird...; „Ah, it’s you, my shocking friend. I hate to tell you but I think you’re losing your power“ (Diana Rigg, gefesselt auf einem Tisch liegend, zu dem von Michael Latimer durchaus „spooky“ dargestellten „Positive Negative Man“, der aber lediglich im Auftrag des „Evil Mastermind“ unterwegs ist, welcher sich letztendlich „an der britischen Regierung rächen“ und diese stürzen möchte, und das eben mittels „waffenfähiger `Radio-Power`“) – wie gesagt, „Der todringende Anzug“ stellt eine durchaus „Kino-taugliche“ Mit Schirm, Charme und Melone-Folge dar, in der vor allem auch die Tendenz der Macher auffällt, in nicht wenigen Szenen Rigg’s Beine in den Mittelpunkt zu stellen, und das eben anhand kurzer 60s-Kleider, und die „Offensichtlichkeit“ dieses Ansinnens erinnert einen, zumindest mich persönlich, ein wenig an die „eindeutige Tendenz“ des Hitchcock-Freundes & -Kollegen François Truffaut, in seinem Film Tisch und Bett (1970; gehört zum Antoine-Doinel-Zyklus) vermehrt die Beine seiner Hauptdarstellerin Claude Jade in den Fokus der Kamera & der Aufmerksamkeit zu rücken; die „Dialog-Armut“ der Episode wird durch atmosphärische Bilder sowie durch einen virtuosen Schnitt, der gekonnt „Momente der Suspense“ liefert, quasi „kompensiert“, wobei vor allem die „Streifzüge“ von Macnee, Rigg oder von „Mankin“ Peter Blythe über das Gräser-reiche „Risely Dale“-Gelände, die dann in mitunter tödlichen Attacken des „Positive Negative Man“ enden, „atmospheric suspense“ erzeugen; toll ist auch jene Szene, in welcher der „Positive Negative Man“, nachdem „Mrs. Peel“ zuvor noch „Steed“ ihre „Research“-Ergebnisse bezüglich einer Make-up-Probe am Telefon mitgeteilt hat, die klarmachen, warum der ungewöhnliche „Assassin“ selbst vor dem tödlichen Strom, den er „von sich gibt“, geschützt ist, bei „Mrs. Peel’s“ Wohnung auftaucht, um sie von dort zu entführen; Rigg’s Gesicht zeigt hier nämlich, was eher selten in der Serie vorkam, Anflüge „echter Angst“, und ihr „face“ verschwindet dabei, da die Anwesenheit des „Positive Negative Man“ zu Ausfällen von Glühbirnen führt, beim Zurückweichen vor dem Eindringling in der relativen Dunkelheit der Wohnung, bevor sie gleichsam „in die Ohnmacht elektrisiert wird“ und weggetragen – definitiv eine der stärksten Szenen der gesamten Farbstaffel!; auch Michael Latimer ist als grüngeschminkter „`unusual` Auftragskiller“ überzeugend, zum Teil echt „gruselig“, und Rigg liefert sich, sozusagen „nach der Entführung“, mit dem „tödlichen Power-Man“ einige interessante Dialoge (POSITIVE NEGATIVE MAN: „Meine Brustmuskeln sind vielleicht nicht ideal*, Mrs. Peel. Aber ich bin der dynamischste Mann, dem Sie je begegnet sind. Hören Sie, Power, Radio-Power. 25.000 Volt, die mich durchströmen, gespeist von Radio-Wellen. Sie machen mich zum mächtigsten Mann der Welt, zum unumschränkten Herrscher“ / EMMA PEEL, die gefesselt auf einem Tisch liegt: „Keine Angst, dass eine Sicherung durchbrennt?“ / POSITIVE NEGATIVE MAN: „[...] Ich bin umhüllt von einer unvorstellbaren Kraft. Der Kraft von 25.000 Volt und ich kann töten, brennen, vernichten. Ich bin ein Superman“; *Rigg hatte die Brustmuskeln des „Positive Negative Man“, nachdem dieser vom „Evil Mastermind“ mit der Bezeichnung „Superman“ versehen wurde, als „nicht sonderlich perfekt“ tituliert); eine witzige Nebenfigur ist auf jeden Fall die von Caroline Blakiston verkörperte „Oberste Sekretärin des Ministers Cynthia Wentworth-Howe“, die nicht nur wichtige Schlüssel zu diversen Laden & Schränken mit Geheimakten etc. in den „silk stockings“, die sie trägt, aufbewahrt (EMMA PEEL in diesem Zusammenhang ironisch zu JOHN STEED, der einen dieser Schlüssel von der „secretary“ erhalten hat, um einen Aktenschrank zu öffnen: „[...] Vergessen Sie nicht, den Schlüssel zurückzugeben“), sondern im Laufe ihrer Karriere eben noch die oberste Geheimhaltungsstufe, also: den Status „zugeknöpft“, erreichen möchte und die „Steed“, während „Wentworth-Howe“ in ihrer Freizeit gerade beim Angeln ist, beeindrucken kann, indem er sich als Inhaber einer „Roten Karte“ ausweist (CYNTHIA WENTWORTH-HOWE: „[...] Rote Karten sind so selten wie ein Lachs in der Bond-Street, Mr. Steed“), die ihm „access“ zu „All Ministry Files Class A3-C7“ gewährt (Reaktion von CYNTHIA WENTWORTH-HOWE, nachdem er ihr die besagte „card“ präsentiert hat, die eben vollen Zugang zu den geheimsten Akten gewährt: „Steed, wenn ich das geahnt hätte...“); unterm Strich bleibt in Bezug auf „The Positive Negative Man“ in jedem Fall der eingangs erwähnte Umstand: „One of my favorite `The Avengers` in Color“-Episoden mit einem „real deadly assassin to remember“].

Ashenden würde am liebsten vom Observatorium aus das Ganze verhindern [ASHENDEN, zu sich selbst, mit dem Blick „through the telescope“: „Achtung, Caypor! ...Um Gottes Willen!“], was allerdings vergeblich ist... „Look out, Caypor! ...For God’s sake!“.

Ohne durch das Teleskop blicken zu müssen, ist vom Observatorium aus deutlich zu erkennen, dass „dort draußen, beim schneebedeckten Abgrund“ nur mehr eine Person steht [Anmerkung: Die Szene ist von Hitchcock auch auf der Ebene des Tones wahrhaft meisterhaft gestaltet, denn das „trauernde Winseln“ des Hundes „Fritzchen“ hört man, nach dem Mord an seinem Herrchen, bereits im Observatorium, als noch John Gielgud’s Gesicht in Großaufnahme beim Teleskop zu sehen ist, und dann auch, als man in einer Totalen, die gleichsam „hinaus durchs Fenster auf die Bergwelt blickt“, die „übriggebliebene“ Figur, also: den „General“ Peter Lorre, in der Ferne bei dem besagten „Abgrund“ erkennen kann, den „Caypor“ hinuntergestoßen wurde].

Im Hotelzimmer hat sich „Fritzchen“ bereits, mit einer Art „Dauerwinseln“, seinem „Frauchen“ zugewandt und Mrs. Caypor spürt instinktiv, dass ihrem Ehemann etwas zugestoßen ist. „She seems to be starting to cry“ und „Elsa“, die plötzlich ebenfalls „affected, shocked by the murder“ wirkt, legt sozusagen ihr eigenes Gesicht in ihre Hände.

Nach einem Zeitsprung. Auf einer Bühne tanzt eine Schweizer Volkstanzgruppe zu den Gesängen & der Musik von Schweizer „Volksmusikanten“ [eines dieser besagten „`Swiss`-typischen Elemente“, die Hitchcock, so wie er gegenüber Truffaut äußerte, in Geheimagent eingearbeitet hat, um ein „Schweiz-Feeling“ zu erzeugen; Anm.].

Die Darbietung geht in einem Gasthof über die Bühne und an einem der Tische sitzen Richard Ashenden & Elsa Carrington mit ernsten Mienen, wobei das Letzte, was sie zu interessieren scheint, die enthusiastische „Performance“ der Volkstanzgruppe ist.

„You’re very quiet tonight“...Ashenden, der die Weingläser nachfüllt, fragt seine Begleiterin, die ihn kaum ansieht, warum sie denn „heute Abend“ so still sei [Nachsatz von ASHENDEN: „[...] Was haben Sie denn? [...]“].

„Elsa“ hält ihr Schweigen aber weiterhin aufrecht. Während die „Volkstanzgruppe“ offenbar zur Höchstform gelangt, taucht der „General“ auf, dem der „Secret Agent“ zuwinkt. Er küsst, beim Tisch angelangt, der tatsächlich etwas „teilnahmslos & nachdenklich“ wirkenden „Elsa“ die Hand.

Nachdem er sich gesetzt hat, will Ashenden wissen, ob die Polizei etwas bezüglich „the late Mr. Caypor“ gesagt hat [Antwort des GENERALS: „Perfectamente. Perfectamente. Vollkommener Unfall. Sehr, sehr traurig, aber nicht zu vermeiden. Bedauernswerter Gentleman“; // Anmerkung: „Secret Agents“: Teil 14: „Ein Quantum Trost – Daniel Craig als `Ruthless Killer Machine` wie Peter Lorre oder: `Someone that you think that you can trust is just another way to die`“: „CAMILLE MONTES OLGA KURYLENKO: „Sie haben etwas erschreckend Effizientes an sich“ / „JAMES BOND 007 DANIEL CRAIG: „War das ein Kompliment?“ (aus: Ein Quantum Trost; das „Haupt-Bond-Girl“ Olga Kurylenko macht „007“ Daniel Craig in La Paz, Bolivien, eine Art „Kompliment“, und diese Aussage über „erschreckende Effizienz“ könnte das Agieren von Craig’s James Bond, zumindest in Casino Royale & eben Ein Quantum Trost, wohl nicht besser beschreiben; der Dialog läuft ab, als die beiden gerade in der Nacht mit einem „car“ aufbrechen, nachdem sie eine ominöse Veranstaltung besucht haben, auf dem sich der „main villain“ „Dominic Greene“ befunden hat) – für viele Fans & Kritiker stellte Marc Forster’s „Quantum of Solace“ (OT) aus dem Jahr 2008, vor der „Wiedergutmachung“ mit dem Bond-Mega-Blockbuster Skyfall (2012), eine Art „tiefen Fall“ gegenüber dem „007-Meisterwerk“ Casino Royale dar, das eine ganz neue „Besucher-Schicht“ für die Film-Serie erschlossen und auch Kinogeher überzeugt hatte, die nicht „ausgewiesene 007-Fans“ wie ich sind; die „Diskrepanz“ zwischen dem „episch“ anmutenden Casino Royale und dem Bond-Movie mit der kürzesten Laufzeit (lediglich 102 [DVD-]Minuten), den „Quantum of Solace“ nun mal darstellt, wurde, rein qualitativ betrachtet, von „many people“ mit der „Diskrepanz“ zwischen dem weitgehend als gelungen angesehenen Dalton-Debüt Der Hauch des Todes sowie dessen „ungeliebten, ziemlich harten, als `Un-Bondish` betrachteten“ Nachfolger Lizenz zum Töten verglichen; die Bond-Serie im Allgemeinen hat sich ja tatsächlich zuweilen an gewissen „filmischen Tendenzen“ orientiert, die gerade „en vogue“ waren, man denke da nur an den eindeutig vom Blaxploitation-Kino der frühen 70er beeinflussten Moore-Einstand Leben und sterben lassen (1973), der, wie ich bereits in meinem „Ein Quantum Bond 1“-Projekt verdeutlicht habe, zu meinen Lieblings-Bond-Movies zählt, oder an den „Weltraum-geneigten“ Moonraker – Streng geheim (1979), der definitiv dem Erfolg von George Lucas‘ „Star Wars“-Film aus `77 „geschuldet“ war; „There’s something horribly efficient about you“, lautet die Originalaussage von Olga Kurylenko (die, „by the way“, aus der Ukraine stammt) bezüglich der Craig’schen Bond-Figur, und manche sahen in Ein Quantum Trost auch einen Versuch der 007-Macher, „James Bond“ zu „Jason Bourne“ zu machen, wobei ich selbst bei „Quantum of Solace“ nie den Eindruck hatte, ein „viel zu schnell & konfus geschnittenes“ „Jason Bourne“-Imitat zu betrachten, in dem die Ikone „James Bond“ nicht mehr „sie selbst“ ist und Daniel Craig zwanghaft versucht, Matt Damon’s tatsächlich ebenfalls etwas „Maschinen- & Berserker-artiges Agieren“ nachzuahmen; wie auch immer: die einstige angeblich schlecht „getaktete“ sowie „much too dark or gloomy“ geratene „Bond-Enttäuschung“ Ein Quantum Trost sehe ich, mittlerweile, zumindest in meinen persönlichen „JB-Top-Ten“, und die ebenfalls zuweilen als „incomprehensible“, als: „unverständlich, undurchschaubar“, titulierte Autoverfolgungsjagd im Rahmen der Vortitelsequenz, in der Craig, na ja, im Grunde den Vater seiner späteren Freundin „Madeleine Swann“ im Kofferraum hat, verursacht mir bei jedem Betrachten beinahe „goose flesh“, wie überhaupt der gesamte Film, „for me personally“, um es in Anlehnung an eine Connery-Aussage in Goldfinger zu sagen, etwas „shocking“ ist, aber eben „positively shocking“ und nicht „unnötig brutal“ oder dergleichen; „Und Bond. Wenn Sie nicht gleich jeden Verdächtigen umbringen, wäre ich Ihnen zutiefst verbunden“ / „Ja, Ma’am. Ich tu mein Bestes“ (Dialog zw. der Chefin „M“ Judi Dench & ihrem Agenten „Bond“ Daniel Craig am Telefon; Dench mahnt Craig, der in einem Wagen auf Haiti herumkurvt, von ihrem Londoner Büro aus, nicht gleich „every possible lead“ zu töten) – zu den Grundzügen der Story, in der es „007“ um „ein Quantum an Trost“ für die dramatischen Ereignisse rund um „Le Chiffre“ & für den Verrat und Tod von „Vesper Lynd“ in Casino Royale geht: Ähnlich wie in einer Art „Fortsetzung“ des Vorgängers Casino Royale setzt die Handlung unmittelbar nach dem Ende des Craig-Debüts ein und Bond bringt den von ihm persönlich angeschossenen und somit verletzten Mr. White (Jesper Christensen) zu „M“ ins italienische Siena, wo White aber, nachdem er von einer „weitverzweigten“ kriminellen Organisation gesprochen hat, durch „M’s“ persönlichen Leibwächter Craig Mitchell (Glen Foster), der sich als „double agent“ entpuppt, zur Flucht verholfen wird; Bond verfolgt Mitchell und tötet ihn; MI6-„Employees“ finden sehr bald eine Verbindung Mitchells nach Port-au-Prince in Haiti; dort stößt 007 in einem Hotelzimmer auf Edmund Slate (Neil Jackson), den Verbindungsmann von Mitchell, mit dem sich Bond einen (beinahe 80s-Actionfilm-artigen) brutalen Kampf liefert, bevor er Slate liquidieren kann; es stellt sich heraus, dass Slate den Auftrag hatte, Camille Montes zu töten, die Geliebte eines gewissen Dominic Greene (hat was von einem gefährlichen „Terrier“ an sich: Mathieu Amalric), seines Zeichens Unternehmer und Chef von „Greene Planet“, welcher sich, offiziell zumindest, für den Umweltschutz stark macht; im Rahmen einer kurzen Autofahrt mit Montes, bei der sich Bond als Edmund Slate ausgibt und bei der die beiden offensichtlich verfolgt werden (CAMILLE MONTES, angesichts eines Verfolgers auf einem Motorrad: „Ein Freund von Ihnen?“ / JAMES BOND 007: „Ich hab‘ keine Freunde“), teilt 007 Camille mit, dass Greene sie offenbar „dauerhaft loswerden“ möchte; Bond, der sich dann gezwungen sieht, das Montes-Auto zu verlassen, weil diese sich mit einer Schusswaffe gegen den „Auftragskiller Slate, der da offenbar neben ihr im Wagen sitzt“ zur Wehr gesetzt hat, rettet wenig später Camille, die offenbar dem bolivianischen Geheimdienst angehört, vor dem sich im Exil befindlichen bolivianischen General Medrano (auch gleichsam „körperlich bedrohlich“: Joaquín Cosío), dem sie quasi von Greene überlassen wird und der offenbar Montes‘ gesamte Familie auf dem Gewissen hat; und Medrano, der mit Greene’s Hilfe die Macht in Bolivien anstrebt, ist also das Ziel von Camille’s Racheplänen und der Grund, warum sie sich Greene genähert hat; Bond folgt Greene, der offenbar, sehr zum Unmut von Felix Leiter (Jeffrey Wright), auch mit der CIA und dem Sektionsleiter für Südamerika, Gregg Beam (David Harbour), zwecks angeblicher Ölvorkommnisse in Bolivien kollaboriert, nach Bregenz, Österreich, wo 007 Zeuge eines „Meetings“ hochrangiger Mitglieder von White’s Organisation namens „Quantum“ während einer „Tosca“-Aufführung wird (Kommentar des im Publikum sitzenden MR. WHITE, nachdem Bond sich in den Funkverkehr der „Quantum“-Leute eingeschalten hat und diese nun fluchtartig aufstehen und den Saal verlassen: „Tja, `Tosca` ist nicht für jedermann“); da Bond in Bregenz und sozusagen am Rande der Aufführung auch den Tod des Leibwächters eines ebenfalls „Quantum“ zugehörigem Beraters des britischen Premierministers verursacht hat, wird er von „M“ nach London zurückbeordert (Dialog zw. Dench & Craig via Telefon: „M“: „Bond, Sie haben in Bregenz einen Mann getötet“ / JAMES BOND 007: „Ich war bemüht, es zu vermeiden“ / „M“: „Sie haben ihn einfach erschossen und vom Dach geworfen. Das ist nicht unbedingt zurückhaltend. Besonders, da er ein Agent des SIB* war. [...] Sie müssen herkommen“; *im Original: „Special Branch“), aber Bond missachtet den Befehl und mit der Hilfe von René Mathis (der vom MI6 in Casino Royale gegen Ende fälschlicherweise als möglicher Verräter & Le-Chiffre-Kollaborateur betrachtet wurde; Anm.) reist er nach Bolivien, wo Greene längst ein korruptes Netzwerk aufgebaut hat, um Medrano, im Austausch gegen ein anscheinend „worthless piece of land“, wo „Quantum“ allerdings heimlich Trinkwasser hortet, an die Macht zu bringen; in La Paz trifft 007 wiederum auf Camille, mit der er fortan zusammenarbeitet (DOMINIC GREENE, auf einer „Umweltschutz-Spendengala“ von „Greene Planet“ in Richtung „Bond & Montes“, die dort, zusammen mit „Mathis“ & einer Angestellten des britischen Konsulats namens „Fields“, ebenfalls aufgetaucht sind: „Ihr gebt ein schönes Paar ab! Ihr seid beide, wie man sagt, `beschädigte Ware`“); nachdem auch noch die Tode von Mathis & Fields (Gemma Arterton) zu „verzeichnen“ sind (Giancarlo Giannini in seiner Sterbeszene, auf der Straße liegend, zu Daniel Craig, wobei er hier „007“ sozusagen in Erinnerung ruft, dass „Vesper Lynd“ [in Casino Royale] ihn nicht nur verraten, sondern, „in some way“, auch gerettet hat: RENÉ MATHIS: „Vesper. Sie hat alles für Sie gegeben. Vergeben Sie ihr! Vergeben Sie sich selbst!“), kommt es schließlich zum Showdown in einem Hotel in der Atacama-Wüste, wo Greene & Medrano ihren Deal besiegeln (Craig zu Kurylenko, ganz in der Nähe des „Wüsten-Hotels“: JAMES BOND 007: „Haben Sie schon mal jemanden umgebracht? ...Man lernt, dass man den Adrenalinstoß ausgleichen soll, aber ein Teil von Ihnen wird nicht darauf hören, weil die Eliminierung hier was Persönliches ist. Atmen Sie tief ein. Sie haben nur einen Schuss. Der muss sitzen“); Camille tötet schließlich Medrano, während Bond zunächst den korrupten bolivianischen Polizeichef Carlos (Fernando Guillén Cuervo) eliminiert, der auch für Mathis‘ Tod hauptverantwortlich ist (JAMES BOND 007 im Original zu CARLOS, als er ihn durch eine Autoscheibe hindurch erschießt: „You and I had a mutual friend!“), und in der Folge Greene „außer Gefecht setzt“, um ihn anschließend zu befragen, bevor er ihn in der Wüste zurücklässt, in dem Wissen, dass Greene‘s Organisation „Quantum“ ihn bald finden und töten wird; in einer Art „Koda“, die in Kasan, Russland, spielt, lauert Bond dann Vesper Lynd’s ehemaligen Lover, den Verräter Yusef Kabira (Simon Kassianides), auf; Bond eliminiert das „Quantum“-Mitglied Kabira, nachdem er einige Informationen erhalten hat, die etwas mehr Licht in Vesper’s „Betrayal & Death“ bringen, zur Überraschung von „M“ nicht; schließlich stellt 007 noch klar, dass er sich endgültig wieder als Teil des MI6 betrachtet (Schlussdialog im verschneiten Kasan zw. Dench & Craig: „M“: „Bond. Ich will Sie zurückhaben“ / JAMES BOND 007: „Ich war nie weg“)...; nun, Ein Quantum Trost des damals „Actionfilm-unerfahrenen“ deutsch-schweizerischen Filmregisseurs Marc Forster (absolutes Filmographie-Highlight: 2001: Monster’s Ball mit Billy Bob Thornton, Halle Berry & Heath Ledger) mag keine, was bei einem Bond-Film auch reichlich „strange“ daherkommen würde, ganz seriöse „Meditation über Rache & Vergebung“ sein, aber diese adrenalingetriebene „Casino Royale-Fortsetzung“ hat so ihre „Arthouse-Momente“, und zwar immer dann, wenn, wie zum Beispiel im „Haiti-Part“ oder im „Bolivien-Part“, Szenen eingebaut sind, die so etwas wie „dokumentarisch anmutendes Lokalkolorit“ verströmen und kurze „Ausschnitte“ aus dem Leben der „`Citizens & Dogs` von Port-au-Prince“ oder der „Einwohner Boliviens“ zeigen; ein absolutes Highlight und ein fast schon ikonisches Bild aus „Quantum...“ stellt jener Moment dar, als Daniel Craig & Olga Kurylenko, nach der Entdeckung der „Wasserhortung“, die Greene’s Organisation in Bolivien betreibt, gemeinsam gleichsam „durch die Wüste“ in Richtung einer kleinen Bus-Station marschieren, in deren Nähe die einheimische Bevölkerung bereits an einer Wasserknappheit leidet, was durch einen langsam zum endgültigen Stillstand kommenden Wasserhahn an einem öffentlich zugänglichen Wasserbehälter verdeutlicht wird – „location footage“, wie es besser nicht sein könnte; „Ich meine, warum sie, Bond. Sie sollte sie nur nach Hause schicken. Sie war eine Bürokraft, sie hat Berichte geordnet. Da sehen Sie, wie überzeugend Ihr Charme ist, James. [...] Wie viele sind es bis jetzt? [...]“ („M“ Judi Dench zu „007“ Daniel Craig in seinem Hotelzimmer in La Paz, angesichts der toten Bürokraft „Strawberry Fields“ Gemma Arterton, die, in Anlehnung an das legendäre und mit Gold überzogene Bond-Girl „Jill Masterson“ Shirley Eaton aus Goldfinger, tot und über und über mit Öl bedeckt auf einem Bett liegt, wobei man nochmals betonen muss, dass es in der Story von Ein Quantum Trost in Wahrheit um „water resources“ und eben nicht um „oil resources“ geht) – während das „Neben-Bond-Girl“ „Fields“, das eben „Bond’s Charme“ erliegt und in gewisser Weise deswegen mit dem Leben bezahlt, eher für ein „old style Bond Girl“ steht, ist die „relationship“ zwischen Craig und dem „Haupt-Bond-Girl“ Kurylenko insofern bemerkenswert, da es sich dabei quasi um eine reine „Arbeitsbeziehung“ handelt, soll heißen: es gibt keinerlei „Love-Scenes“ zwischen den beiden, lediglich einen kurzen Kuss am Ende in einem Auto, als sie sich, nachdem „Medrano & Co“ tot sind, voneinander verabschieden, wobei „Camille“ innerhalb der exzellenten Konversation über „Tod & Rache“ und darüber, dass „den Toten Rache wohl egal ist“, gegenüber „Bond“ eine Aussage tätigt, die die „007-Figur Craig’scher Prägung“ ebenso gut charakterisiert wie ihr Sager über die „erschreckende Effizienz“ (CAMILLE MONTES zu JAMES BOND 007, wobei sie mit „da drin“ eben ihn selbst meint: „Ich wünschte, ich könnte dich befreien. Aber dein Gefängnis ist da drin“); auf keinen Fall vergessen darf man den wirklich exzellenten Titel-Song „Another Way to Die“ von Jack White & Alicia Keys, der, lustigerweise, keine nennenswerten Charterfolge im englischsprachigen Raum zu verbuchen hatte, dafür aber ein „big hit“ in Portugal, Finnland und Österreich war – „Someone that you think / That you can trust is just / Another way to die“ (Copyright: Jack White & Alicia Keys)].

Ashenden will in der Folge wissen, ob man „irgendwelche Sachen“ bei Caypor gefunden habe, und der „General“ meint daraufhin, dass da „nichts Wichtiges“ dabei gewesen wäre, lediglich eine Fotografie von „Mrs. Caypor, in jüngeren Jahren“ sowie die Ansichtskarte eines kleinen englischen Dorfes, in dem das Ehepaar, so die Annahme des „Generals“, vielleicht einmal gelebt hat.

„Elsa“ [der sich Hitchcock‘s Kamera während des Lorre-Gielgud-Tisch-Gesprächs konstant bis in eine Großaufnahme „nähert“; Anm.] sagt zu all dem nichts und wirft dann, als ob sie für einen Moment ihre „Nachdenklichkeit“ beiseiteließe, einen Blick in Richtung Bühne & in Richtung Volkstanzgruppe, die mittlerweile in einen fast „meditativen, nahezu gleichförmigen Gesang“ übergewechselt ist.

„The General“ hat, währenddessen, am Nebentisch eine junge Frau erblickt, die an einem Weinglas nippt. Er hebt etwas vom Tisch auf, ein Stück Papier oder dergleichen, und wirft es nach hinten in Richtung der „young woman“, deren Blick dann zu dem „seltsamen Tischnachbarn“ wandert.

Bei „Elsa“ hingegen scheint sich tatsächlich eine Spur „Verzweiflung“ in den Gemütszustand gemischt zu haben, und sie führt augenscheinlich so etwas wie einen „inner struggle“ bezüglich des Mordes an Caypor.

„Oh...I forgot“...der „General“ erinnert sich dann an „eine wichtige Sache“, nämlich an ein Telegramm, welches im Hotel hinterlegt war und für Ashenden bestimmt ist [GENERAL, als er ihm das besagte Telegramm übergibt: „Lag im Hotel für Sie, aber ich Gentleman, ich habe nicht geöffnet“].

Schnell stellt sich heraus, dass die „encrypted message“ von Geheimdienstchef „R“ stammt [ASHENDEN: „Von `R`, aber verschlüsselt“].

Ashenden verlässt mit dem Telegramm den Tisch und der „Hairless Mexican“ wendet sich endgültig der „young woman“ am Nebentisch zu und ordert bei der Kellnerin eine Schokolade. Dann wirft er, sozusagen mit deren wortlosem Einverständnis, ein kleines Schokoladestück in die Richtung der jungen Frau, wobei es nicht in ihrem Mund, sondern fast in ihrem Ausschnitt landet.

„Elsa“ starrt, nachdem sie Zeugin dieser „typischen Aktion des Generals“ geworden ist, wieder „wortlos, fast lethargisch“ in Richtung Bühne, wo die Volkstanzgruppe mittlerweile eine einzelne Münze in einer Schale sich wie eine Kugel am Roulettetisch „im Kreis drehen lässt“, offenbar, um einen gewissen „Soundeffekt“ zu erzeugen.

Dann...kehrt Ashenden zurück, wirkt ebenfalls „not happy at all“ und schiebt die mittlerweile dekodierte Nachricht am Tisch hinüber zum „General“. Dieser liest auf der Rückseite des Brief-Umschlages dann Folgendes: „YOUR MESSAGE RECEIVED / YOU ARE AFTER WRONG MAN LOOK / ELSEWHERE –“ [STIMME des GENERALS aus dem Off, während man den Umschlag sieht*: „Habe Ihre Nachricht erhalten. Sie verfolgen falschen Mann. Woanders suchen“; *diese „Übersetzung“ ist ausschließlich in der deutschen Synchro zu hören].

Carrington greift sich, nach dieser „Nachricht“ von „R“, mit der Hand an die Schläfe und denkt sofort an den „button“ aus der Kirche in Langenthal, der Caypor gleichsam zum „Verdächtigen Nummer eins“ gemacht hatte [ELSA CARRINGTON: „Aber...der Knopf“].

Gleichzeitig scheint die Münze in der „Klangschale“ der Schweizer Volkstanzgruppe zu dem „Mr. Caypor zugeordneten Knopf“ zu werden [das bedeutet: Hitchcock zeigt die Schüssel, die ein Exponent der Volkstanzgruppe in Händen hält, in Großaufnahme, aber zusammen mit der Münze sieht man auch den Knopf aus der Kirche in „Übergröße“ innerhalb dieser Schüssel – die ultimative „Visualisierung“ von „Elsa Carrington’s thoughts“ oder des „Irrtums“, wenn man so will; Anm.].

Der General wiederum... „Hahahaha! ...The Wrong Man!“ ...lacht laut am Tisch auf angesichts dieses „big mistake“ bezüglich Caypor [GENERAL: „Solche Knöpfe scheinen öfter zu geben, als wir haben geglaubt“], was die entsetzte „Elsa“ dazu bringt, aufzustehen und die „Gasthof-`area`“, die nun wieder von „fröhlichen Volksliedern“ durchdrungen wird, zu verlassen [Anmerkung: „Secret Agents“: Teil 15: „Daniel Craig in Skyfall: Ein `Secret Agent` in der Sinnkrise oder: `Irgendjemand stirbt immer`“: „JAMES BOND 007 DANIEL CRAIG: „[...] Was hatten Sie gesagt? `Schießen Sie, verdammt nochmal`“ / „M JUDI DENCH: „Es war eine Ermessensentscheidung“ / JAMES BOND 007: „Sie hätten mir vertrauen sollen, dass ich den Auftrag zu Ende bringe“ / „M“: „Sie zu verlieren, war möglich. Die anderen Agenten zu verlieren gewiss. Ich konnte nicht anders entscheiden, das wissen Sie“ / JAMES BOND 007: „Ich glaube, Sie haben die Nerven verloren“ / „M“: „Herrgott, erwarten Sie eine Entschuldigung? Sie kennen die Regeln. Sie spielen lange genug danach. Wir beide tun das“ / JAMES BOND 007: „Vielleicht zu lange“ (aus: Skyfall; aus der bereits zu Beginn der „Zusammenfassung des Inhalts“ von Hitchcock’s Geheimagent zitierten Unterhaltung zwischen Craig & Dench in der Wohnung von „M“, nachdem „007“ eben „aus dem Reich der (vermeintlich) Toten“ zurückgekehrt ist und wieder eine „007 reporting for duty“-Bereitschaft an den Tag legt) – nun, wie ich auch in meinem Buch „Ein Quantum Bond“ kurz ausgeführt habe, schätze ich im Grunde, lässt man das eher missglückte Craig-Finale Keine Zeit zu sterben einmal beiseite, der nicht annähernd das Niveau der ersten vier Bond-Filme mit dem Schauspieler erreicht, Skyfall (Regie: Sam Mendes) aus 2012 nicht so sehr wie die beiden Vorgängerfilme Casino Royale und Ein Quantum Trost und mit Sicherheit weit weniger als den Nachfolgefilm Spectre, was wahrscheinlich daran liegt, dass die „konsequente Entmythologisierung“ der Bond-Figur, die hier sogar einen konkreteren „Childhood-Background“ erhält („RAOUL SILVA“ Javier Bardem zu „JAMES BOND 007“ Daniel Craig, der an einen Stuhl gefesselt ist, auf „Silva’s Insel“, wobei Bardem Craig hier aus einem „aktuellen psychologischen Gutachten des MI6“ vorliest: „Pathologische Ablehnung von Autoritäten aufgrund eines ungelösten Kindheitstraumas“), in dem ersten Sam-Mendes-Bond-Film weit intensiver „vorangetrieben“ wurde, als das noch in Casino Royale oder in Ein Quantum Trost der Fall war; über weite Strecken von Skyfall, in dem „007“ eben, im Gegensatz zum „Hairless Mexican“ Peter Lorre in dem Hitchcock-Film Geheimagent, aus gutem Grund eine „Auftragskiller-Sinnkrise“ mit sich herumschleppt, gelingt es Mendes, mit dem Craig bekanntlich schon in dem Gangster-Thriller Road to Perdition (2002; Starring: Tom Hanks & Paul Newman) zusammengearbeitet hatte (Craig über Sam Mendes: „He’s English, he’s Cambridge-educated, he’s smart. He‘s lived with Bond all his life, he grew up with Bond the way I did“), sicherlich, „ein Highlight nach dem anderen“ zu setzen, aber nach der (vorübergehenden) Ergreifung des „main villain“ „Raoul Silva“ hat das Werk so seine „flaws“, gewisse Makel, die am Ende aber durch eine exzellente „Koda“ wieder ein wenig ausgeglichen werden; „Skyfall...Skyfall“ / „Ende“ (Craig verlässt, nachdem er in bunkerähnlichen MI6-Räumlichkeiten von einem Psychiater namens „Dr. Hall“, gespielt von Nicholas Woodeson, im Rahmen einer Art „Assoziationstest“ mit dem Begriff „Skyfall“ konfrontiert wurde, umgehend den Raum) – zu den Grundzügen der Story: Während Bond in Istanbul einer gestohlenen „hard drive“ mit den Namen von in Terrororganisationen eingeschleusten Undercover-Agenten nachjagt, wird er, im Kampf mit dem „Assassin“ Patrice (Ola Rapace), auf Befehl von „M“ hin von seiner Kollegin Eve Moneypenny (Naomie Harris) quasi von einem fahrenden Zug heruntergeschossen und schwer verletzt (Dialog zw. der „Schützin“ vor Ort & der „Chefin“ Judi Dench in London via Funk: MONEYPENNY, blickt durchs Zielfernrohr: „Kein eindeutiges Schussfeld. [...] Vor ihnen ist ein Tunnel, gleich werd‘ ich sie verlieren!“ / „M“: „Können Sie die Position ändern?“ / MONEYPENNY: „Negativ, keine Zeit mehr!“ / „M“: „Schießen Sie. ...Ich sagte, schießen Sie!“ / MONEYPENNY: „Ich kann nicht, ich könnte Bond treffen!“ / „M“: „Schießen Sie, verdammt nochmal!“); als Teile des MI6-Hauptquartiers in London durch die Attacke eines mysteriösen Computer-Hackers in die Luft fliegen und Tote zu beklagen sind, kehrt der seit Istanbul für killed on duty erklärte Bond, der physisch & psychisch „gezeichnet“ scheint, in den „aktiven Dienst“ zurück, was vor allem von „M’s“ designiertem Nachfolger Gareth Mallory (Ralph Fiennes) kritisch beäugt wird (Dialog zw. Fiennes & Craig im Büro von Judi Dench, die Bond für „diensttauglich“ erklärt hat, obwohl er im Grunde bei allen Tests, die er nach seiner Rückkehr absolvieren musste, durchgefallen ist: MALLORY: „Ich habe nur eine Frage. Warum bleiben Sie nicht tot? Ist der perfekte Ausstieg, genießen Sie irgendwo in Ruhe Ihr Leben. Nicht viele Agenten im Außeneinsatz kommen so sauber raus“ / JAMES BOND 007: „Sind Sie oft im Außeneinsatz?“ / MALLORY: „Es ist nicht nötig, um das Offensichtliche zu sehen. Es ist ein Spiel für junge Männer. [...]“ / JAMES BOND 007: „[...] Entweder mit mir oder ohne mich. Das liegt ganz bei Ihnen“); da der Hacker, der „Mastermind“ hinter der Cyber-Attacke, offenbar im Besitz der besagten gestohlenen Festplatte mit den Namen der in Terrororganisationen eingeschleusten Agenten ist und droht, die Identitäten der „agents“ nach und nach preiszugeben, was einem Todesurteil gleichkommt, lautet Bond’s erste Mission, Patrice zu verfolgen, auf dessen konkrete Spur der MI6 kommt, als Bond die Schrapnell-artigen Teile untersuchen lässt, die er im Rahmen der Verfolgungsjagd auf dem Zug in Istanbul aus der Waffe von Patrice abbekommen hat (JAMES BOND 007 im Original zu einem MI6-Angestellten, dem er die Schrapnell-artigen Teile übergibt, welche er sich zuvor selbst aus der Schulter geschnitten hat, wobei mit „her eyes“ die Augen von „M“ gemeint sind: „For her eyes only“); in Shanghai tötet Bond schließlich Patrice; nach einem Abstecher nach Macau, wo ihn ein Casino-Chip des verstorbenen „Assassin“ hingeführt hat und wo 007 auf eine Frau namens Sévérine (überzeugend: Bérénice Lim Marlohe) trifft, der er bereits in Shanghai im Zusammenhang mit Patrice begegnet ist (Original-Dialog zw. Marlohe & Craig in dem Casino in Macau, wobei Craig eben den Wunsch hegt, „Patrice’s“ Auftraggeber kennenzulernen: SÉVÉRINE: „Be careful what you wish for...“ / JAMES BOND 007: „You’re scared. [...] I know when a woman is afraid and pretending not to be“ / SÉVÉRINE: „How much do you know about fear?“ / JAMES BOND 007: „All there is“ / SÉVÉRINE: „Not like this. Not like him“), gelangt der Agent schließlich, mittels Yacht und zusammen mit Sévérine (Dialog zw. Marlohe & Craig auf der „Chimera“, als sie die „Island“ erblicken und von der Besatzung bereits mit „guns“ bedroht werden: SÉVÉRINE: „Es ist noch Zeit, wir könnten umkehren“ / 007: „Da bin ich nicht so sicher“), zur Insel von Raoul Silva aka Tiago Rodriguez (J. Bardem); Silva ist ein ehemaliger MI6-Agent und eben jener Hacker, der für die Attacke auf das Hauptquartier verantwortlich ist, weil „M“ das Ziel einer persönlichen Vendetta darstellt, da sie den korrupten, einst in Hongkong agierenden Agenten (RAOUL SILVA zu JAMES BOND 007, der an einen Stuhl gefesselt ist: „Damals war ich ihr Liebling. Und Sie sind lange nicht so gut, wie ich es war. Das sag‘ ich Ihnen. [...]“) gleichsam bei der Übergabe von Hongkong „fallen gelassen und den Chinesen übergeben hat“; nachdem Silva „on his abandonded island“ gefangen genommen und in MI6-Gewahrsam gebracht wurde, wird klar, dass das von Silva so geplant war; er flüchtet und versucht „M“ während einer öffentlichen Anhörung in einer Art Gerichtssaal zu töten, aber Bond, der Silva verfolgt hat, verhindert das und bringt seine Chefin daraufhin mit dem klassischen „1964 Aston Martin DB5 in Silber“ zu seinem „childhood home“ „Skyfall“ in Schottland; dort sehen sich das „Waisenkind“ Bond („M“ im Original zu JAMES BOND 007, als sie den Aston Martin DB5 kurz abgestellt und von einer einsamen schottischen Straße aus in Richtung „Skyfall“ blicken: „Orphans always make the best recruits“) sowie der betagte, raubeinige Wildhüter Kincade (gespielt von dem legendären Albert Finney), welcher sozusagen stets „ein Auge auf `Skyfall` hat“ und Bond bereits als Kind kannte (KINCADE, während einer Schießübung mit „James“ zu 007: „Ich mach‘, was ich will, du eingebildeter kleiner Scheißer!“), und eben „M“ sehr bald einem „Skyfall“ regelrecht dem Erdboden gleichmachenden Angriff von Silva und dessen Männern gegenüber; im Rahmen des Showdowns tötet Bond Silva, aber auch die im Laufe des „battle“ schwer verletzte „M“ stirbt in Gegenwart von Bond (finaler Dialog zw. Dench & Craig: „M“: „Ich nehme an, es ist zu spät, um einfach davonzulaufen“ / JAMES BOND 007: „Na ja, ich bin zu allem bereit“)...; grundsätzlich zieht einen der dritte Bond-Film mit Craig gleich zu Beginn mit einem wahren „Killer“ von einer Vortitel-Sequenz in den Bann, denn der Istanbul-Teil hat so ziemlich alles zu bieten, was das „Herz des Bond-Fans“ höher schlagen lässt; nach einem eher „sanften Start“, bei dem Craig in einem „room“ auf den verletzten Agenten „Ronson“ (Bill Buckhurst) trifft, folgt ein turbulenter „car chase“ mit Naomie Harris am Steuer, der in einen grandiosen „motorcycle chase“ übergeht, welcher Craig und „Patrice“ Ola Rapace teilweise sogar „Über die Dächer von Istanbul“ führt; letztendlich kommt es dann zu der genialen, mitreißenden „Zug-Sequenz“ (Dialog zw. Dench & Craig via Funk: „M“: „007, alles in Ordnung?“ / JAMES BOND: „Ich wechsle nur das Abteil“) und dem „fight on the top of the train“, der in dem berühmten „stunning (sky-)fall“ von Craig hinunter in einen Fluss endet, was dann eine der besten & suggestivsten Titelsequenzen der Bond-Historie nach sich zieht, in der „007“, begleitet von den virtuosen Klängen von Adele’s Oscar-prämiertem Titelsong, zunächst von Frauenhänden quasi hinunter „in den Boden des Gewässers gezogen wird und in einem Loch verschwindet“; „A gun and a radio. Not exactly Christmas, is it?“ (ein bezüglich der „unspektakulären Gadgets“, eine „personalisierte“ Walther, die nur er selbst abfeuern kann, und ein Funktransmitter, überraschter Craig im Original zu dem neuen „Q“ Ben Whishaw bei ihrem ersten Aufeinandertreffen in der „National Gallery“, wo die beiden vor dem Schiffsporträt „The Fighting Temeraire“ (1839) von William Turner sitzen; der äußerst jung wirkende Neo-„Q“ spricht dann davon, dass seine Abteilung eigentlich keine „explodierenden Kugelschreiber“ oder dergleichen, wie das eben in der 007-Ära von Brosnan noch der Fall war, mehr herstellt) – die größere Bereicherung, was die Besetzung der beiden „Rückkehrer“ in Skyfall anbelangt, nämlich „Q“ & „Moneypenny“, welche ja in Casino Royale & Ein Quantum Trost gänzlich „ausgespart“ wurden, ist sicherlich nicht Whishaw als „nerdiger Techniker & Computer-Experte“, der allerdings die schwierige Aufgabe hatte, in die Fußstapfen des legendären „Langzeit-Quartiermeisters“ Desmond Llewelyn zu treten, sondern Naomie Harris als „Eve Moneypenny“, die in Istanbul und in Macau an Bond’s Seite und somit quasi „an der Front“ agiert (aus einem „flirty“ Hotelzimmer-Dialog zw. Harris & Craig in Macau, als Craig sich gerade mit einem klassischen Rasiermesser eine Rasur verpasst, die in der Folge von Harris gleichsam zu Ende geführt wird: MONEYPENNY: „Ein klassisches Rasiermesser. Überaus traditionell“ / JAMES BOND 007: „Manche Dinge mach‘ ich lieber auf die altmodische Art“ / MONEYPENNY: „Manchmal ist die altmodische Art auch die beste“), bevor sie dann bekanntlich zur Sekretärin des „neuen Chefs“ Ralph Fiennes wird; wie ich „over the years“ und bereits im ersten Teil von „Ein Quantum Bond“ erwähnt habe, entfaltet das „nicht gerade wenig düster“ geratene Mendes-Werk aber vor allem im Shanghai-Part seine volle visuelle Brillanz (Kamera: Roger Deakins), denn nicht nur Craig’s „Schwimmeinlage“ in einem „Hallenbad“ „on the top of a building“ in Shanghai ist wahrlich exquisit eingefangen, sondern natürlich auch der Höhepunkt des Bond’schen China-Ausflugs, nämlich die gigantische „Lichtshow“ mit den Elementen „Schatten, Glas & Neon“ in dem „Skyscraper“, in dem „Patrice“ seinen nächsten Auftragsmord begeht, da er sozusagen jemanden „im Hochhaus gegenüber“ erschießt, wo sich im Übrigen auch „Sévérine“ befindet, die „007“ eben später in Macau zu „Silva“ führt; der kurze „Kampf der Silhouetten“ von Craig & Ola Rapace besitzt etwas von chinesischem Schattentheater und erinnert einen auch an eine im Sinne des japanischen Kabuki gefilmte Szene in Quentin Tarantino’s Kill Bill – Volume 1 (2003), die im Rahmen des berühmten „Showdown at the House of Blue Leaves“ in Tokio stattfindet; „Mord“ / „Beruf“ („assoziativer Wortwechsel“ im Rahmen des bereits erwähnten Assoziationstests zw. „Dr. Hall“ & „007“ in MI6-Räumlichkeiten, wobei das „Gespräch“ hinter blickdichtem Glas unter anderem auch von „M“ & „Gareth Mallory“ verfolgt wird) – ebenfalls zu den Highlights von Skyfall zu zählen wäre da auf jeden Fall noch Javier Bardem’s eindringliche „rat speech“, mit der er Craig auf seiner „verlassenen Insel“ konfrontiert; diese „rat speech“, in der es im Prinzip darum geht, dass Kokosnuss-essende Ratten „on an island“ in eine Falle gelockt werden, was letztendlich dazu führt, dass ihre „Natur“ geändert wird und sie letztendlich zu „Fleischfressern“ werden, die sich folglich gegenseitig auffressen, gerät zum „Gleichnis“ über das Verhältnis, das er & 007 zu „M“ haben, da er sich selbst sowie „Bond“ eben für jene zwei überlebenden Ratten innerhalb des Gleichnisses hält, die dann am Ende wieder ausgesetzt werden und nun ausschließlich „Appetit auf Ratte“ haben (Nachsatz von RAOUL SILVA: „[...] Die zwei Überlebenden, das hat sie aus uns gemacht“); einige „Plot-Holes“ und „erstaunliche Dramaturgien des Zufalls“, man denke da an die diversen Szenen in der Londoner U-Bahn und vor allem an jene, in der „Bond“ beinahe nach einer „gezielten Sprengung durch Silva, die ein Loch in die Decke gerissen hat“ von einem abstürzenden „Subway-Train“ „gekillt“ wird, markieren dann durchaus das letzte Drittel von Skyfall, wobei ich persönlich eben auch kein sonderlicher Fan des Schottland-Teils des Films und des Showdowns in „James‘ Elternhaus“ bin (JAMES BOND 007, im Original zu sich selbst, als er das Haus, das ohnehin schon in Flammen steht, endgültig mittels Gasflaschen in die Luft jagt: „I always hated this place“); und auch der Tod von „M“ Judi Dench besitzt durch die Tatsache, dass man im Endeffekt eigentlich gar nicht weiß, wer letztendlich für ihre tödliche Verletzung verantwortlich ist, etwas „dramaturgisch Merkwürdiges“; gelungen ist allerdings die „Koda“ von Skyfall, denn innerhalb dieser erhält Bond, quasi per testamentarischer Verfügung, nicht nur, was überaus passend ist, die „British Bulldog“, die „M’s“ Schreibtisch zierte, sondern er betritt auch, nachdem er das Vorzimmer der nunmehrigen „Sekretärin“ „Moneypenny“ passiert hat, das Büro des „new `M` Gareth Mallory“, der ihm mitteilt, dass es „lots to be done“ gäbe, und ihm die Frage stellt, ob er „ready to get back to work“ sei, woraufhin 007 mit „With pleasure, M. With pleasure“ antwortet; ach ja: so richtig sichtbar „angry“ wird Craig im Laufe des gesamten Films nicht etwa in jenen Szenen, in denen ihm sozusagen seine „Bond-Girls/-Women“ „Sévérine“ & „M“ wegsterben, sondern eigentlich nur, als „Silva“ ihm im Rahmen des Showdowns in „Skyfall“ den alten „Aston Martin DB5“, der sozusagen vor dem Haus geparkt ist und den bekanntlich schon Connery gefahren hat, zerstört; da wird irgendwie klar, woran „007’s Herz“ wirklich hängt – „Skyfall is where we start / A thousand miles an poles apart / Where worlds collide and days are dark / You may have my number, you can take my name / But you’ll never have my heart“ (Copyright: „Skyfall“ von Adele)].

Ashenden erhebt sich ebenfalls vom Tisch und folgt „Elsa Carrington / Mrs. Ashenden“ hinterher auf das (Touristen-)Boot, welches offenbar dort bei dem „Gasthof `by the lake`“ „geankert“ hat.

Das Boot legt ab und als die beiden nebeneinandersitzen, gefühlt die einzigen Passagiere, stellt Carrington Ashenden „eine Frage bezüglich der Schweiz“, in der es aber weniger um die Schweiz, als um ihre „Zweifel“ geht [ELSA CARRINGTON: „Finden Sie die Schweiz auch so schön wie ich? Diese fröhlichen und bezaubernden Menschen. [...] Ich liebe solche Menschen, vor allem die Generäle. Ich finde solche Generäle so vertrauenerweckend und ursprünglich. Sie auch?“].

„Elsa, please“...Ashenden will seine Partnerin beruhigen, aber diese „legt nach“ [ELSA CARRINGTON: „Sie werden mich sicher wohl für sehr dumm halten. Sie werden nicht glauben, wie sehr mich unsere Begegnung gefreut hat, Mr. Ashenden. Ich hab‘ mich oft gefragt, wie Sie wohl sind. Jetzt weiß ich es...jetzt weiß ich es“].

„Shut up...for God’s sake!“...der „Secret Agent“ versucht daraufhin nochmals, die aufgebrachte Carrington „runterzuholen“, aber diese möchte von ihm, wie sie meint, jetzt „nicht mundtot gemacht“ werden [Nachsatz von ELSA CARRINGTON: „[...] Versuchen Sie das nicht. Ich meine, das, was ich Ihnen sage, nehme ich furchtbar ernst“].

Daraufhin spricht „Elsa“ davon, ihm ein „Secret“ zu verraten, und dieses „Geheimnis“ scheint Ashenden durchaus zu überraschen, denn „Elsa“ spricht plötzlich, sozusagen „out of the blue“, von „Liebe auf den ersten Blick“ [ELSA CARRINGTON, im Original: „I fell in love with you at first sight. [...]“], wobei sie dezidiert von „richtiger Liebe“ spricht und nicht von einem „Crush“-Status, von bloßer „Schwärmerei“ also.

„Elsa“ betont dann den Umstand, dass sie seinetwegen sogar den „konstanten Annäherungsversuchen“ von Robert Marvin widerstanden habe [Nachsatz von ELSA CARRINGTON: „[...] Wie froh bin ich, dass das vorbei ist“], wobei das von Carrington bekundete Ende der „`Bob` Marvin-Geschichte“... „I see, it’s over“ ...die nächste „surprise“ für Ashenden darstellt, der dann allerdings auch eine gewisse diesbezügliche „Freude“ zum Ausdruck bringt, aber nicht ohne eine „lesson learned“-Botschaft hinterherzuschicken [ASHENDEN: „[...] Zukünftig begreifen Sie das, was wir tun, als einen Job, für den wir bezahlt werden“].

Ashenden fragt dann bei „Miss Carrington“, nach seiner „just an ordinary job“-Aussage, nach, ob das wohl auch der Wahrheit entspricht, dass sie „dafür bezahlt wird, für das, was sie tut“, „for this mission“ also [Entgegnung von ELSA CARRINGTON: „Natürlich tu ich das für Geld! Das wussten Sie doch wohl, nicht?“].

„You know it isn’t“...Ashenden gibt ihr daraufhin zu verstehen, dass er sich sehr wohl bewusst sei, dass sie das „not only for the money“ mache, aber „Elsa“ besteht darauf, bereits etwas „in Tränen aufgelöst“, dass... „Yes it is, I tell you!“ ...Geld der einzige Antrieb „for being a Secret Agent“ sei.

Allerdings gesteht sie Ashenden, dass der „Mord an Mr. Caypor“ wenig „Heroisches“ besitzt, genauso wie der „Mörder“, also: der „General“ [ELSA CARRINGTON: „Aber...ich finde...ich finde einen Mord nicht so heroisch, wie ich es früher immer geglaubt habe. Den Mörder ebenso wenig. [...]“].

„I don’t like him much either, as a matter of fact“...Ashenden gesteht ihr dann, dass er den „Hairless Mexican aka The General“ auch nicht sonderlich leiden könne. Daraufhin dreht sich „Elsa“, nachdem sie ihren Partner gefragt hat, ob er mit der „Anti-General“-Aussage etwa versuche, sie in irgendeiner Weise „aufzuheitern“, weg und blickt hinaus aufs Wasser, das, betrachtet man den „nächtlichen Horizont“, an den hochaufragenden schneebedeckten Schweizer Bergen „anzustoßen“ scheint [Anmerkung: John Gielgud hat die Dreharbeiten von Geheimagent später, unter anderem auch in seinen Memoiren, stets als „furchtbar anstrengend“ bezeichnet, was unter anderem damit zusammenhing, dass er seinerzeit fast jeden Abend gemeinsam mit Laurence Olivier (z. B.: 1940: Rebecca), Peggy Ashcroft (z. B.: 1935: Die 39 Stufen) & Edith Evans (z. B.: 1959: Blick zurück im Zorn) in Romeo und Julia auf der Bühne stand („Ich musste sehr früh am Morgen aufstehen, und ich war immer sehr nervös, rechtzeitig um fünf oder sechs Uhr für die Abendvorstellung wegzukommen, also entwickelte ich eine Abneigung dagegen, für das Kino zu arbeiten. Natürlich zahlte man mir mehr Geld als beim Theater, aber ich hatte das Gefühl, niemand war der Ansicht, ich sähe gut genug aus, um sehr erfolgreich zu werden. Ich hatte nicht sehr viel Vertrauen in mein Talent als Filmschauspieler, und als ich den Film sah, hielt ich mich für ziemlich schlecht“ – J. Gielgud); auch der Regisseur Alfred Hitchcock selbst machte gegenüber der englischen Presse klar, dass er den „Theatermann“ Gielgud nicht zwingend für den „allerbesten Filmschauspieler“ hielt („Seine Bühnenerfahrung nützt ihm hier nichts. Ich musste alles auslöschen und bei null anfangen“ – A. Hitchcock)].

Ortswechsel. Ashenden & Carrington sind offensichtlich wieder „back in Zurich“ sowie inmitten eines Spazierganges und bleiben auf einer Brücke stehen, die im Prinzip den Blick auf eine noch höher gelegene „bridge“ bietet. Im Hintergrund ist der „Sound of Water“ zu hören.

Der „Secret Agent“ behauptet gegenüber Carrington, dass der „fehlgeleitete Auftragsmord an Caypor“ auch für ihn nicht unbedingt „much fun“ gewesen sei [Kommentar von ELSA CARRINGTON: „Erstaunlich“].

Carrington kommt nicht umhin anzumerken, dass Ashenden immerhin „dabei“ war, was seinerseits zu der Klarstellung führt, dass er zwar, wie sie sagt, „dabei war“, aber „eine halbe Meile entfernt und durch ein Teleskop blickend“.

„Elsa“ scheint etwas „relieved“ zu sein, etwas erleichtert [Nachsatz von ASHENDEN: „Ja, es war so. Ich habe jedenfalls meine Hände nicht beschmutzt“], jedoch meint Ashenden gleichzeitig, dass das „die Sache auch nicht viel besser“ mache.

Dann... „Oh, don’t cry. Have a cigarette“ ...bittet er sie, nicht zu weinen, und offeriert ihr eine Zigarette, wobei das mit der Zigarette „ohne Resonanz“ bleibt. Nur kurz darauf macht ihm Carrington den Vorschlag... „Why can’t we give it all up?“ ...die Sache „gänzlich aufzugeben“ [Kommentar von ASHENDEN: „Glauben Sie, das ändert etwas zwischen uns? Wirklich?“].

Schließlich kommt es...zu einem Kuss zwischen den beiden „on that bridge in `Good Old Switzerland`“ und Ashenden spricht plötzlich ebenfalls von „Liebe“ [ASHENDEN: „Weißt du, nicht nur du hast dich verliebt“; // Anmerkung: Apropos „L-o-v-e“: Sprechen wir von der „Liebe“ eines Regisseurs zu seiner Hauptdarstellerin; Hitchcock bewunderte Madeleine Carroll und diese war, wie ich bereits im Zusammenhang mit meiner Arbeit über Die 39 Stufen erwähnt habe, in vielerlei Hinsicht eben die ideale „Hitchcock-Frau der 1930er-Jahre“, welche auf jeden Fall auch annähernd seinen, wie sie „Hitch“ selbst bezeichnete, „ungehobelten, aber gediegenen Maßstäben für eine ideale Leinwand-Schönheit“ entsprach, wobei sich diese in den 30s des vorigen Jahrhunderts formulierten „Maßstäbe“ im Laufe der Jahre und im Laufe von Hitchcock’s langer Karriere gewiss auch etwas verändert haben: „Die Augen sollten weit auseinanderstehen, das Gesicht sollte eher oval oder rund sein als lang, und wichtig ist auch die Art, wie das Haar um die Stirn wächst. Die Gesichtszüge dürfen nicht zu bestimmt sein, und die Leinwand verlangt eine gewisse Lebhaftigkeit und Spritzigkeit der Bewegung, die das Gegenteil von Befangenheit ist“ (Copyright: A. Hitchcock)].

„After the kiss“ schlägt er vor... „Come on, it’s getting cold. Let’s go in“ ...zurück ins Hotel zu gehen [Anmerkung: „Ein `Non-Romantic-Interlude`: Daniel Craig in Casino Royale oder: `Wenn es mir was ausmachte, wär‘ ich der Falsche für den Job`“: „VESPER LYND EVA GREEN: „[...] Na schön. Ihrem Anzug nach waren Sie in Oxford oder sonst wo und glauben wirklich, Menschen würden sich so kleiden. Aber Sie tragen ihn mit einer solchen Verachtung, dass ich vermute, Sie kommen nicht aus reichen Verhältnissen. Das haben Ihre Studienfreunde Sie immer spüren lassen. Was bedeutet, dass Sie Ihr Studium bloß der Mildtätigkeit Dritter verdanken, daher Ihr Minderwertigkeitsgefühl. Und da Ihre Einschätzung meiner Person auf Heimkind hinauslief, vermute ich, Sie sind selbst eines. ...Oh, es ist wahr. [...]. Und es erscheint mir absolut schlüssig, denn MI6 sucht labile junge Männer ohne soziale Bindungen, die andere über die Klinge springen lassen ohne nachzudenken, um Krone und Vaterland zu schützen. Sie wissen schon, ehemalige SAS-Typen mit schlichtem Lächeln und kostspieligen Uhren. ...Rolex?“ / „JAMES BOND 007 DANIEL CRAIG: „Omega“ / VESPER LYND (zunächst betont abwertend bezüglich der angesprochenen Uhr, dann ernsthaft): „Wunderschön. ...Da wir uns heute Abend erst kennengelernt haben, würd‘ ich nicht so weit gehen zu sagen, dass Sie ein kaltschnäuziges Schwein sind“ / JAMES BOND 007: „Nein, natürlich nicht“ / VESPER LYND: „[...] Also, egal, wie charmant Sie sind, Mr. Bond, ich werde mein Augenmerk auf das Geld meiner Behörde richten, statt auf ihren perfekt geformten Hintern“ / JAMES BOND 007: „Ist er Ihnen aufgefallen?“ / VESPER LYND: „Selbst Buchhalterinnen haben Vorstellungskraft. ...Wie war Ihr Lamm?“ / JAMES BOND 007: „Aufgespießt. Ich kann’s ihm nachfühlen. [...]“ (aus: Casino Royale; Ausschnitt aus einem Dialog in einem Zug, der gerade durch Montenegro fährt, zw. dem „Auftragskiller“ Craig & der „Frau vom Schatzamt“ Green; nachdem „Bond“, der im „Casino Royale“ in Montenegro an einer von dem „main villain“ „Le Chiffre“ auf die Beine gestellten Poker-Partie teilnehmen soll, sozusagen „Lynd“ analysiert und, unter anderem, ihre „Schönheit“ als „Problem im Zusammenhang mit einer Beförderung innerhalb der Behörde“ bezeichnet hat, analysiert „Lynd“ schließlich „Bond“, der sich daraufhin wie ein „skewered lamb“ fühlt; was die „unverhohlene“ Erwähnung von Marken diverser Art betrifft, die „Produkt-Platzierung“ also, hier werden eben die Uhrenmarken „Rolex“ & „Omega“ genannt, galt Casino Royale damals als ziemlich „offensiv“ oder „unverfroren“, denn „Product-Placement“ scheint schlichtweg „everywhere“ in dem Bond-Epos zu sein; Craig wurde als Vorbereitung für den Film tatsächlich von diversen SAS-Mitgliedern betreut, die gemeint haben, dass dieser wohl der einzige Bond-Darsteller sei, der auch im echten Leben den Aufnahmetest für das „Special Air Service“, dieser Spezialeinheit der „British Army“, bestanden hätte, da er nicht nur äußert fit war, sondern auch „wie ein Killer aussah“; was die „Kritik am `ego` der Bond-Figur“ betrifft, so wird diese dann speziell von der „Vesper Lynd“-Figur im Laufe des Films etwas „überstrapaziert“, sodass man irgendwann ein „Ja doch, die `Botschaft` ist angekommen“-Gefühl bekommt) – offenbar befiel den Bond-Machern immer dann, wenn sich die 007-Figur in einem Film mit zu vielen „Outer Space“-Elementen konfrontiert sah, das Gefühl, man sollte dem Publikum wieder so etwas wie gute alte „dark-edged espionage“ bieten, statt den Agenten beinahe oder tatsächlich in den Weltraum zu schicken, wie das in Man lebt nur zweimal oder in Moonraker – Streng geheim der Fall war, oder ihn gegen den „tödlichen Strahl eines ins Orbit geschossenen Satelliten“ kämpfen zu lassen, wie im Brosnan-Finale Stirb an einem anderen Tag, der mich aber, Brosnan & Halle Berry sei Dank, besser „unterhält“ als der Connery- und der Moore-Bond aus `67 bzw. `79; „Mein Name? Wenn Sie den wissen, dann sind Sie so clever wie ich“, meint „XXXX“ Daniel Craig in der finalen Szene des britischen „Crime Movie“ Layer Cake (2004; Regie: Matthew Vaughn), mit dem sich Craig wohl endgültig für die Bond-Rolle „qualifiziert“ hatte, wobei ein „funny detail“ innerhalb einer an sich ganz und gar nicht „lustigen Szene“ der Umstand ist, dass er in Layer Cake wenige Augenblicke später, nachdem er diesen Satz direkt in die Kamera & zum Publikum gesprochen hat, ausgerechnet von seinem späteren „Q“ innerhalb der Bond-Filme, nämlich von Ben Whishaw, in der Gegenwart von Sienna Miller angeschossen wird; nun, bis Craig, der mittlerweile, nicht zuletzt wegen seiner äußerst mutigen Rollenwahl, man denke da nur an The Mother (Regie: Roger Mitchell; Drehbuch: Hanif Kureshi) aus 2003 oder an Queer (Regie: Luca Guadagnino) aus 2025, im Grunde mein absoluter Lieblingsschauspieler ist, die ikonischen Vorstellungsworte „Bond. James Bond“ sagt, dauert es bis zur grandiosen Schluss-Szene von Casino Royale, aber was „the audience“ davor zu sehen bekommen hat, so eine Art „Bond Begins“-Epos mit einer durchaus, soweit das halt bei einem Film dieser Art möglich ist, „mitreißenden“ „Love-Story“, war tatsächlich ein markanter „Einschnitt“ innerhalb der Geschichte der Filmserie; Craig’s filmhistorischer Verdienst ist es sicherlich, dass er „Double-0-Seven“, der in gewisser Weise „Superhero“-Status genoss (oder genießt), zumindest in Ansätzen zu einem fehlbaren „regular human being“ gemacht hat (Daniel Craig über seinen „Bond-Approach“: „I just wanted people to see him make a few mistakes. I want to make the audience believe that it’s all going to go wrong and then when it goes right it’s much more exciting. I also want the audience to feel that this man might be in danger; that he’s not infallible – because he isn’t“), was aber bei Craig, der noch dazu kein auf den ersten Blick als „lovely“ zu bezeichnendes Gesicht besitzt, nicht als „eklatanter Mangel an `strength`“ rüberkommt (Craig über Casino Royale im Speziellen: „In `Casino Royale` Bond gets knocked down. I mean, he gets mowed down, but he always fucking gets up – always! And that’s really fascinating. I suppose this film’s about the reason he gets up. The reason he gets up is that there‘s a drive in him that makes him who he is when he’s given a double-0 status. There’s a reason that M trusts him; there’s a reason why he’s the top guy. It doesn’t matter what you do to him, he’s Teflon coated and he’s gonna come bouncing back. But he does get fucking hurt. He gets damaged and in `Casino Royale` he gets damaged in the biggest way – he gets his nuts banged up into his throat“); nichtsdestotrotz war sich der Schauspieler und Bond-Fan bewusst, dass ein Bond-Movie gewissen Elemente enthalten sollte, die man sicherlich auch in dem „Neustart / `reboot`“ Casino Royale, der eben auf dem „defining Ian-Fleming-Bond-Book“ basiert, nicht ausgespart hat (Craig: „I’m a Bond fan. If I go and see a Bond movie, there are certain things I think should be in it. [...] Nobody knows more than I do how important this is and it’s my job to get it right“), und dass er als nunmehriger Teil des „Bond-Vermächtnisses“ auch eine gewisse Verantwortung trug, gleichsam für die Fortführung einer großen Tradition zu sorgen (Craig: „I accept the fact that there is this Bond history. I want to continue the tradition of parents taking their children to see the movie because they were taken by their parents. You could be critical of past movies, you can be critical of my movie, but it’s a great cinema tradition and Bond is a great character. I want to appeal to everybody, but then I’m greedy“); in gewisser Weise ist Casino Royale, unter der Regie von GoldenEye-Regisseur Martin Campbell, tatsächlich ein „meisterhafter Bond-Film“ geworden, in dem die Hauptfigur in erster Linie „eine charakterliche Entwicklung“ durchlebt, auf jeden Fall aber auch mit dem „härtesten Punch“ aller 007-Darsteller „so far“ zu Werke geht; „Tut mir leid. Das Blatt vorhin...ist tödlich gewesen“ (Craig zu „Le Chiffre“ Mads Mikkelsen bei seiner Rückkehr an den Casino-Tisch, nachdem „007“ während des Kartenspielens durch einen von „Le Chiffre’s“ Mitstreiterin „Valenka“ Ivana Miličević vergifteten Wodka Martini beinahe ins Jenseits befördert worden wäre, wobei ein Bond’scher „exitus“ letztendlich nur durch „Vesper Lynd“ verhindert wurde, die eine „erfolgreiche Wiederbelebung“ mittels Defibrillator in Bond’s „2008 Aston Martin DBS“ durchgeführt hat) – zur den Eckpunkten der Story, in deren Kern es um „betrayal“, um Verrat diverser Natur, geht: Zunächst „verdient“ sich Bond (im Rahmen einer in Prag angesiedelten & stilvoll gefilmten S/W-Sequenz; Anm.) seinen „Doppel-Null-Status“ durch die Ermordung eines korrupten Sektionschefs; in der Folge muss Bond den „Banker der international agierenden Terroristen“, Le Chiffre, im Rahmen eines Poker-Turniers in Montenegro schlagen, denn wenn Le Chiffre, der mit dem Geld seiner Klienten (darunter das Geld des afrikanische Warlord „Steven Obanno“, großartig gespielt von Isaac De Bankolé) spekuliert hat, verliert, wird dieser, so die Annahme, gezwungen sein, mit den Geheimdiensten zu kooperieren, statt sich der Rache seiner „clients“ auszusetzen, die, letztendlich wegen Bond, der einen Anschlag auf einem Flughafen in den USA verhindert hat, „lots of money“ verloren haben; sollte 007 jedoch innerhalb des Poker-Turniers scheitern, dann dient das verlorene Geld sozusagen der Finanzierung von Terrorismus (aus dem „Dialog im Zug“ zw. Craig & Green: JAMES BOND 007: „Sie halten es für keinen guten Plan, oder?“ / VESPER LYND: „Ach, es gibt einen? Ich hatte die Befürchtung, dass wir Millionen von Dollar und Hunderte von Leben in einem Glücksspiel riskieren“); unterstützt in Montenegro wird 007 eben von der britischen „Treasury Agent“ Vesper Lynd, die Bond zunächst ziemlich „kritisch bis ablehnend“ gegenübersteht (Green wütend zu Craig in einem Aufzug des „Hotel Splendid“: VESPER LYND: „Nehmen Sie den nächsten. Hier ist nicht genug Platz für mich und Ihr Ego“), sowie von dem französischen Geheimdienstmann René Mathis (durchaus auf der Stufe von Pedro Armendáriz in Liebesgrüße aus Moskau oder von Topol in In tödlicher Mission: Giancarlo Giannini), der für Bond beispielsweise die Leichen von Obanno & eines Obanno-Handlangers, die Bond beide in einem (genauso brutalen wie grandiosen!) Kampf im Treppenhaus des Hotels getötet hat, entsorgt (Giancarlo Giannini zu Daniel Craig auf dem Balkon von 007‘s Hotelzimmer bezüglich „Vesper Lynd“, die Zeugin des blutigen Bond-Obanno-Fights wurde: MATHIS: „Wie geht’s unserer Kleinen? Hat sie Ihr kaltes Herz schon aufgetaut?“); letztendlich schlägt Bond Le Chiffre am Poker-Tisch, wird aber verraten und schließlich, zusammen mit Lynd, von Le Chiffre gekidnappt und gefoltert, da dieser von Bond das Passwort für die auf das Konto einer Schweizer Bank überwiesene gewaltige Gewinnsumme von „over a hundred million“ wissen möchte; „Now the whole world is going to know that you died scratching my balls“ (eine treffende Vorhersage sozusagen: Craig im Original zu Mikkelsen während der Folter-Szene, in der ein nackter 007 an einen Stuhl gefesselt ist) – überraschenderweise wird Bond aber von dem mysteriösen Mr. White (der sich dann in Spectre eben als Vater von „Madeleine Swann“ entpuppt) gerettet, da dieser Le Chiffre für seinen Verrat an der Organisation erschießt (MR. WHITE zu LE CHIFFRE im Folterraum, bevor er abdrückt: „Geld ist unserer Organisation nicht so wichtig. Vertrauen ist uns wichtiger“); in der Folge erholt sich Bond von seinen Folterverletzungen „and falls in love“ mit Vesper (aus einem der eher klischeehaften Craig-Green-Dialogen, die ihre „Liebesbeziehung“ bekräftigen: JAMES BOND 007 zu VESPER LYND, auf dem Gelände des Krankenhauses: „Ich habe keinen Schutzpanzer mehr. Weil du ihn mir abgenommen hast. Und was von mir übrig ist, einfach alles, was von mir übrig ist, was ich bin, gehört bloß dir“); nach der Entlassung aus dem Krankenhaus kündigt Bond beim MI6 und will mit Vesper „um die Welt treiben“ (aus einem gelungenen Green-Craig-Dialog auf einem Strand, der sogar „einen Schuss Humor“ enthält: VESPER LYND: „Du liebst mich?“ / JAMES BOND 007: „Genug, um auszusteigen, um mit dir um die Welt zu treiben. Bis sich einer von uns eine anständige Arbeit suchen muss. Aber ich fürchte, das musst du erledigen. Ich habe keine Ahnung von anständiger Arbeit“ / VESPER LYND: „Meinst du das auch ernst?“ / JAMES BOND 007: „Du hattest schon recht. Wenn man meinen Job zu lange macht, bleibt nicht mehr genug Seele übrig, um sie zu retten. Ich verschwinde mit dem Bisschen, das mir noch bleibt. Reicht das für dich aus?“); allerdings entpuppt sich Lynd, als die beiden einen Abstecher nach Venedig machen, als die „traitor“, die Verräterin, die Le Chiffre & Mr. White Informationen zugespielt hat; nachdem sie das von Bond gewonnene Geld aus dem Casino von dem „Swiss Bank Account“ abgehoben hat, übergibt sie es White’s Männern, die von 007, der Vesper quer durch Venedig gefolgt ist, dann in einem einstürzenden/untergehenden Palazzo allesamt eliminiert werden; doch Vesper begeht, gefangen in einem alten Fahrstuhl, „more or less“ Selbstmord vor Bond’s Augen, „she drowns herself behind steel bars“ sozusagen; doch Lynd, die zur Verräterin wurde, weil Mr. White’s Organisation offenbar „her boyfriend“ in ihren Fängen hatte, führt Bond schließlich „posthum“ anhand von auf ihrem Handy hinterlassenen Hinweisen zu Mr. White; bevor dann die „End Credits“ laufen und das „James Bond Theme“ ertönt, hat 007 Mr. White auf dem Grundstück seiner Villa ins Bein geschossen und sich ihm „mit vollem Namen“ vorgestellt (Dialog zw. Jesper Christensen & Daniel Craig in dieser absoluten Highlight-Szene, die auch zu meinen Lieblingsszenen innerhalb der Bond-Ära von Craig gehört: MR. WHITE, erhält einen Anruf und geht an sein Handy: „Hallo?“ / JAMES BOND 007 (über Telefon): „Mr. White. Wir müssen uns unterhalten“ / MR. WHITE: „Wer sind Sie? [der Schuss ins Bein folgt wie „aus dem Nichts“, „White“ fällt zu Boden und beginnt in Richtung einer Stein-Treppe zu „robben“]“ / JAMES BOND 007, geht an „Mr. White“ vorbei und ein paar Treppenstufen hinauf und sagt dann, in der einen Hand eine „big gun“, in der anderen ein Handy: „Mein Name ist Bond. James Bond“)...; tja, „The king is dead, long live the king“, meint Tom Hardy zu Daniel Craig gegen Ende von Layer Cake, als man ihn zum neuen Chef einer Art „Crime Organisation“ machen möchte, und irgendwie passt diese Floskel auch ganz gut zu der wahrlich gelungenen „Walther PPK-Übergabe“ innerhalb der Bond-Serie von dem zuvor „an einem anderen Tag gestorbenen“ Brosnan an Craig, die Casino Royale ohne Zweifel darstellt; dass das Bond-Epos von 2006 über zahlreiche „Höhepunkte“ verfügt, darüber habe ich mich ja bereits in „Ein Quantum Bond“ und im Rahmen ein paar anderer „Erwähnungen“ des Films innerhalb diverser „works“ meinerseits geäußert, und zu diesen besagten Höhepunkten gehört, neben der in Prag angesiedelten „aggressive black-and-white-Scene“ zu Beginn und der Schluss-Szene, in jedem Fall auch die geniale & „mind blowing“ Freerunning-Sequenz, in welcher Craig in Madagascar den „Auftrags-Bombenleger“ „Mollaka“ (verkörpert von dem französischen Extremsportler & quasi „Freerunning-Erfinder“ Sébastien Foucan) zunächst auf einer Baustelle über eine Metall-Konstruktion bis hinauf zur Spitze eines Kranes verfolgt, um ihn schließlich, nachdem die beiden wieder „zurück auf der Erde“ sind, in einer Botschaft zu stellen und zu erschießen; die gesamte Verfolgungsjagd stellt sogar einen der bestes „chases“ in der Geschichte der Bond-Serie dar und ein „magic moment“ darin ist, wiederum für mich persönlich, der Augenblick, als Foucan auf dem Kran seine leergeschossene Pistole in Richtung Craig wirft, der diese auffängt und wieder zurück in Richtung Foucan schleudert– mit Sicherheit auch der Moment, in dem mich Daniel Craig damals im Kino als neuer „007“ sozusagen „on his side“ gezogen hat; auf keinen Fall unerwähnt lassen darf man, neben der tollen & „creepy“ Leistung von „Poker-Face“ Mads Mikkelsen und den überwiegend gelungenen Dialogen, die sich Craig mit Judi Dench liefert (Dialog zw. „Bond“ & „M“ in „M’s Wohnung“ und nach der „Sache mit dem Bombenleger in der Botschaft in Madagascar“, die eine verheerende Optik für den MI6 hat: JAMES BOND 007: „Sie wollen offenbar, dass ich halb Mönch, halb Killer bin“ / „M“: „Jeder Schläger kann töten. Ich will, dass Sie Ihr Ego aus der Gesamtgleichung streichen und die Situation leidenschaftslos beurteilen. Ich muss wissen, dass ich Ihnen vertrauen kann, und dass Sie wissen, wem Sie vertrauen können. Und da ich das nicht weiß, will ich Sie nicht in meiner Nähe haben. Sie sollten sich irgendwo verkriechen und mal über Ihre Zukunft nachdenken. [...]“), die visuell überaus ansprechende Bahamas-Reise von „Bond“, denn dort verfolgt Craig nicht nur den „Le Chiffre“-Verbündeten „Alex Dimitrios“ (Simon Abkarian), sondern hat zumindest „almost sex“ mit „Solange“ (der Name ist eine Hommage an einen Character aus Fleming’s Kurzgeschichte „007 in New York“ von 1963), der Frau von „Dimitrios“, bevor 007 es vorzieht, ihren Ehemann nach Miami zu verfolgen, wo auf einem „airport“ ein Flugzeugprototyp in die Luft gesprengt werden soll; die „Solange“-Darstellerin Caterina Murino, die also „the villain’s wife“ spielt und auf den Bahamas einen „Eindruck hinterlassenden“ ersten Auftritt im grünen Bikini & mit weißem Pferd am Strand vollzieht, war damals relativ neu im Filmgeschäft und hatte nach eigenen Angaben Angst, an der Seite von Craig, den sie vor allem aus Steven Spielberg’s München (2005) kannte, zu spielen, aber bereits während der Dreharbeiten war sich auch Murino, die einst als Fotomodell tätig war, sicher, dass die Kritik an dem neuen Bond-Darsteller bald verstummen würde (Caterina Murino über Craig: „I am happy that people speak badly about Daniel. They are going to be so surprised. Daniel Craig is such a great actor – he was the right choice. His James Bond is not as much of a cartoon. There’s less special effects, more stunt scenes, to make the movie more real. Daniel is playing James Bond like a real actor, not just playful, like always. When Daniel kills somebody, he’s a real killer. When he kissed me, it was so sexy and so real“); was man dem riesigen Publikumserfolg & „sehr guten (Bond-) Film“ Casino Royale jedoch vorwerfen muss, ist, dass er mit Chris Cornell’s „You Know My Name“ einen der wohl langweiligsten Titel-Songs der Bond-History aufweist, was schade ist, da er im Grunde in den Lyrics eine „intelligente Reflexion“ über das „Auftragskiller-Dasein“ liefert – „If you take a life do you know what you’ll give? / Odds are you won’t like what it is“ (Copyright: „You Know My Name“); übrigens: da die Craig-Bonds, wie von mir bereits ausgeführt, ab Spectre ja zu einer Art „Saga“ verwoben wurden, die letztendlich unerwartete bis leicht abenteuerliche „Zusammenhänge“ aufweist, hat man in der Vortitel-Sequenz von Keine Zeit zu sterben eine Szene eingebaut, in der „007“ in Italien, wo er gerade mit seinem „aktuellen `girlfriend` Dr. Swann“ weilt, das Grab von „Vesper Lynd“ besucht; nachdem „James“ von „Madeleine“ in „No Time to Die“ zum Grabstein von „Vesper“ geschickt worden ist, damit er sich „mit seiner Vergangenheit versöhnt“ (Hotelzimmer-Dialog zw. Craig & Seydoux: MADELEINE SWANN: „Kannst du ihr vergeben? Für uns?“ / JAMES BOND 007: „Ich bin schon lange über sie hinweg“ / MADELEINE SWANN: „Solange wir über unsere Schulter schauen, ist die Vergangenheit nicht tot. Du musst sie loslassen, auch, wenn es schwer ist“), und nachdem „James“ gleichsam „zu der Toten gesprochen hat“ (JAMES BOND 007 in Richtung des Grabsteins von „Lynd“: „Ich vermisse dich“), findet er ein Kärtchen vor dem besagten „tombstone“, auf dem das Symbol von „Spectre“, der Krake, abgebildet ist, woraufhin das Grab umgehend explodiert; in der Tat „a little adventurous“].

Nach einem Zeitsprung öffnet sich ein Vorhang vor dem Hotelzimmerfenster. Elsa Carrington & Richard Ashenden stehen „in the middle of the hotel room“ und lächeln sich an. Dann umarmt Ashenden „Elsa“ und spricht von „gewissen lebenswerten Augenblicken im Leben“ [ASHENDEN: „Soll ich dir was sagen, mein Schatz? Es gibt Augenblicke, da ist es herrlich zu leben“].

„Elsa“ fragt ihn, ob „jetzt gerade“ so ein Augenblick sei, woraufhin er sie auf den Mund küsst und gleichsam „bestätigt“, dass „this moment“ „a special one“ sei [ASHENDEN (nach dem Kuss): „Tatsächlich“].

Als Ashenden sie... „Try and Love Again“ ...dann noch einmal küssen möchte, „stoppt“ Carrington den besagten Kuss-Versuch ab und fragt ihn, ob er schon seine Kündigung aufgesetzt habe [Reaktion von ASHENDEN: „Sie liegt auf dem Tisch. Die wird `R` sehr missfallen“].

„Elsa“ beugt sich über die [von Hitchcock mit einer „bildfüllenden“ Großaufnahme eingefangenen] „resignation“ und spricht davon, dass „R“ besonders der „Nachsatz“ missfallen werde [ELSA CARRINGTON, liest den besagten „Nachsatz“ vor: „`Falls Sie einen Nachfolger für mich haben wollen, kann ich Ihnen den Namen eines guten, verlässlichen Fleischers nennen`“].

„What will happen when we get back to England?“...nach der Frage seines nunmehrigen „girlfriend“, was denn geschehe, wenn sie beide wieder zurück in England seien, meint Ashenden, dass das keine große Sache für „R“ sei und dieser eben umgehend einen „Nachfolger“ losschicken werde [ASHENDEN, der noch einmal einen Blick auf die Kündigung wirft: „[...] `R` schickt einen anderen los. Das ist alles. Das soll nicht unsere Sorge sein“].

Schließlich läutet das Telefon und „Elsa“ geht ran. Am anderen Ende der Leitung meldet sich Robert Marvin, der gerade im Bett seines Hotelzimmers liegt, wobei Marvin sofort in den gewohnt aufdringlichen „Flirt-Modus“ wechselt [ROBERT MARVIN, ins Telefon: „Ist dort die hässlichste Frau der Welt?“].

Ashenden erkundigt sich nach dem Anrufer und Carrington meint, dass da „sein Rivale“ dran sei [Kommentar von ASHENDEN: „Alle Männer sind meine Rivalen. Wer ist es?“].

„Robert Marvin“...nachdem Ashenden gleichsam „die Identität des Anrufers“ erfahren hat, kommt es zu dem gewohnt „spielerischen Hin und Her“ zwischen „Elsa“ & dem „Caller“ [wobei die Kamera gleichsam im Hotelzimmer des „loving couple“ bleibt; Anm.], in dem sie sich aber wiederum als „wife“ bezeichnet.

Dann übergibt sie den Hörer, sozusagen „heimlich“, an Ashenden, und Marvin, der davon „am anderen Ende der Leitung“ nichts mitbekommen hat, spult sein „Programm“, in dem Glauben, noch immer mit Carrington zu sprechen, sozusagen weiterhin runter [ein spezifischer Ausschnitt: ROBERT MARVIN, ins Telefon: „[...] Ich bin ein Höhlenbewohner, der studiert hat. Welche Ansprüche stellen Sie noch?“].

„Well, this is my last word. Listen!“...der Anrufer spricht dann von einem „letzten Angebot“ an „Elsa“ und schickt ihr in der Folge einen Kuss „durch den Hörer“ hinterher, wobei Ashenden, der letztendlich zum „Empfänger“ des Kusses wurde, diesen durch den Hörer gleichsam mit einem „a kiss“ „imitierenden“ Schnippen „erwidert“ [Reaktion von ROBERT MARVIN: „Verzeihung, das hat mich etwas verwirrt. Das war unser erster Kuss. Oder hab‘ ich mich verhört?“].

Dann gibt sich Ashenden als Marvin’s „Gesprächspartner“ zu erkennen [Reaktion von ROBERT MARVIN: „[...] Der Kuss war von Ihnen?“], bevor der Hörer wieder zurück zu „Elsa“ wandert, was bei Marvin „some questions“ auslöst [ROBERT MARVIN: „Sind Sie es endlich? Wir müssen das jetzt klarstellen. Wen hab‘ ich geküsst, die Frau oder den Mann?“].

Als er wiederum „am anderen Ende der Leitung“ nur Carrington’s Gelächter hört, gibt er sich, wie er meint, „zufrieden“ damit und spricht von „The End“ [ROBERT MARVIN: „Hören Sie zu. Das, Madame, ist das Ende. Adieu. Leben Sie wohl. Ich wünsche Ihnen Fünflinge“].

Daraufhin grinst „Elsa“ abermals und legt den Hörer auf, aber Ashenden gibt sich, halb im Ernst – halb im Spaß, als „mitfühlend“ gegenüber dem „Verehrer“ aus [ASHENDEN: „Er tut mir leid. Ich glaube...ich glaube, er liebt dich wirklich“].

Mitten in dem Moment, als „Elsa“ davon spricht, dass es da... „Is there anyone else?“ ...eben noch jemanden gäbe, der sie liebe, taucht der „General“, wie „aus dem Nichts“, im Hotelzimmer auf und kann der Carrington-Aussage sozusagen nur zustimmen [GENERAL: „Und das bin ich“; // Anmerkung: „Secret Agents: Teil 16: `Welcome to the Machine` oder: Ein Auftragskiller, der wirklich keine Gefühle hat“: „JOHN STEED PATRICK MACNEE: „Wer könnte so etwas getan haben?“ / „EMMA PEEL DIANA RIGG: „Wenn wir in unserer Erinnerung kramen...“ / JOHN STEED: „...Stoßen wir auf ein Wort, das mit `R` beginnt“ / EMMA PEEL: „Roboter“ / JOHN STEED: „Die Erfindung des unbeweint verstorbenen Dr. Armstrong. [...]“ (aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Episode „Und noch einmal Roboter“; Dialog zw. dem „Agenten-Duo“ Macnee & Rigg bei einem Autowrack, dessen Zustand sie beide an „einen alten Fall“ aus ihren „Schwarzweiß-Anfängen“ zurückdenken lässt, in dem sie gegen „mörderische“ Roboter antreten mussten) – es kommt eher seltener vor, dass eine Fortsetzung besser ist als das „Original“, der „Teil 1“ sozusagen, aber die „The Avengers“-TV-Episode „Return of the Cybernauts“ (OT; Regie: Robert Day / Drehbuch: Philip Levene) von 1967, die quasi ein in Farbe gedrehtes „Sequel“ von „Die Roboter“ / OT: „The Cybernauts“ aus 1965 darstellt, fällt in diese Kategorie, genauso wie Star Wars V: Das Imperium schlägt zurück (1980; Regie: Irvin Kershner), in dem das Geschehen innerhalb der ohnehin recht „gefühlsintensiven“ Weltraum-„opera“, auch dank eines „superbösen Lord Vader“, ja beinahe eine „tragische Tiefe“ bekommt, oder die beiden James-Cameron-Science-Fiction-Action-Meisterwerke Aliens – Die Rückkehr (1986) und Terminator 2: Tag der Abrechnung (1991), wobei in beiden Cameron-Arbeiten sowohl Sigourney Weaver als auch Linda Hamilton in ihren Rollen „Emma-Peel-Qualitäten“ an den Tag legen; was die spektakuläre Terminator-Fortsetzung anbelangt, in dem es bekanntlich „Schwarzenegger-gegen-den-T-1000“ heißt, bin ich mir persönlich aber nicht sicher, obwohl das Sequel eben „ganz objektiv betrachtet“ sicherlich der bessere Film ist, ob mir der erste Teil aus dem Jahr 1984, in dem Schwarzenegger noch der „böse Roboter/Cyborg“ war, der alten 80er-Jahre-„VHS-Videoshop-Zeiten“ willen, nicht doch „emotional etwas näher“ geblieben ist – „I’ll be back“ (wahrlich „ikonisch“ gewordene Ankündigung innerhalb des ersten Teils von „The Terminator“ Arnold Schwarzenegger in Richtung eines „policeman“ im „Empfangsbereich“ eines Polizeireviers, auf dem er sich gerade nach „Sarah Connor“ Linda Hamilton erkundigt hat, die dort untergebracht wurde, nachdem er sie zuvor in der „Tech Noir“-Bar beinahe eliminiert hätte; nur kurze Zeit später kommt der „Terminator“ tatsächlich wieder und mäht, man kann’s nicht anders ausdrücken, das halbe Polizeirevier nieder, während Hamilton & „Kyle Reese“ Michael Biehn gemeinsam die Flucht von dort gelingt); nun, apropos „Star Wars“: jener Mann, der in George Lucas‘ im Nachhinein quasi „zum vierten Teil avancierten“ ersten und „eine neue Hoffnung“ beschwörenden „Krieg der Sterne“-Film aus dem Jahr 1977 den sogenannten „Todesstern“ befehligte, nämlich Peter Cushing (Dialog zw. „Prinzessin Leia“ Carrie Fisher & „Gouverneur [oder Großmoff] Tarkin“ Cushing auf dem Todesstern, auf welchem auch die „diabolische `Mensch-Maschine` Darth Vader“ weilt: PRINZESSIN LEIA: Gouverneur Tarkin, ich hätte drauf kommen müssen, dass Vader nach eurer Pfeife tanzt. Ich habe euren fauligen Gestank schon entdeckt, als ich an Bord gebracht wurde“ / TARKIN: „Charmant, bis zuletzt. Wenn Sie wüssten, wie ungern ich Ihr Todesurteil unterzeichnet habe“), gibt in „Und noch einmal Roboter“ den charismatischen und nach Rache dürstenden Bösewicht, für den sogar „Emma Peel“ eine gewisse „fascination“ empfindet; Cushing (1913 – 1994) war aber, beispielsweise, auch 1958 in dem Horror-Klassiker Dracula (Regie: Terence Fisher; mit Christopher Lee) als Vampir-Jäger „Van Helsing“ oder 1959 als Meisterdetektiv „Sherlock Holmes“ in Der Hund von Baskerville zugegen (Cushing zu „Dr. Watson“ André Morell, während einer Kutschfahrt „through Dartmoor“ und den mysteriösen Todesfall des Onkels von „Sir Henry Baskerville“ Christopher Lee besprechend, der den Ausgang des Kriminalfalls mit „Hundebeteiligung“ bildet: „[...] Ein Biss von der Tarantel braucht nicht unbedingt tödlich zu sein für einen gesunden Menschen, aber wenn einer ein schwaches Herz hat...“), die unterm Strich zumindest den Eindruck einer recht passablen Verfilmung der berühmten literarischen Vorlage von Arthur Conan Doyle hinterlässt; „Never tangle with a Cybernaut“ (Ratschlag von Rigg an Macnee, sich „niemals mit einem Roboter zu raufen“, nachdem Macnee „Bekanntschaft“ mit der Schlagkraft des Mantel, Hut & Sonnenbrille tragenden „robot“ gemacht hat und nun bei sich zu Hause mit einem „Brumm-Schädel“ auf der Couch liegt) – zu den Ausgangspunkten der Story: Zunächst wird ein Wissenschaftler namens Dr. Russell (Roger Hammond) von einem „sehr kräftigen Mann“, der sich eben als „robot with coat, hat & sunglasses“ herausstellt, niedergeschlagen und entführt; John Steed & Emma Peel sind währenddessen zu Gast bei dem wohlhabenden und mit „prosperierenden Geschäften“ gesegneten „Businessman“ Paul Beresford (Cushing), der offenbar „kunstaffin“ und außerdem ein großer Verehrer von Emma ist (BERESFORD zu „Steed“ & „Peel“ in seinem Haus: „[...] Sie schätzen mich viel zu hoch ein. Aber ich bin ehrlich, ich mache mir nichts vor. Sehen Sie, ich bin gewissermaßen ein Parasit, ich lebe von der Begabung anderer Leute. Da steck ich mein Geld hinein. Ich selbst habe kein Talent. Nur einen gewissen Sinn für das Besondere. Ich umgebe mich gern mit schönen Dingen“); Steed erhält einen Anruf und erfährt vom Verschwinden von Dr. Russell, der bereits der zweite verschwundene Wissenschaftler nach einem gewissen Professor Chadwick (Fulton Mackay) ist, woraufhin das „eingespielte“ Agenten-Duo zum Tatort aufbricht (BERESFORD zu EMMA PEEL: „[...] Damit wird Steed doch allein fertig“ / EMMA PEEL: „Das würde er. Aber ich darf es ihm nicht merken lassen“); als die beiden dann den besagten Tatort untersuchen, spricht Steed die offensichtliche „Sympathie“ an, die Mrs. Peel bezüglich Beresford empfindet (JOHN STEED: „Sie mögen Beresford, nicht wahr?“ / EMMA PEEL: „Ja, warum. Sie etwa nicht? [...] Er ist charmant, witzig und intelligent. Er hat nichts, was einem missfällt“ / JOHN STEED: „Durchaus nicht. Aber wenn ich mich anstrenge, dann find ich bestimmt etwas“); bald stellt sich (für die Zuschauer) heraus, dass Beresford & sein Helfer Benson (Frederick Jaeger – war bereits in „Die Roboter“ mit von der Partie) die Wissenschaftler entführt haben und dass der Roboter praktisch auf den unverwechselbaren Herzschlag seiner Opfer „programmiert“ ist, die er, quasi „nach Bedarf“, nur k.o. schlagen oder töten kann (Dialog zw. Cushing und Jaeger in den mit elektronischen Geräten & Gefängniszellen für die Wissenschaftler ausgestatteten Räumlichkeiten neben dem Wohnzimmer von „Beresford“, das im Übrigen durch eine Art „Spionspiegel / Einwegspiegel / Verhörraumspiegel“ einsehbar ist: BERESFORD: „Eine geniale Idee, Manson. Dieses Kardiogramm“ / BENSON: „Der Herzschlag eines Menschen ist charakteristisch wie sein Fingerabdruck. Wenn er erst einmal programmiert ist, findet er unseren Mann unter Millionen“); nach einer weiteren Wissenschaftler-Entführung, nämlich der Entführung des Elektronikexperten Dr. Neville (Charles Tingwell) aus dessen vor der Firma geparktem Auto, stellt sich nicht nur heraus, dass es sich bei Beresford um den Bruder des (im Finale von „Die Roboter“) umgekommenen Dr. Clement Armstrong handelt, sondern dass Beresford sich an „John & Emma“ rächen möchte, die dem ursprünglichen Erfinder des „automatisierten & `kugelsicheren` Mörders“ einst das Handwerk gelegt haben (Cushing zu den entführten „Koryphäen“ bezüglich seines „brother“, wobei Cushing den drei Herren durch „Überwachungskameras“ aufgezeichnetes Material von Rigg, Macnee & dem „Armstrong“-Darsteller Michael Gough zeigt – bei dem es sich im Grunde eben um reine Ausschnitte aus der Episode „Die Roboter“ handelt: BERESFORD: „[...] Er erfand unter anderem auch diesen Roboter. Einen vollautomatischen Roboter. Dieser zuverlässigste Mörder war sein Geistesprodukt, dem er allerdings auch selbst zum Opfer fiel“); von den „scientists“, die allesamt in gewisser Weise auch „Spezialisten in Sachen Auslöschung“ sind, verlangt Beresford, der sie, sofern sie sich kooperationsbereit zeigen, auch reich entlohnen will, sich für Steed & Peel ein möglichst „qualvolles“, aber gleichzeitig „originelles, fantasievolles, poetisches“ Ende auszudenken (BERESFORD: „Ich hätte natürlich auch ein paar Mörder kaufen können. Aber das wäre nicht folgerichtig. Sie sollen so sterben, wie er starb. [...] Sie sind Männer mit Ideen. Bringen Sie mir eine Idee, eine neue Idee! Erfinden Sie den Tod seiner Feinde!“)...; nun, lässt man mal die Tatsache beiseite, dass der „großgewachsene“ Killer-Roboter (als „Cybernaut“ mit „Schaufensterpuppen-Aussehen“ agiert: Terry Richards) im Vergleich zu dem bekanntlich mit „lebendem Gewebe“ umgebenen „Sonnenbrillen-tragenden Cyborg“ Arnold Schwarzenegger eher „putzig“ anmutet, erzeugen dessen tödlichen & nicht-tödlichen Attacken innerhalb von „Und noch einmal Roboter“ doch einige Momente voller „Suspense“ im Hitchcock’schen Sinne, für die allerdings auch schon „Roger“, das zuweilen ebenfalls Sonnenbrillen-tragende „Cybernaut-Ur-Modell“ aus „Teil 1“, also aus: „Die Roboter“, sorgte („Dr. Clement Armstrong“ Michael Gough zu „John Steed“ Patrick Macnee in der 65er-Folge: DR. ARMSTRONG: „Sie müssen doch zugeben, dass der automatisierte Mörder ein genialer Einfall war. Er ist zuverlässig, ergeben und außerordentlich leistungsfähig. Wie tüchtig er ist und wie präzise er arbeitet, werden Sie gleich sehen“); nichtsdestotrotz bildet den interessantesten Teil der „Fortsetzung“ der Umstand, dass Rigg darin gleichsam zum Opfer eines, wenn man so will, „heimtückischen Verehrers“ wird und dass man Macnee in diesem Zusammenhang ein paar Sätze ins Drehbuch geschrieben hat, die „jealousy“ & eine gewisse „Skepsis“ in Bezug auf die scheinbare „Beresford-Peel-`Chemistry`“ zum Ausdruck bringen sollen (aus einem Macnee-Rigg-Dialog im „living room“ von Cushing: JOHN STEED: „Ich muss sagen, Sie fühlen sich hier bereits wie zu Hause“ / EMMA PEEL: „Paul ist sehr zuvorkommend und gastfreundlich“ / JOHN STEED: „Aha, ganz besonders, wenn man charmant, weiblich und ausgesprochen hübsch ist“ / EMMA PEEL: „Sie sind doch aber auch sehr hübsch. Er gefällt mir, ja. Er hat gute Manieren, ist klug, belesen und sympathisch“ / JOHN STEED: „Damit ist das Plädoyer der Verteidigung abgeschlossen. Offen gesagt, er hat sich sehr bemüht, Sie kennenzulernen“ / EMMA PEEL: „Ich weiß nicht, was Sie wollen. Wir trafen uns zufällig bei einer Auktion“ / JOHN STEED: „Und was war danach? Größte Bezirzung“ / EMMA PEEL: „Steed, Sie sind ja eifersüchtig“ / JOHN STEED: „Nein, das würd‘ ich nicht sagen, Mrs. Peel. Nur nachdenklich“); das „Motto“ der Episode lautet ja „Steed Pulls Some Strings, Emma Becomes a Puppet“, und die „Strafe“, die sich die Wissenschaftler in Cushing‘s „Forschungsgefängnis“ da ausgedacht haben, ist tatsächlich irgendwie „originell“, denn Rigg & Macnee sollen mittels eines in Armbanduhren eingebauten Mechanismus zu „willenlosen Marionetten“ mit „Roboter-artigem“ Verhalten werden, dies allerdings bei „vollem Bewusstsein“ (Cushing in Anwesenheit von Macnee & Rigg bezüglich ihres von ihm für sie vorgesehenen „Schicksals“, für das sie, so seine „Prognose“ & Vision, sogar noch den Roboter beneiden werden: BERESFORD: „Eins steht fest, Sie werden dieses Stahlungeheuer beneiden. Er ist nur eine Maschine. Er hat kein Bewusstsein, keine Gefühle. Sie wissen, was ich meine? Ja, Sie werden ihn beneiden. [...]“); ein Highlight in diesem Zusammenhang ist jene Szene, in der sich „Steed“ auf „Beresford’s“ Grundstück plötzlich einer aufgrund ihrer Armbanduhr, die ein „Geschenk“ ihres „Verehrers“ war, „like a robot“ agierenden „Mrs. Peel“ gegenübersieht, die ihm dann auch noch einen Handkantenschlag versetzt, der ihn ausknockt (JOHN STEED zu der „seltsam starren & schweigsamen“ EMMA PEEL, bevor diese „Roboter-Karate“ anwendet: „[...] Hören Sie mal. Begrüßt man so einen liebenswerten Kollegen?“), wobei die im Rahmen der Szene präsentierte Großaufnahme von Rigg’s betont emotionslosem Gesicht „really beautiful“ geraten ist; „Automatisation in der modernen Gesellschaft“: nachdem „the evil mastermind“ bzw. der Möchtegern-„Master of Puppets“ Cushing, wie bereits sein „Bruder“ Michael Gough in „Die Roboter“, Opfer seiner eigenen „Höllenmaschine“ geworden ist und der besagten „machine“ sozusagen „der Stecker gezogen“ wurde, kommt es zu einem vergnüglichen „Epilog“, denn „Return of the Cybernauts“ endet damit, dass „Steed“ & „Mrs. Peel“ gemeinsam vor einem Toaster sitzen und Macnee versucht, diesen irgendwie zu reparieren oder in Gang zu bringen, was aber lediglich dazu führt, dass der Toaster im wahrsten Sinne des Wortes „durch die Zimmerdecke“ geht, soll heißen: „abhebt“ und ein Loch in diese reißt, und zwei angebrannte Scheiben Toast in der Wohnung zurücklässt (Dialog zw. Macnee & Rigg angesichts des „in die Umlaufbahn geschossenen Toasters“ und der zwei „ungenießbaren `toast slices`“ auf dem Tisch vor ihnen: JOHN STEED: „[...] Das ist das erste Mal, dass England etwas in eine Umlaufbahn gebracht hat“ / EMMA PEEL: „Soll ich sie mit Butter bestreichen oder bewahren wir sie für die Nachwelt auf?“)].

Doch auch der „mexikanische General“ hat eine „Frage“ an Elsa Carrington & Richard Ashenden, nämlich, ob die beiden gerade die üblichen „Morning Husband and Wife Exercises“ machen [GENERAL: „Machen Sie im Augenblick die morgendlichen Mann-und-Frau-Übungen?“], woraufhin Ashenden von einem diesbezüglichen „freien Tag“ spricht [ASHENDEN: „Heute üben wir nicht. Wir haben einen freien Tag“].

Nachdem der „Mexican General“ „irgendwas von 12x täglich“ gesagt hat und wohl sich selbst gemeint hat, fragt er nach, ob er denn momentan störe. Ashenden verneint das, erzählt ihm aber von dem Entschluss, den er & „Elsa“ gefasst haben, und erwähnt die Kündigung. Das führt bei dem „Kollegen“ sofort zu Unverständnis, auch angesichts des Krieges [GENERAL: „Gekündigt. `Kündigen`, so ein Wort seien kein Begriff für mich. Mitten im Krieg...unmöglich! Glauben Sie etwa, ich könnte kündigen, mitten im Krieg kündigen, unvorstellbar das Ganze... [...]“].

„If I were still a soldier“...Ashenden entgegnet, dass er das sicher nicht tun würde, wenn er (noch) Soldat wäre, und meint, dass das „Front-Geschehen“ nicht zu vergleichen sei mit dem, was sie hier, „right now“, in der Schweiz treiben. Der General spricht schließlich den Verlust der „Ehre“ an und gibt sich überaus sicher diesbezüglich, dass „R“ die Kündigung nicht annehmen werde.

Der „former soldier & writer“ bekräftigt dann, dass er mit dem „whole business“ fertig sei, und bezeichnet die „Erfolgsbilanz in `Switzerland`“ als nicht gerade berauschend [ASHENDEN: „Wir haben auch wenig zustande gebracht. Als Bluthunde sind wir nicht geeignet. [...]“].

„Maybe for you...maybe for you...not for me“...der „General“ sieht in der Folge „weit und breit keinen Ersatz“ für sich [GENERAL: „[...] Wer können wohl sein so hervorragender Bluthund wie ich? Wer können mich wohl ersetzen?“].

Ashenden stimmt ihm, um die Diskussion zu beenden, zu, woraufhin sich der „Bluthund“ geschmeichelt fühlt und ihn bittet mitzukommen, da er ihm etwas „zeigen möchte“, was letztendlich auch der Grund seines Auftauchens in dem „Hotel Room“ war [GENERAL: „[...] Eine frisch entdeckte Spur. Eine taufrische Neuigkeit. [...] Neue Schnur[!] grade zu unserem Mann. Ich schwören, wir diesmal keinen Fehler machen“].

Als der „General“ Ashenden in Richtung Zimmerausgang „führt“, wird Carrington’s Miene zunächst ernsthafter, dann skeptischer, letztendlich „a bit angry“, da Ashenden sich offenbar von dem „Mexikaner“ tatsächlich überreden lässt, sich etwas „zeigen zu lassen“ [ASHENDEN: „[...] Zeigen Sie mir Ihre Spur“].

„Don’t go!“... „Elsa“ bittet ihn, angesichts der verfassten „resignation“, sich „was auch immer“ von dem „General“ nicht zeigen zu lassen, doch der Einwand führt nicht zur erwünschten Reaktion bei ihrem „boyfriend“ [ASHENDEN: „Warum nicht? Ich bin sofort wieder da“] und Ashenden spricht davon... „It’s alright. I’ll be back“ ...dass er ohnehin bald wieder zurückkomme.

Der „General“ triumphiert „leise“, nur mit einem für seine Verhältnisse „zurückhaltenden, aber dennoch spöttischen“ Grinsen, und „Elsa“ setzt sich, als die beiden das Zimmer dann verlassen haben, etwas „resignativ“ auf einen Stuhl bei einem Vorhang.

Auf dem Gang „belästigt“ der „General“ dann noch ein Zimmermädchen, auf welches er und Ashenden zufällig treffen, indem er sich diesem sozusagen mehrfach „in den Weg stellt“, um es am Weitergehen zu hindern. Schließlich lässt er die „chambermaid“ „passieren“, geht dann aber an seinem ihm zugeteilten „Hotel Room“ vorbei.

Ashenden wird, zu dessen Verwunderung, von dem „General“ offenbar nicht zu „the general’s room“ geführt, sondern zu einem anderen Hotelzimmer [zugehöriger Dialog: ASHENDEN: „Ihr Zimmer ist aber dort...“ / GENERAL: „Aber hier seien Zimmer von meinen süßes Baby, Amigo“].

„Querida...I brought this very fine gentleman-friend of mine to see you“...in dem „fremden Hotelzimmer“ sieht sich Ashenden dann einer „`young woman` in einem Pyjama“ gegenüber, die im „bed“ liegt und sich gerade an einem auf dem Bett stehenden Frühstückstablett bedient.

Der „General“ setzt sich zu ihr und stellt sie Ashenden als jene junge Frau vor, die er „last night in the `Gasthaus`“ kennenglernt und mit der er, wie er’s nennt, sein „Penny Game“ gespielt hat, bevor er sich mit ihr, nach dem „Penny Game“, dann auch unterhalten hat [GENERAL: „Wir uns auch unterhalten. ...Hinterher. [...] Kleine Konversation“].

Der „Secret Agent“ erfährt schließlich vom „General“, dass seine Bekanntschaft einen Verlobten habe [Zwischenfrage von ASHENDEN, die verneint wird: „Ist der etwa auch hier?“], welcher „worker“ in der Schokoladenfabrik sei, aber merkwürdigerweise dafür besser bezahlt werde als andere in der „factory“.

„And here I come to the point“...nach dieser „Info“ bezüglich des „boyfriend“ der „Woman in the Bed“ kommt der „Mexican General“ zum Punkt und klärt Ashenden über die Machenschaften in der besagten Fabrik auf, die eben nicht nur „a simple factory“ sei [GENERAL: „[...] Und jetzt werden Sie sehen, dass ich beste Spürhund bin und gutes Patriot. Können schon denken, was dort noch?“], sondern eine Art „Informationsverteilungszentrum“ [GENERAL: „Es sind vor allem Hauptpostamt für deutsche Spione“].

Der „General“... „But secret, very secret, no one knows...“ ...betont, dass das natürlich „niemand wisse und streng geheim“ sei, wobei nicht mal der Direktor der Fabrik eingeweiht wäre, sondern lediglich ein oder zwei Angestellte derselben [überraschte Frage von ASHENDEN, der seinem Mitstreiter mit seinem Feuerzeug dabei behilflich ist, eine Zigarette anzuzünden: „Und Ihre Freundin weiß auch davon?“].

In der Folge spricht der „General“ von einer „sensationellen Nachricht“, die gestern angekommen sei und lediglich „one person“ betreffe [Reaktion von ASHENDEN: „Unseren Mann etwa?“].

Nachdem Ashenden... „positive“ ...die absolute Bestätigung bekommen hat, dass es sich um den „spy“ handelt, hinter dem sie her sind, erkundigt er sich nach dem Namen des Mannes [Antwort des GENERALS: „Den weiß ich nicht“].

„5000 Franken“...quasi vom Bett aus nennt die „young woman“ den Preis dafür, dass ihr „boyfriend from the factory“ den Namen des „deutschen Agenten“ preisgibt, was dazu führt, dass der „General“ seine Empörung über die... „Are you crazy, are you completely crazy!?“ ...hohe Summe zum Ausdruck bringt und „zu ihr ins Bett springt“, um sich neben sie zu setzen [GENERAL: „[...] Ich dir schon großen Haufen Geld gegeben. 100 Franken“].

„The Girl in the Bed“ spricht dann davon, dass die Summe für sie und „Karl“ sei, da sie beide eben bald heiraten wollen.

Ashenden scheint nachzudenken und geht dann zum Telefon, um sich mit Zimmer 234, also: mit dem Zimmer von „Mr. & Mrs. Ashenden“, verbinden zu lassen, wo „Elsa“ noch immer, mit reichlich ernster Miene, auf dem Stuhl bei dem Vorhang sitzt. Nachdem Carrington ans Telefon gegangen ist, teilt ihr Ashenden, der „neu motiviert“ scheint, seine „nunmehrigen Pläne“ mit [ASHENDEN: „Elsa. Ich bin in ein paar Stunden wieder da. Schick bitte Mantel und Hut in die Halle. Den Nachtzug erwischen wir noch“].

Außerdem verspricht er der wenig begeisterten „Elsa“... „I let you know as soon as I get back“ ...eine „Erklärung“ bei seiner Rückkehr [Nachsatz von ASHENDEN: „Ich brauch nicht lange. Das verstehst du doch...“].

„Yes“...eine „disappointed“ wirkende Carrington antwortet nur mit einem knappen „Ja“, legt dann auf, nimmt das verfasste Kündigungsschreiben Ashendens vom Tisch, betrachtet dieses und zerschneidet es mit einer Schere [Anmerkung: Apropos „resignation“: „James Bond in der Schweiz“ oder: „Are you strong enough to be my man?“: „JAMES BOND 007 GEORGE LAZENBY: „[...] Soll das heißen, Sie haben kein Vertrauen mehr zu mir?“ / „M BERNARD LEE, der hinter seinem Schreibtisch sitzt: „Ich bin nach wie vor von Ihren Fähigkeiten überzeugt. Aber eine Lizenz zum Töten ist sinnlos, solange man das Ziel nicht ausmachen kann. Sie werden eine andere Aufgabe erhalten. Danke“ / JAMES BOND 007: „Sir, unter diesen Umständen...“ / „M“, steckt sich seine Pfeife an: „Das ist alles!“ (aus: Im Geheimdienst Ihrer Majestät; Dialog zw. dem „spy“ Lazenby und seinem „Vorgesetzten“ Bernard Lee, der ihm soeben den „Blofeld-Fall“ entzogen hat, was sofortige „Kündigungsgelüste“ in „007“ freisetzt; kurz nachdem Lazenby das Büro seines Chefs verlassen hat, bittet er „Moneypenny“ Lois Maxwell, ein Kündigungsschreiben bei „Her Majesty’s Secret Service“ für ihn aufzusetzen, das folgenden „text“ beinhaltet: „`Sir, ich habe die Ehre Sie zu bitten, meine Kündigung, und zwar mit sofortiger Wirkung, entgegenzunehmen`“; aber bekanntlich wird aus der Kündigung dann, dank „Moneypenny“, ein „zweiwöchiger Urlaub“, der Bond letztendlich zu „Blofeld“ Telly Savalas auf den [fiktiven] „Piz Gloria“ in die Schweizer Alpen sowie, wenn auch nur für kurze Zeit, „in den Hafen der Ehe“ führt) – nun, bereits Sean Connery, die ewige „Nummer eins“ innerhalb der Bond-Darsteller, machte 1964 im Rahmen von Goldfinger einen Abstecher in die Schweiz, wo er nicht nur „Auric Goldfinger’s“ Fabrik einen Besuch abstattete, sondern auch eine relativ kurze Begegnung mit „Tilly Masterson“ Tania Mallet hatte, die den von „Goldfinger“ Gert Fröbe angeordneten und im Grunde durch Connery „mitverursachten“ legendär „vergoldeten“ Tod ihrer Schwester „Jill“ (Shirley Eaton) in einem Hotelzimmer in Miami rächen möchte (Dialog zw. Connery & Mallet im Aston Martin DB5, der sich auf das „Gepäck“ von Mallet bezieht, auf dem die Initialen „T. M.“ stehen: JAMES BOND 007: „Sind Sie zur Jagdsaison hier? Ich hatte auch einmal so einen Gewehrkasten“ / TILLY MASTERSON: „Da sind meine Schlittschuhe drinnen“ / JAMES BOND 007: „Ein hübscher Sport. Wo wollen Sie denn laufen?“ / TILLY MASTERSON: „In Sankt Moritz“ / JAMES BOND 007: „Ich habe gar nicht gewusst, dass es dort um diese Jahreszeit Eis gibt. [...]“); der „Schweiz-Aufenthalt“ von „007“ Connery endet, nach dem Tod von „Tilly Masterson“ durch den „tödlichen Hut“ des Goldfinger-Handlangers „Oddjob“ Harold Sakata, dann natürlich damit, dass der gefesselte Connery beinahe von einem Laserstrahl „in zwei Hälften geteilt“ wird (legendärer originaler Dialog zw. Connery & Gert Fröbe: JAMES BOND 007: „Do you expect me to talk?“ / GOLDFINGER: „No, Mr. Bond, I expect you to die!“), bevor er dann letztendlich, „for some reasons“, verschont und von der Pilotin „Pussy Galore“ Honor Blackman im Privatjet des „villain“ in die Staaten geflogen wird; tja, wirklich beim „Schlittschuhlaufen in der Schweiz“ sieht man schließlich Diana Rigg im 69er-Bond-Film „On Her Majesty’s Secret Service“ (OT) von Peter Hunt, denn Rigg, Bond’s „love interest“ in dem Werk, stoppt, sozusagen plötzlich und für „James“ überraschend, auf der Eislauffläche mit ihren Schlittschuhen vor George Lazenby ab, der sich zuvor einen ziemlich „Suspense-reichen“ „foot chase“ durch ein offenbar gerade von Weihnachtsfeierlichkeiten „dominiertes“ Schweizer Dorf mit von „Irma Bunt“ Ilse Steppat angeführten Blofeld-Handlangern geliefert hat, dem allerdings schon ein „really thrilling ski chase“ vorangegangen war; „George’s film is a damn good movie. He could have been a great Bond and could have made quite a few movies, but it wasn’t to be. [...]“, hat der siebenfache Bond-Darsteller Roger Moore einmal über den „Einmal-Bond“ Lazenby gesagt, und tatsächlich, Lazenby’s etwas durchwachsene Performance hin oder her, das Standing des Werks, welches damals im Vergleich zu den Connery-Movies kein überragender Box-Office-Erfolg war, ist in den Jahren unter den Bond-Fans enorm angewachsen, sodass dieses „solo outing“ des Australiers „as the secret agent 007“ heutzutage gemeinhin zu den besten Filmen der „Bond-series“ gezählt wird; zum Teil war sogar im Zusammenhang mit Im Geheimdienst Ihrer Majestät von einem „artistic triumph“ die Rede, was aus meiner Sicht leicht übertrieben scheint, aber zumindest hat der US-Star-Regisseur & „On Her Majesty’s Secret Service“-(Edel-)Fan Steven Soderbergh sicherlich nicht unrecht mit seiner Aussage, dass Lazenby in dem Film eine größere „vulnerability“ zeigt, als Connery sie jemals als „James Bond“ besaß oder eben zeigen durfte; insofern ist Lazenby’s ironischer und tatsächlich „ans Kino-Publikum“ gerichteter „Das wär dem anderen nie passiert“-Sager im Rahmen der Vortitel-Sequenz, der auf seinen „Raubtier-artigen“ Vorgänger in der Rolle anspielt, mehr als treffend; „Ich werde meinen Auftrag erledigen und dann treffen wir uns bald“ / „Und sie sah ihn niemals wieder...“ / „Stell mir einen Martini kalt“ (Dialog zw. Lazenby & Rigg, der nach den großen Louis-Armstrong-singt-„We Have All the Time in the World“-„falling in love“-Sequenzen in dem Werk platziert ist; Lazenby hat gerade, und das in Bern, einen Wagen verlassen, auf dessen Rücksitz sich nicht nur Rigg, sondern auch sein späterer Kurzzeit-Schwiegervater „Marc Ange Draco“ Gabriele Ferzetti befindet, der der Kopf eines „crime cartel“ ist und überdies der Meinung, dass „007“ „der Richtige“ für seine „complex daughter“ ist; Lazenby dringt danach in ein Anwaltsbüro ein, um dort konkretere Informationen über den Verbleib seines Erzfeindes „Blofeld“ Telly Savalas zu finden) – wenn man den Inhalt des sechsten Bond-Films betrachtet, so haben die Macher damals auf jeden Fall, ähnlich wie sehr viel später in Casino Royale, ein wenig die „audience expectations“ unterlaufen und „007“, der in der Ära von Connery ein reiner „womanizer“ war, sozusagen „eine Liebesgeschichte untergejubelt“, denn das wirklich Bemerkenswerte an dem Werk ist eben der „James Bond meets, rescues, makes love to the beautiful but melancholic Contessa (Teresa) `Tracy` Di Vicenzo and marries her in the end, before she gets killed only hours after the wedding by his old enemy“-Aspekt, denn der gesamte „Blofeld betreibt auf einem Schweizer Berg eine `Allergie-Klinik`, in der unschuldige Frauen `gebrainwashed` werden, um dann als „Engel des Todes“ mit ihren Zerstäubern draußen in der Welt Unheil anzurichten“-Teil hat, um ehrlich zu sein, so einige „Längen“, wobei die aneinandergereihten und eben, für sich betrachtet, durchaus spannenden Verfolgungsjagden auf Skiern, zu Fuß, schließlich mit dem Auto und dann wieder auf Skiern irgendwann dann doch einen „repetitiven“ Eindruck hinterlassen, wenngleich die Lawine, von der Rigg & Lazenby im Rahmen von „ski chase number two“ erfasst werden, wahrlich atemberaubend ist; „I have a face I cannot show / I make the rules up as I go / Just try and love me if you can / Are you strong enough to be my man / My man“ (Copyright: der Song „Strong Enough“ von Sheryl Crow, die bekanntlich 1997 den Titel-Song zu dem Brosnan-Bond Der Morgen stirbt nie beisteuerte) – der für seine 007-Darstellung letztendlich nicht unbedingt gefeierte Australier Lazenby musste also in „On Her Majesty’s Secret Service“ dem von Sean Connery so souverän im Rahmen von fünf Kinoerfolgen „vor-gespielten“ ruchlosen Macho-Agenten (Lazenby über die Bond-Figur im Allgemeinen: „James Bond is a villain and a murderous one. He deals with villains and he has to outsmart them. He has the villain’s essence in his makeup. He’d be a pretty good villain himself. He knows how to out-connive, out-spy, out-charm, out-kill. The guy basically gets away with murder“) eine „sensitive, sich kümmernde“ Seite verpassen; die Frau, die ihm dabei zur Seite gestellt wurde, Diana Rigg (z. B.: 1973: Theater des Grauens; mit Horror-Legende Vincent Price), galt lange Zeit als das populärste Bond-Girl und verkörperte `69 sicherlich eine mehr als „würdige Mrs. Bond“, wobei Rigg eben, im Gegensatz zu dem „eher unbekannten Newcomer in Sachen Schauspielerei & `Ex-Male-Model`“ Lazenby, seinerzeit aufgrund von Mit Schirm, Charme und Melone bereits so etwas wie „der Schwarm“ oder, wenn man so will, „die ideale Frau“ für Millionen von Sehern dieser 60s-TV-Serie war; obwohl die viel beschworene „chemistry“ hinter der Kamera zwischen der einstigen „Emma Peel“-Darstellerin & dem „Neo-Bond“ nicht unbedingt „great“ war, so „funktioniert“ das Duo doch weitgehend in den gemeinsamen Szenen, und lässt man einmal das wirklich traurig geratene „[...] She’s having a rest. We’ll be going on soon. There’s no hurry, you see. We have all the time in the world“ (Lazenby im Original zu einem vorbeikommenden Motorrad-Polizisten)-Ende mit der „toten Braut“ beiseite, das vor allem natürlich dem Umstand geschuldet war, dass „007“ auf jeden Fall ein „bachelor“ bleiben musste, so bildet ein ungleich positiveres „James & Tracy“-Highlight sicherlich die „Marriage Proposal“-Szene in der Schweiz, in der Lazenby Rigg in einem eingeschneiten „Heustadel“ einen Antrag macht (aus den zugehörigen Dialogen: TRACY, mit „da oben“ ist Blofeld’s Klinik gemeint: „Was hat sich eigentlich da oben abgespielt, James?“ / JAMES BOND 007: „Was der Secret Service treibt, ist immer noch geheim“ / TRACY: „Aber du kannst doch im Augenblick mit deinem Secret Service nichts tun“ / JAMES BOND 007: „Nein“ / TRACY: „Aber warum denkst du denn jetzt daran, hm?“ / JAMES BOND 007: „Das mach ich ja nicht. Ich denke über uns nach. Tracy. Ein Agent darf nur für sich selbst und seinen Beruf leben“ / TRACY: „Das seh‘ ich ein. Also müssen wir weitermachen wie bisher“ / JAMES BOND 007: „Nein. Ich muss mir einen anderen Beruf suchen“ / TRACY: „Ist das dein Ernst, James?“ / JAMES BOND 007: „Ich liebe dich und ich finde nie wieder eine Frau wie dich. Willst du mich heiraten?“ / TRACY: „Möchtest du das denn wirklich?“ / JAMES BOND 007: „Ja, Tracy. Mr. und Mrs. James Bond. [...]“); Lazenby hat einmal die ziemlich „weise“ Aussage getroffen, dass der „Ur-Bond“ Connery eben den Vorteil hatte, der „erste Bond“ gewesen zu sein und somit quasi die „energy of this character“ vorgeben konnte, und eben jener Sean Connery, der `67, nach seinem „Japan-Ausflug“, die „Lizenz zum Töten“ freiwillig abgab und somit `69 nicht zu einem (richtigen) „Ehemann“ in Im Geheimdienst Ihrer Majestät wurde, war dann 1994 doch noch gemeinsam mit „Mrs. Bond“ Diana Rigg auf der Leinwand zu sehen; „Ich werde noch weitere Tests machen. Aber bis dahin muss ich absolutes Fahrverbot verordnen. [...] Alkohol und auch Sex. Ihre sieben beliebtesten Hobbies“ (der „Arzt“ Sean Connery zu seinem „Patienten“, dem „englischen Diplomaten in der afrikanischen Republik Kinjanja“ Colin Friels, der ihn mit dem Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit konsultiert hat) – die „filmische Merkwürdigkeit“, in der das der Fall war, heißt A Good Man in Africa (Regie: Bruce Beresford) und gilt nicht zwingend als „Meisterwerk“ oder als Connery-Highlight der 90er wie etwa The Rock – Fels der Entscheidung (1996) oder wie Verlockende Falle (1999); „Connery & Rigg gemeinsam auf der Leinwand“ ist vielleicht auch ein wenig übertrieben ausgedrückt, denn die beiden haben in dieser eben in Afrika angesiedelten „Politposse“ (Starring: u. a. John Lithgow & Louis Gossett Jr.) mit mehr oder weniger gelungenen komödiantisch-dramatischen Elementen sowie mit einer oftmals auf seltsame Weise „erotisch aufgeladenen“ Atmosphäre kaum Szenen miteinander, aber immerhin bietet das Werk dem „James Bond & Mit Schirm, Charme und Melone“-Fan das leicht „nostalgisch“ anmutende Erlebnis, den „original 007“, der einen grimmigen schottischen Arzt spielt, sowie „Mrs. Emma Peel“, die die Gattin eines britischen Diplomaten verkörpert, „nacheinander innerhalb eines Vorspanns genannt zu sehen“; „by the way“: Diana Rigg war auch unter der Regie von Goldfinger-Regisseur Guy Hamilton zu sehen, und zwar in der durchaus gelungenen Agatha-Christie-Verfilmung Das Böse unter der Sonne (u. a. mit Jane Birkin, Maggie Smith & James Mason) aus dem Jahr 1981, in welcher der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot (Peter Ustinov) in einem Luxushotel auf einer idyllischen Insel im Mittelmeer eincheckt und sich plötzlich mit dem Mord an einer von Rigg gespielten ehemals gefeierten Theaterschauspielerin konfrontiert sieht, die die Hotel-Gäste mit ihrer wahrlich divenhaften Art brüskierte (Diana Rigg über die Rolle der „Arlena Marshall“: „Sie ist eine enttäuschte Frau und nicht der Star, der sie gern gewesen wäre. Sie ist keineswegs Gertrude Lawrence* und hat ihre beste Zeit hinter sich. Ihre Aussichten sind wenig rosig. Sie hat einen anständigen Engländer geheiratet und steuert auf ein angenehmes Leben zu. Aber natürlich ist sie das Biest. Ein richtiges Biest. Das Biest, das jeder hasst. Und mit gutem Grund. [...]“; *ein in den 1930er- & 1940er-Jahren gefeierter Broadway-Star); das Ganze fällt zwar, als „Whodunit“, in die Kategorie „Krimirätsel, wie sie Alfred Hitchcock nicht mochte“, ist aber durchaus elegant gemacht].

Ortswechsel. Die „Chocolate“-Fabrik. In den Räumlichkeiten der „factory“ blicken Ashenden, der „Mexican General“ sowie die „Young Woman from the Hotel Room“ durch ein großes Fenster hindurch in eine Halle von „Mochard Chocolat“, in der gerade überaus intensiv von den diversen „workers“ gearbeitet wird.

Die junge Frau [die im Übrigen von Lilli Palmer gespielt wird, welche, was im Konnex mit dem Hitchcock-Film erwähnenswert ist, eine britisch-schweizerische Doppelstaatsbürgerschaft besaß, ab Mitte der 40er-Jahre auch in Hollywood tätig war und beispielsweise, um beim Spionage-Genre zu bleiben, 1965 in dem britischen Spionagethriller Geheimaktion Crossbow mit Sophia Loren, George Peppard & Trevor Howard zu sehen war; Anm.] kündigt an, sofort „Karl“ zu holen, während Ashenden & sein Partner den Arbeitsbereich betreten, um sich von einem Mann durch die Fabrik führen zu lassen, der ihnen auch sofort zwei Tafeln Milchschokolade anbietet, wobei die beiden „Secret Agents“ das „Angebot“ ablehnen.

Sofort macht der „General“ [Hitchcock präsentiert dabei eine wahrlich virtuose Großaufnahme des Zigarette-rauchenden Peter Lorre!] einen Mann in der Fabrik aus, der die Vorgänge rund um ihn und Ashenden zu beobachten scheint, schließlich hastig etwas auf ein Blatt Papier notiert und dieses Blatt dann zusammengefaltet in einer größeren (Pralinen-)Schachtel, welche über ein Fließband wandert, deponiert.

Der „Mexikaner“ „verfolgt“ den Weg der „Schachtel plus Nachricht“ dann, indem er neben dem Fließband hergeht, um schließlich eine Treppe hinaufzusteigen, damit er die „Endstation“ der „message in a box“, die inzwischen eben mit dem besagten „assembly line“ „aufwärts transportiert“ wurde, ausmachen kann.

Alles, was er in der Folge durch eine schmale Öffnung hindurch erblickt, sind gleichsam zwei Hände, die das Blatt Papier aus der Schachtel holen. Als der „General“ sich wieder zurück zu Ashenden begibt, sieht man den Inhalt der Nachricht: „Zwei englische Spione hier – telefoniere Polizei – keinen Namen nennen“ [im Original: „Two English spies here / phone police / anonymously“].

Umgehend kommt es zu dem Telefonat und ein „entsetzter“ Polizist erfährt von dem anonymen Anrufer, dass „zwei englische Spione“ in den „Mochard-Werken“ sind, was dann via Telefon auch dem... „Two English Spies!“ ...überraschten Direktor der Fabrik zu Ohren kommt. Als dieser bei seiner Sekretärin nachfragt, ob denn „heute Engländer im Werk“ seien, spricht sie von „two men“, die gerade bei „Herrn Schulze“ wären [FABRIK-DIREKTOR, ins Telefon: „Ja! Ja! Es sind zwei Engländer in unserem Werk! [...]“].

Der „Policeman“, der den anonymen Anruf entgegengenommen hat, weist den zweiten Polizisten, der schon die ganze Zeit über hinter ihm gestanden ist, an, „sofort den Mannschaftswagen bereitzumachen“.

„Back to Elsa’s Hotel Room“. Eine weinende Carrington hat offenbar einen... „...but I see you / cannot give up / this job / You will be / better without me / Good bye / Elsa“ ...Abschiedsbrief an Ashenden verfasst [Inhalt, der in der dt. Synchro per Voiceover mitgeteilt wird: „Es war nett, dass du mir gestern Abend etwas vorgespielt hast, aber ich sehe ein, du kannst deinen Job nicht aufgeben. Ohne mich wirst du es einfacher haben“] und packt ihren Reisekoffer [Anmerkung: „Secret Agents“: Teil 17: „Von wegen `Ohne mich wirst du es einfacher haben`: `Steed weitgehend ohne Peel in einem Agatha-Christie-artigen Szenario`“: „JOHN STEED PATRICK MACNEE: „Also, bis später, Mrs. Peel“ / „EMMA PEEL DIANA RIGG: „Worauf Sie sich verlassen können“ (aus der „The Avengers“-Episode „Fliegen Sie mal ohne“; „See you later, Mrs. Peel“: Dialog zw. einem als „Napoleon-Bezwinger `Duke of Wellington`“ verkleideten Macnee und einer in ihrem „Auto mit geöffnetem Verdeck“ sitzenden Rigg, die Macnee gerade zu einem Flughafen gefahren hat, wo er, in einem „airplane“, an einer ominösen „Kostümparty“ teilnehmen will) – nicht „Die glorreichen Sieben“ oder „The Hateful 8“, sondern „The Superlative Seven“: nun, was das 1967 erstausgestrahlte Remake der „alten Cathy Gale“-Episode „Tödliche Maskerade“ (1963; Drehbuch: Brian Clemens / Regie: Bill Bain) betrifft, nämlich „The Superlative Seven“ (OT; Regie: Sidney Hayers / Drehbuch: Brian Clemens), so muss man festhalten, dass mir persönlich in diesem Fall das schwarzweiße „Original“ mit Macnee & Honor Blackman „in some way“ besser gefällt als die farbige Variante mit Diana Rigg, wobei diese in der „John Steed ist weitgehend alleine unterwegs“-Mit Schirm, Charme und Melone-Episode im Grunde nur zu Beginn und im letzten Abschnitt zu sehen ist, wo sie sozusagen gerade noch rechtzeitig „zur Unterstützung“ herbeieilt; das 63er-Werk „Dressed to Kill“ (OT) mit Blackman ist im wahrsten Sinne des Wortes mehr „down to earth“ als „Fliegen Sie mal ohne“ und hat auch ungleich stärker etwas von einer klassischen „Spy-Story“ an sich als der „Steed’sche Inseltrip“ von `67; „Tödliche Maskerade“ ist eine Episode, die gleichsam kurz nach Weihnachten spielt (Dialog zw. Macnee & Blackman in „Steed’s Wohnung“: JOHN STEED: „Freunde von mir waren gestern Abend auf ein paar Drinks hier“ / CATHERINE GALE: „Sie haben Freunde?“ / JOHN STEED: „Ich wollte Sie auch Fragen, aber Sie fliehen ja immer vor Weihnachten. Hatten Sie ein paar schöne Tage?“ / CATHERINE GALE: „Ja, sie waren harmonisch und besinnlich“ / JOHN STEED, lacht: „In Marrakesch? [...]“), und jemand möchte offenbar „noch kurz vor Silvester einen Atomkrieg“ entfachen, da diverse Frühwarnstationen in Großbritannien Raketenangriffe, die in Wahrheit gar nicht stattfinden, melden; eine Massenpanik oder gar „World War III“ müssen verhindert werden und „Steed“ nimmt, verkleidet als Cowboy, zu Silvester an einem merkwürdigen „Kostümball“ teil, der in einem Zug stattfindet und wo er von Personen umgeben ist, die als „Pussy Cat“ (sympathisch: Anneke Wills) oder als „Napoleon“ (Alexander Davion) verkleidet sind, wobei sämtliche Teilnehmer an der „Maskerade“, inklusive „John Steed“ selbst, im Vorfeld Interesse an diversen nicht bebauten Parzellen in der Nähe der Frühwarnstationen bekundet haben, die ideal für die Platzierung von Störsendern sind; „Das war nicht Amor’s Pfeil“ (Patrick Macnee angesichts eines „Sheriffs“, der Opfer eines Angriffs mittels Pfeil & Bogen geworden ist) – bei einer „falschen“ Bahnstation, bei der der Zug verweilt, „reduziert“ sich die Anzahl der Fahrgäste „durch Mord“; letztendlich kommt es auf dem Bahnsteig zum Showdown zwischen dem „Cowboy“ „Steed“ und dem „Evil Mastermind“, der eben einen Weltkrieg auslösen möchte, wobei „Mrs. Gale“, die zunächst mit Kutte inklusive Kapuze heimlich mit an Bord des Zuges war und dann sozusagen die Verkleidung eines weiblichen Fahrgastes namens „Miss Wilson“ übernommen und deren Platz eingenommen hat, mit den Handlangern des besagten Bösewichts aufräumt und am Ende sogar den „falschen Schaffner“ erschießt; „Deny the passenger, who wanna get on / [...] There’s anger in the silence / There’s wheels upon the jail / A black train built of bones / On a copper rail“ (Copyright: der Song „Passengers“ von Elton John) – nun, „Dressed to Kill“ zeichnet sich nicht zuletzt auch dadurch aus, das Honor Blackman im Grunde die gesamte Episode über mit „on board“ des „Nachtzuges“ ist, was den „Agenten-Duo“-Charakter des Ganzen erhält; aber auch der „Epilog“ ist amüsant und bietet einen „Silvester-Bezug“ (Dialog in der Wohnung von „John Steed“: CATHERINE GALE: „[...] Apropos Jahr. Ich wünsche Ihnen ein frohes neues. Ich komm erst jetzt dazu“ / JOHN STEED: „Ja, das wünsche ich Ihnen auch. Und viele davon. Ich wünsche Ihnen möglichst viele davon“ / CATHERINE GALE: „Fordern wir das Glück nicht zu sehr heraus. Mir reicht es, täglich Champagner zu haben“); aber zurück zu „Fliegen Sie mal ohne“, die gemeinhin als klassische Mit Schirm, Charme und Melone-Episode gilt, die zweifellos dem „And Then There Were None“-Schema von Agatha Christie folgt; „I never miss“ (Rigg im Original im Rahmen des „Epilogs“ zu Macnee, nachdem sie mit einer Jagdflinte ein paar Teddybären vom Himmel geschossen hat; die Szene spiegelt eine ähnliche „Jagdszene“ vom Beginn der Episode wider, bei der Macnee mit der Flinte vermeintlich auf ein paar Vögel am Himmel schießt, jedoch letztendlich eine kleine „Plastik-Ente für die Badewanne“ auffängt, auf der „Steed“ steht, woraufhin Rigg plötzlich hinter einem Gebüsch zum Vorschein kommt und zu ihm sagt: „Quack. Sie werden gebraucht“) – zu den Ausgangspunkten der Story: In einer Art „foreplay“ wird man mit den „villains“ Jessel (gespielt von Donald Sutherland!) und Kanwitch (John Hollis – spielte `65 auch in dem „The Avengers“-Klassiker „Die Roboter“ mit) konfrontiert, wobei Jessel Kanwitch in einer (reichlich stilisierten) Halle offenbar von den Kampf- & Martial-Arts-Fähigkeiten seiner männlichen und weiblichen Killer überzeugen will; ein Asiate, Toy Sung (Terry Plummer), wird dabei im Kampf von einem weiblichen Killer mit einem Schwert getötet; nachdem Emma Peel John Steed, mitten im „Plastik-Enten-Jagen“, davon unterrichtet hat, dass er „gebraucht“ wird, bereitet sich dieser auf ein „ominous“ „Kostümfest“ vor, für das er, so scheint es, einen aktuellen Fall hinten anstellt (Dialog zw. Rigg und dem bereits als „Duke of Wellington“ verkleideten Macnee in „Steed’s“ Wohnung: EMMA PEEL: „Können Sie sich’s denn überhaupt erlauben, dieses berauschende Fest zu besuchen? [...] Ich weise auf die ungeklärte Sache mit den Sportlern hin. Sechs wurden in der letzten Woche ermordet“ / JOHN STEED: „Sieben“ / EMMA PEEL: „Ein paar Gewichtheber und zwei internationale Ringer“ / JOHN STEED: „Den Boxer nicht vergessen. Komische Sache“ / EMMA PEEL: „Vor allem unsportlich“); schließlich besteigt der Agent ein Flugzeug, in welchem er sich zu den anderen Gästen des „Maskenballs“ gesellt, einem „hochrangigen Soldaten“ namens Max Hardy (Hugh Manning), einem „doppelgesichtigen Wesen“ namens Jason Wade (James Maxwell), einem „Matador“ namens Joe Smith (Gary Hope), einem „`Strong Man` / Gewichtheber“ namens Freddy Richards (Leon Greene), einem „(anfangs noch maskierten) Henker“ namens Mark Dayton (Brian Blessed) und einem „Cowgirl“ namens Hana Wilde (verkörpert von Charlotte Rampling!), die die einzige Frau unter den Fluggästen ist (aus dem ersten „on board“-Dialog zwischen Rampling & Macnee: HANA: „Guten Tag, Mr. Steed. Gestatten, Wilde“ / JOHN STEED: „Tatsächlich? Von früh bis spät?“ / HANA: „Sind Sie immer so witzig? ...Mrs. Hana Wilde“); bald stellt sich heraus, dass das Flugzeug ohne Piloten unterwegs ist und dass die „Ballgäste“ zu einer einsamen Insel geflogen werden; bevor die Insel erreicht wird, spekulieren die „passengers“, die allesamt offenbar von unterschiedlichen Personen zu der „Flugreise“ eingeladen wurden, darüber, was denn der „gemeinsame Nenner“ zwischen ihnen, also: zwischen sieben sich völlig fremden Personen, sein könnte; die Gruppe kommt zu der Erkenntnis, dass die „Verbindung“ nur in den diversen „Sonderbegabungen“ liegen kann, über die jeder Einzelne von ihnen verfügt, denn Hardy ist Fechtexperte, der „Matador“ ist tatsächlich Stierkämpfer, Freddy Richards ist „im wahren Leben“ Gewichtheber, Wade ist Großwildjäger und Hana Wilde ist Kunstschützin, wobei der „Henker mit dem Beil“, welcher Experte in der Kunst der Selbstverteidigung ist, sich fragt, was eigentlich die besondere Begabung von John Steed sein soll (diesbezüglicher Dialog zw. Brian Blessed & Macnee, kurz bevor das Flugzeug dann landet: MARK DAYTON: „Und was ist mit Ihnen? Was hebt Sie aus der breiten Masse heraus?“ / JOHN STEED: „Vielleicht die Art, wie ich meinen Schirm halte“ / MARK DAYTON: „Das ist keine Antwort. Ich will wissen, was Sie tun!“); auf der „bewaldeten“ Insel (HANA WILDE: „Haben Sie eine Ahnung, wo wir sind?“ / JOHN STEED: „Ich weiß nur, wo wir nicht sind. Nämlich am heimatlichen Herd“) werden die „Superlative Seven“ dann von Jessel & Kanwitch, die sich ebenfalls „on that island“ befinden, mittels „versteckter Kameras“ beobachtet; die „Versuchskaninchen“, wie Kanwitch die „Kostümball-Teilnehmer“ bezeichnet, finden in einem alten Haus auf der Insel in der Folge eine Art „Kampfausrüstung“ vor (ein Messer, einen Colt, einen Schlagring, einen Säbel, eine Garotte) sowie sechs „nagelneue“ offene Särge; nachdem Steed, Wilde & Co via „Durchsage“ über das „Experiment“ informiert wurden, dessen Teil sie geworden sind und in dem sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen (KANWITCH, über Lautsprecher: „[...] Es wurde ein neues System zur Ausbildung der kämpfenden Truppe entwickelt. Die näheren Einzelheiten sind unwichtig. Für Sie ist nur Folgendes interessant: Es wird behauptet, dass dieses System sämtliche Reflexe auf ein übernormales Maß beschleunigt. Dieses System soll Experten in allen Formen des Kampfes hervorbringen. Ob bewaffnet oder unbewaffnet, es soll den durchschnittlichen Mann oder die durchschnittliche Frau in einen unschlagbaren Gegner verwandeln. Ich möchte mich heute von der Wirksamkeit dieses Systems überzeugen“), spricht Kanwitch von einer „6:1-Chance“, denn der „murderer“, so Kanwitch’s Ankündigung, befindet sich mitten unter den „sieben Spezialisten“ (KANWITCH, über Lautsprecher: „Sie müssen wissen, der Mörder ist in Ihrer Mitte. Ihr Mörder ist einer von Ihnen!“); bald schon, nachdem auch noch der getötete Asiate aus dem „foreplay“, in einer Ritterrüstung platziert, vor Ort aufgefunden wurde, füllt sich ein leerer Sarg nach dem anderen mit den Leichen der kostümierten „Fluggäste“, wobei John Steed im Lauf des mörderischen Geschehens sogar zum Hauptverdächtigen für die „noch Lebenden“ wird...; tja, „Steed Flies to Nowhere, Emma Does Her Party Piece“, so lautet das „Motto“ dieser Episode, die eben als „John Steed Show“ konzipiert ist, dem hier aber ohnehin ein wenig die besagte „Show“ durch die reine Anwesenheit und durch das offensichtliche Charisma der beiden späteren „Movie-Stars“ Donald Sutherland (z. B.: 1971: Klute mit Jane Fonda, den ich persönlich zu meinen „70s-Favorites“ zähle / 1976: Fellinis Casanova / 1989: das „Sylvester-Stallone-im-Gefängnis“-Opus Lock Up – Überleben ist alles) und Charlotte Rampling (z. B.: 1974: Zardoz mit Sean Connery / 1974: der „Eine ehemalige Konzentrationslager-Insassin geht eine sadomasochistische sexuelle Beziehung mit ihrem ehemaligen SS-Peiniger, der jetzt als Nachtportier in einem Wiener Hotel arbeitet, ein“-Skandalfilm Der Nachtportier mit Dirk Bogarde / 2003: Swimming Pool von François Ozon und mit Ludivine Sagnier) gestohlen wird – „Nun, schöner Cowboy. Jetzt werden wir ziehen. Peng!“ (Sutherland zu dem „Cowgirl mit den zwei Colts“ Rampling im Rahmen ihres „Schluss-Duells“ auf der Insel); aber auch Brian Blessed, der eben den „Mann mit dem Beil“ spielt, hat eine durchaus beeindruckende Filmographie vorzuweisen, zu der Werke wie die Shakespeare-Verfilmungen Henry V., Viel Lärm um Nichts & Hamlet (1989; 1993; 1996; allesamt unter der Regie von Kenneth Branagh entstanden) sowie der Kevin-Costner-Hit Robin Hood – König der Diebe (1991) gehören; es dauert ziemlich lange, bis es in „The Superlative Seven“ zu einer „reunion“ von Patrick Macnee & Diana Rigg kommt, wobei Rigg, die offenbar von einem Flugzeug aus einen „professionellen `Skyfall` hinunter auf die Insel“ hingelegt hat, sich zunächst eine echte Highlight-Szene mit Charlotte Rampling „im bewaldeten Gebiet“ liefert, in der auch klar wird, dass Macnee’s „See you later, Mrs. Peel“-Sager nicht bloß eine dahingesagte Phrase war (HANA WILDE, die glaubt, dass „Mrs. Peel“ die Mörderin ist: „Schießen Sie schon! Bringen Sie mich um, wie die anderen!“ / EMMA PEEL: „Die anderen? [...] Ich bin erst vor kurzem gekommen. Vom Himmel gefallen. [...] Steed wusste, dass hinter der Einladung mehr steckte. Da haben wir ein Arrangement getroffen. [...]“); nun, das „Tödliche Maskerade“-Remake „Fliegen Sie mal ohne“ verfügt, alles in allem betrachtet, über eine durchaus gelungene „Whodunit“-Atmosphäre und die zuweilen mit der subjektiven Kamera gefilmten „Streifzüge durch den Insel-Wald“ der diversen Figuren sind ziemlich „suspenseful“ geraten, wobei das Werk nicht ganz den morbiden Spannungsbogen der „Emma Peel ist weitgehend allein unterwegs“-Farb-Episode „Weekend auf dem Lande“ / OT: „The Joker“ erreicht; was bleibt, ist vor allem „the pleasure“, Donald Sutherland & Charlotte Rampling zu einem ganz frühen Zeitpunkt ihrer Karrieren zu erleben; „Es ist das Pferd, das tritt die Kuh und jagt den Hund und beißt die Katze. Es tötet die Ratte und wohnt in dem Haus, das Jack gebaut hat. [...]“ („ein von der Polizei gejagter Mann, der auf der Flucht zufällig in `The House That Jack Built` geraten und verrückt geworden ist“ zu seiner „Mitgefangenen“ Diana Rigg) – ein ähnlicher Fall, nämlich, dass eine vergleichsweise „schwächere“ Episode mit Patrick Macnee im Fokus der Aufmerksamkeit einer sehr starken Episode mit Rigg im Mittelpunkt gegenübersteht, findet sich auch in der Emma-Peel-Schwarzweiß-Staffel, denn „Das Häuschen im Grünen“ aus 1966 ist im Vergleich zu dem eher öden „Steed-dominierten“ „Mrs. Peel, zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“ ein echtes Mit Schirm, Charme und Melone-Meisterwerk; in „The House That Jack Built“ (OT) erbt „Mrs. Peel“ von einem ihr zuvor völlig unbekannten Onkel namens „Jack“ ein Haus auf dem Lande, das aber voller Fallen & „irritierender Illusionen“ ist (Voiceover von EMMA PEEL, angesichts des „Dr. Caligari-artigen Horrorkabinetts“, in das sie innerhalb des besagten Hauses geraten ist: „Ich werde beobachtet. Jeder meiner Schritte wird von jemandem beobachtet“); in dieser visuell eindrucksvollen, klaustrophobischen sowie leicht bedrückenden Episode steht „Emma Knight“, so offenbar der „Mädchenname“ von „Emma Peel“, im Zentrum des diabolischen Racheplans eines „Professors“, den sie einst aus dem von ihr geerbten „Familienbetrieb“, einer „factory“, entlassen hat, weil dieser Mensch & Maschine als „gleichwertig“ betrachtet hat].

Zurück in der Fabrik. „Waiting for a factory girl“...der „One-Night-Stand“ des „Mexican General“, deren Name übrigens „Lilli“ ist, begibt sich zu ihrem besagten „boyfriend“ „Karl“, der gerade eine Maschine bedient, und meint, dass „sie“, also: die beiden „Secret Agents“, „oben“ auf ihn warten würden, nicht zuletzt auch deswegen, um die Summe zu erfahren, die er für seine „identitätsbezogene `information`“ verlangt, wobei sich „Karl“ [verkörpert von Howard Marion-Crawford, der in den 60er-Jahren auch in diversen Mit Schirm, Charme und Melone-Folgen zu sehen war, so etwa in „Die Totengräber“ von 1965] mit den „5000 Franken“, die seine Freundin von Ashenden & dem „General“ ohnehin schon gefordert hat, absolut zufrieden zeigt.

Der Direktor der Fabrik hat „Herrn Schulze“ mittlerweile abgelöst, die Führung durch seine Schokoladenfabrik also selbst übernommen, und erklärt den „Two English Spies“, vor denen er telefonisch „gewarnt“ wurde, höchstpersönlich die Funktionsweise einer bestimmten „machine“, was damit einhergeht, dass er den beiden eine weitere „Schoko-Kostprobe“ anbietet [Kommentar von ASHENDEN, angesichts der Schachteln mit Schokolade, die er und der „General“ bereits in ihren Händen halten: „Wir haben ja schon genug“].

Der „General“ sichtet schließlich in den Räumlichkeiten, in denen der Fabrik-Direktor sich alle Mühe gibt, die „Besucher“ bis zum Eintreffen der Polizei mit „boring details“ hinzuhalten, ohne diesen zu kennen, „Karl“, geht aber dann, als ob er einem „untrüglichen Instinkt“ folgen würde, zum Fenster und wird dort Zeuge, wie der „Mannschaftswagen“ der „Swiss Policemen“ vorfährt.

Diese Tatsache teilt er sogleich Ashenden mit [GENERAL: „[...] Im Hof seien Auto mit Polizisten angekommen“], der von seinem... „Spies Like Us“ ...Partner verlangt, „etwas zu unternehmen“. Daraufhin...simuliert der „Mexikaner“ einen „Anfall“, der, wie einige der herbeieilenden Arbeiterinnen meinen, durchaus ein „Herzanfall“ sein könnte und wird „betreut“, während Ashenden den Feueralarm-Knopf betätigt.

Der ausgelöste „fire alert“ führt dazu, dass sich die „factory workers“, überwiegend Frauen, laufend in Richtung Ausgang bewegen, wo sie die eingetroffenen Polizisten sozusagen „behindern“ und „zurückdrängen“.

Ashenden & der „General“ laufen in der Folge ebenfalls zu einem (alternativen) Ausgang, verfolgt von „Karl“, der seine „Information“ unbedingt loswerden möchte und seine „5000 Franken“ „flüchten“ sieht.

„It’s work, the most important thing is work“...als „Karl“ die beiden in der leeren Fabrik, in der nur noch die Maschinen arbeiten, also: scheinbar „alone“ der Schokoladenproduktion nachgehen, einholt, verpasst ihm der „Mexikaner“, in Unwissenheit seiner Identität, sogar einen Faustschlag ins Gesicht.

Wenig später, als die „Two English Spies“ bereits von der Polizei & diversen „`factory`-Exponenten“ durch die Fabrik verfolgt werden, holt er sie, mit blutiger Nase, doch noch ein und teilt ihnen mit, dass er „der Verlobte von Lilli“ sei und ihnen helfen möchte.

Dann, während die Polizei & Co in die völlig falsche Richtung laufen, wird schnell „Geld gegen Information“ getauscht und auf dem Zettel, den Ashenden & der „General“ von „Lilli’s Boyfriend“ erhalten, steht Folgendes: „BARON STECKER NACH / DAMASKUS UEBER / MICH NENNT SICH / MARVIN.“ [wobei Hitchcock innerhalb der Großaufnahme des Zettels die Kamera schlussendlich auf den entscheidenden Aspekt, nämlich auf den Namen „Marvin“, zoomen lässt; Anm.].

Überdeckt vom Geräusch der Maschinen bringen sowohl Ashenden als auch sein Begleiter verbal ihre Überraschung bezüglich der... „It’s Elsa’s admirer!“ ...Identität des deutschen Spions zum Ausdruck und verlassen die Fabrik endgültig, um in ihr Auto zu springen und davonzurasen. Die Verfolger können dem „car“ nur mehr hinterherblicken [Anmerkung: Apropos „Identitäten“: „Secret Agents“: Teil 18: „Steed & Peel looking for `Psev`“: „JOHN STEED PATRICK MACNEE: „[...] Webster. Gordon Webster“ / „EMMA PEEL DIANA RIGG: „[...] Und ich bin wirklich drauf reingefallen“ (aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Episode „Two’s A Crowd“ [OT]; „And I was a fool for a minute“: „Mrs. Peel“ Diana Rigg, die in der russischen Botschaft in London festgehalten wird und mit gefesselten Handgelenken bei einem Kamin sitzt, denkt, sie wäre tatsächlich auf einen Schwindel und auf einen „falschen Steed“ hereingefallen, der diesem zum Verwechseln ähnlich sieht und in Wahrheit der Schauspieler „Gordon Webster“ sein soll; außer „Gordon Webster, der haargenau aussieht wie John Steed“ Patrick Macnee sind auch noch die „Mitarbeiter“ eines geheimnisumwitterten russischen Meisterspions namens „Oberst Psev“ im Raum, die von „Vogel“ Julian Glover angeführt werden) – nun, wahrlich nicht jeder Schauspieler kann „James Bond“ verkörpern und nicht jeder kann „John Steed“ spielen; wenn Sean Connery zu „Miss Sylvia Trench“ Eunice Gayson 1962 in Dr. No, gleichsam „for the first time in celluloid-history“, am Casino-Tisch die Vorstellungsworte „Bond. James Bond“ spricht und dabei seine Zigarette „with style“ in seinem Mund hat, dann weiß man, dass Connery, zumindest in den 60s und trotz Ian Fleming’s anfänglicher Bedenken, die von mir bereits erwähnt wurden, „the right person“ für die Rolle war; und auch Macnee verkörperte „John Steed“ perfekt, denn hinter dem „Gentleman mit einem makellosen Auftreten“ kommt, wenn es sein muss und die Situation es erfordert, der „`Secret Agent` mit den zugehörigen ambivalenten Eigenschaften und `Skills`“ zum Vorschein; im Vergleich dazu wirkt „Richard Ashenden“ John Gielgud in dem Hitchcock-Film tatsächlich eher „glanzlos“, was ja auch irgendwie Gielgud’s eigener Einschätzung seiner Leistung in Geheimagent entspricht; das Amüsante an einer schwarzweißen „The Avengers“-Episode wie dem 1965 erstausgestrahlten „2:1=1“ (dt. Titel; Regie: Roy Baker / Drehbuch: Philip Levene), die ich „lange Jahre lang“ im Grunde „vernachlässigt“ und eher „ignoriert“ habe, weil sie mir, völlig zu Unrecht, wie ich heutzutage zugeben muss, eher „boring“ vorkam, ist, dass in dieser klassischen Spionage-Geschichte ohne jeglicher „Spy-Fi-Elemente“ sozusagen ein vermeintlicher Doppelgänger des Agenten in der Gestalt eines zunächst eher „proletenhaft“ agierenden Schauspielers auftaucht, der von den „Russians“ für die Rolle des „John Steed“ engagiert und demensprechend „umgestylt“ und zum „englischen Gentleman“ gemacht wird, wobei, wie das obige Zitat zeigt, sogar „Mrs. Peel“ der „Illusion“ erliegt – was allerdings auch einen guten Grund hat; „He always runs while others walk / He acts while other men just talk / He looks at this world and wants it all / So he strikes like Thunderball“ (Copyright: der Song „Thunderball“ von Tom Jones) – sogar eine direkte Hommage an den „großen Kinobruder“ 007, an den Patrick Macnee im Laufe der Jahre sozusagen seine zwei wichtigsten Partnerinnen verloren hat, findet sich in „Two’s A Crowd“ (wird verwendet, um zum Ausdruck zu bringen, dass „a third person not welcome“ ist, wenn zwei Personen, evtl. „two lovers“, unter sich sein wollen), denn im Rahmen einer amüsanten Modeschau, in der dann auch der „Steed-Darsteller & scheinbare Steed-Zwilling“ „Gordon Webster“ auftaucht, kommt es zu dem Auftritt eines anderen „male model“, der von dem „Moderator“ der Modenschau mit eindeutigen „references“ an „James Bond“ vorgestellt wird (MODERATOR der Modenschau, aus dem Off gesprochen und den Anzug des Männermodels beschreibend: „[...] Konservativ im Schnitt, aber doch raffiniert mit den verschiedenen geheimen Extras. Sekt-abstoßend. Selbst der trockenste Martini perlt ab. Feuersicher und knitterfrei“); „I’m afraid you’re making a mistake. My name isn’t Peel. So sorry“ (die auf einem Pferd sitzende Diana Rigg „revanchiert“ sich im „Epilog“ und behauptet gegenüber Patrick Macnee, der ebenfalls „a horse“ bei sich hat und sie soeben mit „Mrs. Peel“ angesprochen hat, gar nicht „Mrs. Peel“ zu sein) – zu den Ausgangspunkten der Story von „2:1=1“, die eben ganz im Zeichen des „Kalten Kriegs“ steht: Die Episode beginnt mit einem Miniaturflugzeug, das am Himmel über London zu sehen ist und das in der Folge eine kleine „Bombe“ in die Bowle des russischen Diplomaten Brodny (Warren Mitchell) wirft, der auf einem Balkon seiner Botschaft steht; die besagte Mini-Bombe enthält folgende Botschaft: „Arriving 12 O’Clock PSEV“; John Steed wiederum, der in seiner Wohnung Gesellschaft von dem Geheimdienstmann Major Carson (Eric Lander) hat, ist damit beauftragt worden, für die Sicherheit diverser Verteidigungsminister zu sorgen, die im Rahmen einer Konferenz in der britischen Hauptstadt zusammenkommen werden, wobei davon ausgegangen wird, dass sich ein gewisser „Oberst Psev“, ein russischer Top-Spion, in die Konferenz schmuggeln wird, wobei dieser „top-spy“ sozusagen „gesichtslos“ ist (aus einem Dialog zw. Macnee & Rigg in „Steed’s Wohnung“, während Macnee mit diversen Akten über „Colonel Psev“ hantiert: „Es gibt Spione und Spione. Aber er ist der König von allen. [...] Trotz allem wissen wir nicht, wie er aussieht. Wir haben noch nicht einmal eine Fotografie“ / EMMA PEEL: „Äußerst schwierig, ihn zu identifizieren. Einen Mann ohne Gesicht“); aus den „Psev-files“ geht allerdings hervor, dass der „Russian“ eine Schwäche für Zigarren aus Jamaika sowie für einen Veilchenlikör namens „Crème de Violettes“ und für Modellflugzeuge hat; daraufhin agiert Emma Peel in einem Modellflugzeug-Shop als Verkäuferin, und als sie einem Botschaftsmitarbeiter ein bestimmtes Flugzeugmodell verkauft, ist für Steed klar, dass „Psev in Town“ ist, wobei dieser von einer Reihe von Mitarbeitern begleitet wird, nämlich von der Sekretärin Alicia Elena (Maria Machado), dem „1. Assistenten“ Vogel (Julian Glover), dem „2. Assistenten“ Shvedloff (Alec Mango) & dem „3. Assistenten“ Pudeshkin (Wolfe Morris), die den tollpatschigen Botschafter Brodny permanent „under pressure“ setzen; Brodny erhält schließlich von Steed, der ihm persönlich bekannt ist, den schwer zu erhaltenden Likör (JOHN STEED zu BRODNY, in einer Bar: „Ach, Brodny. Sie wissen ja. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“); auf einer Modenschau, die „The Dandy Collection“ präsentiert, entdeckt Brodny schließlich einen Mann auf dem Laufsteg, der John Steed irgendwie verblüffend ähnlichsieht; als Brodny umgehend zu Hause bei Steed anruft, um zu kontrollieren, dass es sich bei dem „Model“ nicht um Steed selbst handelt, hebt dieser ab; „[...] Der...der Name des Mannes ist Webster. Gordon Webster. Er ist von Beruf Schauspieler, aber von Natur Opportunist. Er trinkt, er spielt, er hat Frauengeschichten. [...] Aber Genossen, begreift ihr denn nicht! Das ist eine einmalige, wundervolle Gelegenheit, uns in den Konferenzraum einzuschmuggeln. [...]“ („Brodny“ zu dem „staff“ von „Oberst Psev“) – als sich das „Männermodel“ und „Steed-Double“ als der Schauspieler „Gordon Webster“ entpuppt, wird dieser engagiert, Steed‘s Platz in der Konferenz einzunehmen, wobei er erst „Benehmen & Stimme“ des Agenten für die perfekte Einnahme der Rolle einüben muss, um auch Mrs. Peel zu überzeugen (aus einem Dialog zw. Maria Machado & Macnee in der Botschaft: ALICIA ELENA, die dem Steed-Double/-Zwilling „Gordon Webster“ soeben ein Porträtfoto von „Emma Peel“ übergeben hat: „[...] Die Dame ist eng befreundet mit Steed“ / GORDON WEBSTER: „Glücklicher Steed“), die, nachdem sie in der russischen Botschaft im Rahmen ihrer Tätigkeit in „John’s Spielwarenladen“ ein weiteres Modellflugzeug abgeliefert und dabei zufällig „Gordon Webster“ erblickt hat, John Steed mit der Frage konfrontiert, ob er so etwas wie einen „Zwillingsbruder“ besitzt...; wie gesagt, „Two’s A Crowd“ ist von mir selbst eher „rarely seen“, aber die Episode, die in Großbritannien praktisch nach dem abenteuerlichen „Mörderischer Löwenzahn“ und vor dem „classic“ „Weihnachten – Ein Alptraum“ gesendet wurde, ist definitiv sehenswert, da sie gelungene Dialoge, Suspense-reiche & gut „getaktete“ Szenen sowie ein „Spiel mit Identitäten“ bietet, das nicht so „reichlich weit hergeholt“ wie jenes in der Farb-Episode „Wer ist wer?“ wirkt; „You never take me to dinner looking like this, James. [...]“ („Miss Moneypenny“ Lois Maxwell zu dem frisch aus dem Casino gekommenen „Anzugträger“ „007“ Sean Connery in Dr. No) – so wie aus dem aus ärmlichen Verhältnissen stammenden „schottischen Milchmann, Bademeister, Baggerfahrer“ Connery „James Bond“ wurde, wird sozusagen in „Two’s A Crowd“ aus dem „lasterhaften, ungehobelten“ Schauspieler „Gordon Webster“ „John Steed“, und Patrick Macnee liefert in dieser „Doppelrolle, die in Wahrheit gar keine ist“ genau genommen eine der besten schauspielerischen Leistungen innerhalb von Mit Schirm, Charme und Melone ab; ein Highlight in diesem „Steed-Webster“-Zusammenhang ist da bereits die besagte Modenschau, in der „Gordon Webster“, der einen „unseriösen“ dünnen Oberlippenbart trägt, von diversen Damen in Bikinis in einer Art „Kinderwagen“ auf den Laufsteg gebracht wird, wobei Macnee dann in einem leicht karikaturartigen „Strandoutfit“ „on that catwalk“ steht (aus den zugehörigen Kommentaren des MODERATORS der Modenschau, gesprochen aus dem Off: „[...] Das Hemd ist immun gegen Lippenstift“); so wie die plötzlich von einer „außerirdischen Pflanze“ kontrollierte „Mrs. Peel“ in „Mörderischer Löwenzahn“ auf „John Steed“ losgegangen ist, so wird „Mrs. Peel“ in dieser Episode gleichsam von dem vermeintlich falschen „Steed“ dem Feind überlassen, denn als „Emma Peel“ in der russischen Botschaft gefangen gehalten wird („VOGEL“ Julian Glover zu seinen Mitstreitern bezüglich der „hostage“ Diana Rigg: „Wie unser Oberst immer so schön sagt. Eine Geisel in der Hand ist besser als ein Toter“), glaubt sie zunächst, dass der echte „John Steed inklusive Schirm, Charme & Melone“ gekommen wäre, um sie von „her bonds“ zu befreien, doch „Steed“ entpuppt sich dann anscheinend als „Gordon Webster“ (zugehöriger Dialog zw. Rigg und Macnee, wobei Rigg ihm ihre gefesselten Handgelenke entgegenhält: EMMA PEEL: „[...] Ich kenne Sie doch, Steed/ JOHN STEED: „Wirklich?“ / EMMA PEEL: „Befreien Sie mich. ...Los, worauf warten Sie?“) und überlässt sie den Fängen von „Psev“, dessen wahre Identität aber bald enthüllt wird; nur wenig später kommt es eben zu einer „Aufklärung“, indem Macnee Rigg den Hintergrund der ganzen „geheimdienstlichen Aktion & Mission“ erklärt (Dialog „outside the embassy“, als die beiden dann plötzlich von einem „schwer bewaffneten, tödlichen Miniaturflugzeug“ verfolgt werden: EMMA PEEL, bedroht „Gordon Webster“ mit einem Colt: „[...] Sehr schön. Und nun erheben Sie sich wieder, Mr. Webster!“ / JOHN STEED: „Steed“ / EMMA PEEL: „Stimmt nicht. Ich kenne Steed“ / JOHN STEED: „Hören Sie, wir hatten die Vermutung, dass das Quartett `PSEV` war. Sie wissen, die Initialen. Der Major und ich hatten den Auftrag, es zu beweisen. Diese Konferenz war eine komplette Falschmeldung, sie diente als Köder. Und weil Sie sich täuschen ließen, waren die fest überzeugt. [...] Sehen Sie bitte mal in mein Köfferchen. [...] Sämtliche Anrufe* für mich kamen hier durch“; *„Steed“ war immer dann, wenn sein „Double“ „Gordon Webster“ von „Mrs. Peel“ irgendwo gesichtet wurde, telefonisch problemlos zu Hause erreichbar, und dieser „Koffer mit Telefon“ bietet praktisch die Erklärung dafür); „Hitler kann die Welt erobern, aber er kann sie nicht mitnehmen. Ich werde noch auf meine Gesundheit trinken, wenn er den Weg alles Irdischen gegangen ist. Der Gral gehört mir, und Sie werden ihn mir beschaffen“ (der Millionär & Nazi-Kollaborateur „Walter Donovan“ Julian Glover zu „Henry Jones Sr.“ & „Henry Jones Jr.“ Sean Connery & Harrison Ford in Steven Spielberg’s & George Lucas‘ Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, kurz bevor Glover auf Sean Connery schießt, damit Harrison Ford für ihn den Gral, der „ewiges Leben“ verspricht, aus dem Gralstempel holt) – unerwähnt darf nicht bleiben, dass der Mit Schirm, Charme und Melone-erprobte Julian Glover, der 1981 in In tödlicher Mission als „`main villain` Aristoteles Kristatos“ „James Bond“ Roger Moore das Leben schwer machte, 1989 in dem dank des wahrlich amüsanten Zusammenspiels von „Vater & Sohn“ Connery & Ford bekanntlich überaus gelungenen dritten Teil der Indiana-Jones-Reihe das, wenn man die Szene auf ein „symbolisches“ Level erheben möchte, „Sakrileg“ beging, dem „Ur-Bond“ Connery eine potenziell tödliche Schusswunde beizubringen].

Ortswechsel. Das Züricher Hotel. Elsa Carrington durchquert die Hotellobby und scheint bereit zur Abreise zu sein. Bei einem Angestellten erkundigt sie sich nach ihrem „großen Koffer“ [ELSA CARRINGTON: „[...] Ist er noch nicht unten?“], woraufhin sie die Information bekommt, dass der Koffer zwar bereits „here“ sei, jedoch der „Aufkleber mit einem konkreten Reiseziel“ fehle.

Das führt bei „Elsa“ zunächst... „Oh, I don’t know“ ...zu Ratlosigkeit [ELSA CARRINGTON: „Ach...ach, ich weiß nicht“] und anschließend zu der Bitte, den Koffer „to the station“ zu schicken [ELSA CARRINGTON: „Schicken Sie ihn zum Bahnhof. Am besten zur Gepäckaufbewahrung“].

Als sie dem Hotelangestellten auch noch mitteilen möchte, was mit der „Briefpost“ geschehen solle, erblickt sie „on the other side of the hotel-lobby at the reception“ ihren „Verehrer“ „Bob Marvin“, der ihr... „You’re leaving?“ ...mitteilt, dass er gedenkt abzureisen und dann wiederum von „The End“ spricht [ROBERT MARVIN: „Madame, das ist das Ende. Es ist vorbei“], was „Elsa“ gleichsam die „Ernsthaftigkeit“ von Marvin’s Ankündigung erkennen lässt [ELSA CARRINGTON: „Ich habe nicht gewusst, dass es so ernst war“].

Daraufhin erklärt er ihr, dass er eben „back home“ müsse, da er ansonsten... „If I don’t check out now...“ ...vom „alten Europa“ überhaupt nichts mehr sehe. Auf Carrington’s Frage hin... „Where are you traveling to?“ ...wohin er den denn reise, nennt er Griechenland als sein erstes Ziel.

Anschließend [ROBERT MARVIN: „Ich habe etwas für Sie. ...Damit Sie mich niemals vergessen“] öffnet er einen Umschlag und überreicht ihr ein „lustiges Porträt-Foto inklusive aufgemaltem Schnurbart“ von sich, auf dem sich außerdem eine scheinbar „ironische“ Widmung [„To the Heroine from The Villain [...]“] befindet, was bei „Elsa“ zu lautem Gelächter führt, welches sogar die Aufmerksamkeit einiger Hotelgäste auf sich zieht.

Anschließend fragt Marvin nach, ob sie denn auch vorhabe abzureisen [Antwort von ELSA CARRINGTON: „Ja, aber ich weiß noch nicht wohin“], und außer von der Unklarheit, was das Reiseziel anbelangt, spricht sie, auf die Marvin-Nachfrage bezüglich ihres „husband“ „Mr. Ashenden“ hin, davon, dass sie... „I haven’t got one...anymore“ ...keinen „Ehemann“ mehr habe [Nachsatz von ELSA CARRINGTON: „Bitte erwarten Sie von mir keine Erklärungen“].

Nachdem ein Hotelangestellter aufgetaucht ist, der Marvin mitgeteilt hat, dass „der Wagen draußen warte“, kommt „Elsa“ auf die „idea“, Marvin zu fragen, ob sie ihn denn nicht auf seiner Reise begleiten könne [ELSA CARRINGTON: „Könnte ich vielleicht mit Ihnen fahren? [...] Ich verspreche, ich werde Ihnen nicht zur Last fallen, bestimmt nicht, glauben Sie mir...“].

„Shouldn’t you go back to England?“...Marvin scheint nicht zwingend begeistert von Carrington’s „suggestion“ zu sein und schlägt ihr seinerseits vor, doch nach England zurückzukehren, was „Elsa“ als „ausgeschlossen & unmöglich“ bezeichnet [Nachsatz von ELSA CARRINGTON: „[...] Das hätte Folgen, die unausdenkbar sind. ...Das werden Sie doch nicht wollen? [...] Bitte!“].

„Alright! Come on!“...obwohl Marvin eigentlich, wie man merkt, „No“ sagen möchte, willigt er, auch, weil ihm die Zeit davonläuft, ein, packt „Elsa“ am Arm und verlässt mir ihr das Hotel.

Beim „Empfang“ klinget daraufhin das Telefon und der Rezeptionist teilt dem „caller“ mit, dass „Mrs. Ashenden“ das Hotel bereits verlassen habe, und das mit „Mr. Marvin“ und in Richtung „Railway Station“.

„Cut to...“. Der „Caller“ ist, „of course“, Richard Ashenden, welcher von einer Art „Telefonzelle am Straßenrand“ aus angerufen hat, und die „News from the Hotel“ [enthusiastischer Kommentar von ASHENDEN: „Das ist stark! Tja...“] lassen den „Secret Agent“ glauben, dass Carrington ebenfalls „the truth about Marvin“ herausgefunden habe.

Als er dem „General“, der bei dem Auto steht, mitteilt, dass „Elsa mit Marvin fort sei“, und eben den Schluss zieht, dass Carrington „es also irgendwie immer gewusst habe“, spricht sein Partner davon, dass „Mrs. Ashenden“ anscheinend der größte „bloodhound“ von ihnen sei [GENERAL: „Sie seien der hervorragendste Spürhund von uns dreien“].

Dann springen die beiden regelrecht „enthusiasmiert“ in den Wagen und Ashenden weist den Fahrer an... „To the Train Station, quickly!“ ...sie schnellstens zum Bahnhof zu bringen [Anmerkung: „`(A Last) Interlude`/ (Ein letztes) Zwischenspiel: `John Steed’s `Life During Wartime` oder `Time, time, time / See what’s become of me`“: „EMMA PEEL DIANA RIGG zu „JOHN STEED PATRICK MACNEE: „Erstaunlich, dass wir noch Zeit hatten, den Krieg zu gewinnen“ (aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Episode „Die fehlende Stunde“; „After the car crash“: Patrick Macnee hat Diana Rigg gerade „aus seinem Soldaten-Leben im `World War II`“ erzählt und diese reagiert eher mit „beißender Ironie“; „Steed & Peel“ gehen dabei über eine kleine Brücke, die über ein Gewässer führt, allerdings passiert Macnee die „bridge“ „regulär“, während Rigg hingegen quasi trittsicher über das breite, gemauerte Brückengeländer „spaziert“; die beiden befinden sich auf dem Weg zur „Royal Air Force Station 472 Hamelin“, wo „Steed“ einst „during wartime“ stationiert war) – tja, „Every year is getting shorter, never seem to find the time“, heißt es in dem bekannten Pink-Floyd-Song „Time“ aus dem Album „The Dark Side of the Moon“ (1973), und auch das Agenten-Duo „John Steed“ & „Emma Peel“ hat ein „Zeitproblem“ in dem „The Avengers“-Schwarzweiß-Klassiker „The Hour That Never Was“ (OT; Drehbuch: Roger Marshall / Regie: Gerry O‘Hara) aus dem Jahr 1966, aber: das wirklich Interessante an dieser faszinierenden Episode, in der man kurz auch das Gefühl hat, dass Rigg & Macnee in eine „rätselhafte“, David-Lynch-artige „Zeit- & Raum-Schleife“ (à la Lost Highway oder Mulholland Drive – Straße der Finsternis) geraten sein könnten, ist, dass „Mrs. Peel“ & „John Steed“ hier polarer agieren als in so manch anderen Mit Schirm, Charme und Melone-Folgen; „The mysterious distance / Between a man and a woman“ (Copyright: der Song „A Man and a Woman“ von U2) – und diese angesprochene „Mann/Frau-Polarität“ zeigt sich vor allem, auf amüsante & nicht ganz „unrealistische“ Weise, darin, dass „Mrs. Peel“ von „John Steed’s `Wartime-Stories`“, die er begeistert zum Besten gibt, stets ziemlich „gelangweilt“ ist; „Amazing really we had time to win the war“ (Originalfassung des oben zitierten „Emma Peel“-Kommentars, wobei dieser eben ein „commentary“ zur einer „Steed-Story“ ist, in der er ihr davon berichtet hat, dass er in der Nähe seiner alten „Royal Air Force Station“ einst „zu Weihnachten“ „von einer Feuerbrigade“ hat befreit werden müssen, da er „mit 15 anderen Soldaten“ in einem „viersitzigen Auto“ in einem „Graben“ gelandet ist) – zu den Ausgangspunkten der Story von „Die fehlende Stunde“: Die Episode beginnt damit, dass ein „small dog“, der sehr viel später dann als „Hund mit dem Namen `Rosie`“ identifiziert wird, über ein Feld vorbei an diversen Pferden & Kühen läuft, um irgendwann auf eine befahrene Straße zu gelangen; „Find a place to crash“: der kleine Hund ist in weiterer Folge der Grund dafür, dass der Wagen von John Steed von der besagten Straße abkommt und gegen einen Baum kracht, wobei die im Auto integrierte Uhr offenbar bei dem „crash“ ramponiert wurde und um „11 Uhr vormittags“ stehengeblieben ist; Steed und seine Beifahrerin Mrs. Peel überleben unverletzt, müssen aber fortan zu Fuß zur Royal Air Force Station 472 Hamelin gelangen, wo Steed zu einer Art Abschiedsparty eingeladen ist, da Hamelin aufgelassen wird; nachdem Steed Mrs. Peel einige „Erlebnisse“ seine eigene Zeit dort während des Zweiten Weltkriegs betreffend erzählt hat (JOHN STEED: „`Katzenauge Steed` nannten sie mich damals. Zurück von einem Einsatz voller Angst vor den Kontrollen rotgeränderter Augen vor Müdigkeit. Die Männer stöhnten auf dem Rücksitz“ / EMMA PEEL: „Wo waren Sie, an der Front?“ / JOHN STEED: „Nein, im örtlichen Pub“), gelangen die beiden auf den Luftwaffen-Stützpunkt, der seinerzeit auch als „Agenten-Abschussrampe“ diente (JOHN STEED zu EMMA PEEL: „Hier war sozusagen die Agenten-Abschussrampe. Man wurde versetzt und... [...] ein paar Nächte später war man in einem Flugzeug irgendwohin. [...]“); allerdings findet das Duo Hamelin de facto „empty“ vor, denn weder auf dem Gelände noch in der Offiziersmesse oder in einem der dortigen Unterkünfte ist ein „military man“ vorzufinden; „We’re just two lost souls swimming in a fish bowl / Year after year“ (Copyright: der Song „Wish You Were Here“ von Pink Floyd) – in der „Officers‘ Mess“, wo die Uhr ebenfalls um „11 O’Clock“ stehengeblieben ist, spielt sogar das Klavier „allein vor sich hin“ und im Goldfischglas treiben regungslos zwei Goldfische; bei ihren Streifzügen über das Militärgelände wird das Agenten-Duo unter anderem mit „zurückgelassenen Fahrrädern“, „endlos kreisenden Radaranlagen“, „Autos, über die Benzin aus einem Zapfventil läuft“, einer erstaunlichen Menge an nicht ausgelieferten Milchflaschen, „bewusstlosen Kaninchen“ oder mit einem leeren „Cook House“ konfrontiert (JOHN STEED, dem angesichts eines riesigen Kuchens, auf dem der Schriftzug „Goodbye Hameli“ eben nicht vollendet wurde, wiederum eine „Geschichte von damals“ einfällt: „Na, wer sagt’s denn! Das ist Seargeant Henderson’s Spezialität. Er machte so einen, als der Kommandant in den Ruhestand trat. Ein gewaltiger Kuchen. Und es war eine ziemlich gut gebaute Flughelferin darin. Dann saßen wir da und haben ihn verschlungen. Und sangen alle `For He’s a Jolly Good Fellow`. Aber nichts ist passiert. Der Deckel ist nicht aufgegangen und das Mädchen ist nicht rausgesprungen. [...]“); bald nach dem Abstecher ins „Cook House“ ertönen „some strange, loud, mysterious & annoying noises“ auf dem Gelände und die Unterkunft von Steed’s altem Freund „Squadron Leader“ Geoffrey Ridsdale (Gerald Harper) wird leer, soll heißen: ohne Ridsdale, vorgefunden, wobei aber einige Trinkgläser in der Wohnung zerbrochen sind (aus einem Dialog zw. Rigg & Macnee angesichts des „broken glass“: EMMA PEEL: „Wer hat dieses Glas zerbrochen?“ / JOHN STEED: „Caruso?“ / EMMA PEEL: „Der ist tot“); als Steed & Peel auf den ebenfalls „menschenleeren“ Kontrollturm der Basis steigen, um sie aus der Vogelperspektive zu überblicken, entdecken die beiden auf dem Rollfeld den Milchmann, der plötzlich von einem Schuss tödlich getroffen wird; schließlich verschwindet auch noch Mrs. Peel, als sie den „dead milkman“ später auf der Ladefläche seines Auslieferungswagen findet; und nachdem Steed Bekanntschaft mit einem Mann namens Benedict Napoleon Hickey (Roy Kinnear) gemacht hat, der sich mehr oder weniger vom Inhalt der Mülltonnen auf Militärstützpunkten ernährt (HICKEY zu JOHN STEED in der leeren Bar innerhalb der Offiziersmesse: „[...] Glauben Sie, dass wieder ein Krieg kommt, Sir? Ich hoffe es. Gut fürs Geschäft. Die Mülltonnen sind während des Krieges immer voll“), wird Steed von einer herunterfallenden Schranke am Haupttor k.o. geschlagen und findet sich plötzlich in seinem gecrashten Wagen wieder, aber ohne Mrs. Peel und vor sich die in sein Armaturenbrett eingebaute zerstörte Uhr, die eben bei „Elf Uhr vormittags“ stehengeblieben ist; der Agent kehrt daraufhin nach Hamelin zurück und die Offiziersmesse wimmelt plötzlich nur so von Militärs, die nun tatsächlich die angekündigte „Abschiedsparty“ zu feiern scheinen...; „Have you noticed the time?“ (Rigg einmal zu Macnee im Laufe der Episode und auf die wahrlich mysteriöse Tatsache hinweisend, dass auch innerhalb des Stützpunktes sämtliche Uhren „at 11 O’Clock“ stehengeblieben sind) – nun, in „The Hour That Never Was“ wird diversen Offizieren & Co „for some reason“ sozusagen „eine Stunde ihres Lebens“ gestohlen, aber die Episode an sich ist absolut keine „Zeitverschwendung `to watch`“, denn sie ist, „Mr. Hitchcock would have been proud“, wahrlich „suspenseful“ und originell; neben den „Streifzügen von Steed & Peel“ über das einsame, verlassene „R. A. F. Station“-Gelände, die atmosphärisch & spannend zugleich sind, ist auch hervorzuheben, dass Macnee in „Die fehlende Stunde“ eine Menge an „Laufarbeit“ absolviert und sehr oft zumindest „schnellen Schrittes“ oder eben tatsächlich laufend zu den diversen „Locations“ („Offiziersmesse“, „Cook House“, „Haupttor“ etc.) gelangt, was eine zusätzliche, effektive und nicht „künstliche/falsche“ Dynamik erzeugt – „And you run and you run to catch up with the sun, but it’s sinking / And racing around to come up behind you again“ (Copyright: „Time“ von Pink Floyd); gut, um „`High Noon` herum“ hat es Macnee nicht mit einem „Sonnenuntergang“ zu tun, aber eine Highlight-Szenenfolge ist sicherlich jene, als wiederum „seltsame, bedrohliche, den Organismus regelrecht attackierende“ Geräusche am Luftwaffen-Stützpunkt ertönen, was auch „Emma & John“ gleichsam „in die Defensive“ treibt; bevor sich Macnee, gequält von der „Noise Attack“, in einen „Fall Out Shelter“ flüchtet, präsentieren einem die Mit Schirm, Charme und Melone-Macher noch einen fantastischen Zoom in Richtung der „sun“ im wolkenbedeckten Himmel, der quasi „Steed’s Blick“ dorthin „auf subjektive Weise“ (Kamera: Ernest Steward) einfängt; als Macnee den „Fall Out Shelter“ dann wieder verlässt und die „Geräusch-Attacke“ vorüber ist, findet er die Armbanduhr der verschwundenen „Mrs. Peel“ auf dem Boden liegen; toll und amüsant ist dann auch das „Finale“ dieser Episode, in welcher es letzten Endes um „Ultraschallfrequenzen, Gehirnwäsche & versuchte Sabotage“ geht, denn hier kommt es sowohl bei dem „`Evil Mastermind` hinter der `fehlenden Stunde`“ als auch bei „John Steed“ und letztendlich auch bei „Emma Peel“ zu einem Lachanfall, da in der Zahnarztpraxis auf dem Stützpunkt während des „Schlusskampfes“ sogenanntes „Lachgas“ (Distickstoffmonoxid) aus den entsprechenden Behältern dringt, was auf alle Beteiligten eine reichlich „euphorisierende“ Wirkung hat; „And did you exchange / A walk-on part in the war / For a lead-role in a cage?“ (Copyright: wiederum „Wish You Were Here“ von Pink Floyd) – das „Motto“, der „Untertitel“, von „Die fehlende Stunde“ lautet ja „Steed Has to Face the Music, Emma Disappears“, und so eine „Emma verschwindet (vorerst) spurlos“-Mit Schirm, Charme und Melone-Episode in Schwarzweiß ist auch das von mir bereits erwähnte und eher schwache „The Girl from Auntie“ (1966; dt. Titel: „Mrs. Peel, zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“); in dieser Folge wird „Emma Peel“ zu Beginn von einem als alte Frau verkleideten Auftragskiller, der, wenn man’s genau nimmt, im Laufe der Episode zur regelrechten „Killermaschine mit sehr hohem Body-Count“ mutiert, betäubt und entführt; „John Steed“, der von einer Auslandsreise zurückgekehrt ist, bekommt es dann mit einer durch eine eher minder begabte, aber dafür liebenswerte & sympathische Schauspielerin namens Georgie Price-Jones (Liz Frazer) verkörperten „falschen Mrs. Peel“ zu tun, mit welcher er aber schließlich gemeinsam den Fall löst und die „echte Mrs. Peel“ aus den Fängen eines skrupellosen „Kunsthändlers“ befreit, der die „Geheimnisträgerin & Dechiffrier-Expertin“, die in einem überdimensionalen Vogelkäfig gefangen gehalten wird (Dialog zw. Rigg & Macnee, als Rigg aus dem „birdcage“ freigekommen ist: EMMA PEEL: „Und keine Scherze bitte über Vögel in vergoldeten Käfigen“ / JOHN STEED: „Das würde ich nie tun“), an den „Meistbietenden“ in den „Ostblock“-Raum versteigern möchte; „The Girl from Auntie“ ist, im Gegensatz zu „Die fehlende Stunde“, nicht zwingend ein „Must-See“ innerhalb von „The Avengers“, aber ausgerechnet diese eher „durchwachsene“ und nicht sehr spannende Episode enthält eine meiner „Lieblings-John-Steed-Aussagen“, denn als der russische Diplomat & Agent „Ivanov“, der „Emma Peel“ ersteigern möchte, neben Macnee einmal „einen Schirm schwingt, als würde er Steed imitieren wollen“, erhält er von Macnee folgenden treffenden Ratschlag, gleichsam von Top-Agent zu (Möchtegern-)Top-Agent: „Nicht so aggressiv mit dem Schirm. Temperamentvoll, aber nicht ungeduldig. Ungeduld und Unzuverlässigkeit. Es gibt nur etwas Schlimmeres. Das ist Enthusiasmus“ (Copyright: „JOHN STEED PATRICK MACNEE)].

Nach einem „Chance of Location“ sieht man Geheimdienstchef „R“ Zigarre-rauchend in der Sauna sitzen [Anmerkung: Hitchcock präsentiert hier die visuelle Besonderheit, dass die Auspuffgase des Autos, mit dem Peter Lorre & John Gielgud „kutschiert“ werden, in den Dampf der Sauna, in der sich „R“ Charles Carson befindet, gleichsam „übergehen“, soll heißen: die Abgas-Wolke wird plötzlich zur Sauna-Dampf-Wolke].

Ein zweiter Mann, der, ebenso wie „R“, nur mit einem großen Handtuch „um die Körpermitte“ bekleidet ist, taucht auf und kündigt „Colonel Anderson“ an [verkörpert von Tom Helmore, der 1958 dann unter Hitchcock’s Regie auch in Vertigo – Aus dem Reich der Toten als „Gavin Elster“ zu sehen war, welcher James Stewart den Auftrag erteilte, seine angebliche Ehefrau „Madeleine Elster“ Kim Novak zu beschatten].

„Here you are“...der Colonel bringt „R“ eine Landkarte [Kommentar von „R“, bezüglich der ihm überreichten Karte: „[...] Die ist falsch herum“] und der Geheimdienstchef bittet den Militär, sich neben ihn hinzusetzen, und das „in Uniform“ [„R“, angesichts des schwitzenden Colonels, der sich mit einem Tuch den Schweiß aus dem Gesicht wischt: „Ihnen ist wohl heiß?“].

„R“ spricht, als er auf die Landkarte blickt, zunächst im Zusammenhang mit Elsa Carrington von einer „tüchtigen Frau, die den Männern weit voraus sei“, bevor er dann meint, dass Ashenden Marvin im besten Fall „an der griechischen Grenze erwischen könne“, noch bevor diesem quasi „die Flucht über Bulgarien in die Türkei gelinge“ [Frage von COLONEL ANDERSON: „Und wenn Ashenden es nun nicht schafft?“ / Entgegnung von „R“: „Dann schaffen wir es. Verbinden Sie mich mit der obersten Heeresleitung“; // Anmerkung: „Secret Agents“: Teil 19: „`Mission...Highly Improbable`: `Wargames, Kriegsspiele` & `Short People`“: „EMMA PEEL DIANA RIGG: „There’s a storm brewing. I better get my coat. [...]“ (aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Episode „Haben Sie’s nicht ein bisschen kleiner?“; Diana Rigg sieht im „Epilog“ der Folge, in der es das Agenten-Duo mit „wahrlich erstaunlichen Maschinen“ & „diabolischen, militärischen Plänen“ zu tun bekommen hat, beim Blick aus dem Fenster „ein Gewitter aufziehen“, woraufhin ihr Macnee einen „aus dem aktuellen Abenteuer übriggebliebenen Miniatur-Schirm in Spielzeuggröße“ übergibt, der ein Ergebnis einer „Schrumpfung“ durch die besagte „machine“ ist) – der größte Hit des US-Singer & Songwriter Randy Newman war wohl der geniale Song „Short People“ („Well, I don’t want no short people / Don’t want no short people / Don’t want no short people / `Round here“ usw.), und obwohl Newman, als großer musikalischer Satiriker, der er war, natürlich mit „short people“ etwas anderes meinte als „people who are short in stature“, nämlich vielmehr „eine bestimmte Gattung von Menschen `with certain prejudices`“, so konnte auch ich persönlich diversen „Schrumpf-Geschichten“, die es da in der Filmgeschichte gibt, nie sonderlich viel abgewinnen, wie etwa Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft (1989; Regie: Joe Johnston; Starring: Rick Moranis & Matt Frewer), den ich seinerzeit sogar, wenn mich da meine Erinnerung nicht völlig im Stich lässt, im Kino gesehen habe, oder, um viel weiter in der Filmhistorie zurückzugehen, Jack Arnold’s B-Film-Klassiker „The Incredible Shrinking Man“ (OT; 1957; dt. Titel: Die unglaubliche Geschichte des Mr. C); und genau so ein „problem“ mit dieser Art von „Science Fiction oder Fantasy mit Verkleinerungseffekt“ hatte ich, wie ich schon vor Jahren bereits einmal im Zusammenhang mit einem „Kurztext“ über die Emma-Peel-Farbstaffel von Mit Schirm, Charme und Melone ausgeführt habe, mit der „The Avengers“-Episode „Haben Sie’s nicht ein bisschen kleiner?“ (1967; Regie: Robert Day), die eben „Die unglaubliche Geschichte des Mr. Steed & der Mrs. Peel“ aufbietet, da darin beide einmal „`victim` einer Schrumpf-Maschine“ werden; nun, ich habe mein „Das geht entschieden zu weit, das ist völlig albern“-Urteil von damals bei neuerlicher Betrachtung von „Mission...Highly Improbable“, so der Originaltitel, ein wenig revidiert, denn diese im Grunde bizarre „Spy-Fi“-Episode, die auch zur „final episode with Emma Peel“ hätte werden können, bevor man Rigg mit „Auf Wiedersehen, Emma“ / „The Forget-Me-Knot“ einen ungleich „würdigeren Abschied“ bescherte, hat durchaus so einige Momente, die man als „charming“ bezeichnen könnte; „Well?“ (originale Frage von Rigg, die ebenfalls „in den Fokus“ des „Schrumpfungsapparates“ geraten war und dann wieder „rückverwandelt“ wurde, an Macnee, ob denn wieder alles „back to normal“ bei ihr sei) – zu den Ausgangspunkten der Story von „Mission...Highly Improbable“: Der „Government Official“ Sir Gerald Bancroft (Kevin Stoney) vom Schatzamt besucht ein Testgelände des Verteidigungsministeriums; allerdings verschwinden er und sein Rolls-Royce, flankiert von „motorcycle drivers“, auf einer Straße des Geländes plötzlich spurlos; John Steed untersucht den „Tatort“ zunächst solo und sieht sich gleichsam einem „Lost Highway“ gegenüber (Dialog zw. Macnee & dem uniformierten Motorrad-Fahrer „Gifford“ Nicholas Courtney: JOHN STEED: „Keine Anzeichen von Sir Gerald und dem Rolls-Royce. [...]“ / GIFFORD: „[...] Ein ausgewachsener Rolls-Royce kann sich doch nicht einfach in Luft auflösen“); Dr. Chivers (Francis Matthews) hingegen, der auf dem Testgelände tätig ist, findet in der Wiese neben der Straße nicht nur einen „Rolls-Royce in Spielzeugautogröße“, sondern läuft auch mit einem Schmetterling-Fangnetz herum, mit welchem er den mehr oder weniger auf „Ameisengröße“ geschrumpften hilflosen Sir Gerald einfängt, um ihn anschließend in eine kleine Box zu sperren (GESCHRUMPFTER BANCROFT, für Steed & Co in der Nähe nicht hörbar: „Hilfe! Hilfe! Hilfe! Lasst mich raus! Hilfe!“); Steed fotografiert seinerseits vor Ort schließlich auffällige Reifenspuren, die, wie er später Mrs. Peel mitteilt, zu dem militärischen „Mannschaftswagen MT4“ gehören; bald darauf wird klar, dass Dr. Chivers einen solchen fährt, und nachdem er diesen in einer Art riesigen Garage/Lagerhalle auf dem Testgelände untergebracht hat, steckt er Sir Gerald in eine kleine Kartonschachtel und entsorgt ihn in eine Mülltonne; Chivers, so wird klar, ist ein Mitarbeiter von Professor Rushton (Noel Howlett), dessen Tochter Susan (Jane Merrow) gleichzeitig auf dem Testgelände als „secretary of her father“ agiert, wobei Chivers Rushton erzählt, dass „der Mann vom Schatzamt“ quasi „aufgehalten“ wurde (CHIVERS: „Der Ärmste erstickt förmlich unter einem Berg von Abfall“ / PROF. RUSHTON: „Abfall?“ / CHIVERS: „Ja, bürokratischer Abfall. Ministerieller Papierkrieg. Sie wissen, was ich meine. [...]“); in weiterer Folge stellt sich heraus, dass Chivers & Rushton, auf Chivers‘ Vorschlag hin, ein geheimes „Reduktions-Projekt“ ohne jegliche ministerielle Genehmigung auf die Beine gestellt haben und dabei den Etat überzogen haben (CHIVERS: „Professor, glauben Sie mir. Diese Erfindung wird Sie unsterblich machen. [...] Wir müssen testen und nochmals testen, ohne, dass jemand etwas erfährt. Nicht einmal Ihre Tochter“); Steed taucht dann als „weiterer Vertreter des Schatzamtes“ auf dem Testgelände auf, um den besagten „Mannschaftswagen mit abgefahrenem Vorderreifen“ zu suchen, doch diesbezüglich fündig wird der „motorcycle driver“ Gifford, der auf dem Mannschaftswagen auch das scheinbare „Spielzeugauto“, soll heißen: den Rolls-Royce von Sir Gerald, findet, da Chivers diesen dort einfach abgestellt hat; „Short people got no reason / To live“ (Copyright: Randy Newman) – nachdem Gifford festgestellt hat, dass das kleine Auto das Kennzeichen des Bancroft-Wagens besitzt, will er in der Lagerhalle über Telefon Steed im Büro des Professors kontaktieren, wird aber dabei umgehend von Chivers, der ihn heimlich beobachtet hat, mit dem entsprechenden Apparat von Rushton (dieser kann Materie verkleinern und wieder in die Originalgröße zurückbringen) geschrumpft und anschließend mit einem Schlauch in den Abwasserkanal befördert; nach zwei spurlos verschwundenen Personen sind Dr. Chivers & Professor Rushton die „Hauptverdächtigen“ für „John & Emma“ (aus einem Rigg/Macnee-Dialog in der Wohnung von „Mrs. Peel“: JOHN STEED: „Was haben Sie über Rushton festgestellt?“ / EMMA PEEL: „Früher war er mal ein guter Wissenschaftler. Er war immer etwas exzentrisch. Vor ein paar Jahren wurde er abgeschoben. Man versetzte ihn in die `Metall-Ermüdungs*`-Abteilung“; *„Metal Fatigue Division“ / JOHN STEED: „Und Chivers?“ / EMMA PEEL: „Er hätte Erfolg haben können, aber er ist über ein paar Politiker gestolpert“ / JOHN STEED: „Also könnten beiden irgendwie verschnupft sein“); schließlich wohnt Steed der Vorführung eines neuen Panzers auf dem Testgelände bei, wo sich, wie er Mrs. Peel mitteilt, auch „höchste Offiziere“ und „ein paar von der anderen Seite“ befinden werden; zur „other side“ gehört der „Chef des Nachrichtendienstes“ Shaffer (Ronald Radd), ein im Krim-Krieg ausgezeichneter Militär, dem Chivers versprochen hat, dass er von ihm den neuen Panzer „überreicht“ bekommt (Dialog zw. „Shaffer & Chivers“ im Büro von „Shaffer“: SHAFFER: „Sie sind ein durch und durch korrupter Mensch. Ich mach es mir zur Aufgabe, sowas festzustellen“ / CHIVERS: „[...] Dann können wir ja zum Geschäft kommen“), wobei die Zweifel bei Shaffer zunächst überwiegen und er „the whole thing“ für eine „mission impossible“ hält, da er noch nichts von dem verkleinernden Effekt der „Rushton-machine“ weiß (Originaldialog angesichts des „Versprechens“, ihm das „Vorführobjekt“, den Panzer, zu verschaffen: SHAFFER: „That’s impossible“ / CHIVERS: „No, no. Mission highly improbable. [...] But not impossible“), die jeder Armee natürlich immense Vorteile gegenüber dem Feind & dessen „weapons“ verschaffen würde; im Laufe der weiteren Ereignisse kommt aber nicht nur der neue Panzer mit dem „Schrumpfapparat“ in Berührung, sondern, nach und nach, auch das Agenten-Duo Steed & Peel, was zu einer entsprechenden „Verkleinerung“ der beiden führt...; „Steed Falls Into Enemy Hands, Emma Is Cut Down To Size“ (das „Motto“ der Episode) – wie gesagt: „Haben Sie’s nicht ein bisschen kleiner?“ ist nicht unbedingt ein Mit Schirm, Charme und Melone-„Masterpiece“, aber dieses „John and Emma are cut down to size“-Agenten-Abenteuer hat dann doch einige Aspekte auf der „Haben-Seite“; so verfügt die Episode mit „Dr. Chivers“ über einen „echt fiesen“ „villain“, und die „sadistische Freude“, die der „Chivers“-Darsteller Francis Matthews in jenen Szenen ausstrahlt, in denen er sich der geschrumpften Männer „Sir Gerald“ & „Gifford“ im Grunde auf sehr brutale Art & Weise (Mülltonne / Abwasserkanal) entledigt, ist durchaus, wenn man so will, gekonnte Schauspielkunst – „They got little cars / That got peep, peep, peep / They got little voices / Goin‘ peep peep peep / [...] Well, I don’t want no short people“ (Copyright: Randy Newman); die visuellen Highlights von „Mission...“ bilden natürlich all jene Szenen, in denen Patrick Macnee & Diana Rigg nicht in ihren „Originalgrößen“ von 1,80 m & 1,74 m „durchs Bild laufen“; hier wäre vor allem einmal jene „scene“ zu erwähnen, in welcher der gleichsam auf „Taschenformat“ geschrumpfte Macnee sich auf dem Büro-Schreibtisch von „Shaffer“ befindet, zwischen einem aus seiner Sicht überdimensionalen Telefon, einem riesigen Aschenbecher sowie diversen „XL-Füllfedern“, aber auch neben dem durch „Chivers‘“ Zutun auf Spielzeugformat geschrumpften Panzer, „Shaffer’s Objekt der Begierde“, mit dem dieser die Möglichkeit einer „Weltherrschaft“ kommen sieht; „funny“ ist hier auch jener Moment, in dem „Little Steed“ quasi Opfer des Rauchs einer brennenden Zigarre/Zigarette wird, die „Shaffer“ dort kurz einmal im Aschenbecher ablegt; einen „special moment“ stellt natürlich auch jener dar, in der „Klein John“ mit dem „oversized telephone“ auf dem besagten Bürotisch „Emma Peel at home“ anruft und diese dabei mit der Kamera in einer entsprechenden „Close-Up“ beim Telefonieren eingefangen wird, sodass sie eben „übergroß“ erscheint (aus dem zugehörigen Telefon-Dialog, wobei Macnee für Rigg eben, durch seine „momentane Situation“, schwer zu verstehen ist und etwas „piepsig“ klingt: EMMA PEEL: „Hallo?“ / JOHN STEED: „Mrs. Peel. ...Mrs. Peeeel!“ / EMMA PEEL: „Steed, sind Sie es!? Was ist passiert?“ / JOHN STEED: „Auch wenn ich es sagte, Sie würden es mir nicht glauben“ / EMMA PEEL: „Sie müssen lauter sprechen, ich hör‘ Sie kaum“ / JOHN STEED: „Das überrascht mich nicht ein bisschen. Ich erkläre Ihnen das später, Mrs. Peel. [...]“); nachdem Macnee mithilfe der „machine“ wieder, wie Rigg zu ihm in der Originalfassung meint, „kingsized again“ ist, gerät auch Rigg, wie weiter oben bereits kurz erwähnt, „in den unsichtbaren `Strahl` des Schrumpfapparats“, und der Augenblick, als Rigg dann sozusagen „queensized again“ ist, soll heißen: wieder in „Normalgröße“ vor ihm steht, wird von einem der besten und „nicest“ Dialoge innerhalb von „Haben Sie’s nicht ein bisschen kleiner?“ flankiert (EMMA PEEL: „Nun, was ist?“ / JOHN STEED: „Wieder normal“ / EMMA PEEL, dreht sich gleichsam vor ihm „einmal im Kreis herum“: „Alles, wie’s war?“ / JOHN STEED: „Und an der richtigen Stelle“); nun, mal abgesehen davon, dass es dem „Meister der Suspense“ Alfred Hitchcock angesichts so einer dermaßen absurden „Agenten-Geschichte“ ohnehin „kalt über den Rücken gelaufen wäre“, allerdings „aus den falschen Gründen“, so leidet „Mission...Highly Improbable“ sicherlich, und das muss man bei einer TV-Serie, deren Macher ja bekanntlich „nearly as good as Hitchcock“ sein wollten, anmerken, auch an einem eklatanten Mangel an echter Spannung, für die man allerdings, unterm Strich, durch den ein oder anderen „good dialogue“ (Drehbuch: Philip Levene) „entschädigt“ wird (aus den Dialogen innerhalb des „Epilogs“, wobei sich Rigg & Macnee eben gerade bei dem Fenster befinden, bei dem Rigg dann ihre „Prognose“ bezüglich des „storm“ abgibt: EMMA PEEL: „Ach, manches würd‘ ich auch gern verkleinern. [...]“ / JOHN STEED: „Diese Unmengen von Regierungsbüros“ / EMMA PEEL: „Ein überzogenes Bankkonto“ / JOHN STEED: „Die Club-Beiträge“ / EMMA PEEL: „Bermudashorts“ / JOHN STEED: „Miniröcke“ / EMMA PEEL: „Das dürfte ein Wunschtraum bleiben. Rushton hat seine Notizen vernichtet. Er baut keinen Apparat mehr. [...]“); tja, „All I want to know / Is when you go / Do you think of me / `Cause I could let you go / But there’d be a hole / Where my heart used to be“ (Copyright: der Song „It’s So Easy“ von Sheryl Crow) – wie gesagt, glücklicherweise wurde nicht „Darf’s ein bisschen kleiner sein?“ zur „farewell“-Mit Schirm, Charme und Melone-Episode von Diana Rigg, die, ähnlich wie Sean Connery seine 007-Rolle, ihr „Emma Peel“-Dasein satt hatte; für die endgültige Trennung eines der wohl besten und legendärsten Agenten-Duos der TV-Geschichte hat man innerhalb von „Auf Wiedersehen, Emma“ einen sehr gelungenen „Epilog“ kreiert, der zwischen „kontrolliertem Abschiedsschmerz“ & „Pragmatismus in puncto Emma-Peel-Nachfolge“ hin und her pendelt; nachdem Macnee, Rigg & deren Nachfolgerin Linda Thorson das „Abenteuer“, das sich im Prinzip um einen „Maulwurf in der Organisation“, um „a traitor in the organisation“ also, gedreht hat, hinter sich gebracht haben, kommt es zu einer großartigen, regelrecht berührenden Abschiedsszene zwischen „Emma & John“; in dieser führt Macnee in seiner Wohnung zunächst ein Telefonat mit seinem Chef „Mutter“ (Patrick Newell), in dem, angesichts einer Zeitungsmeldung, von einem umgehend benötigten „replacement“ die Rede ist; ein „Steed-Blick“ auf die „newspaper“ offenbart dann die Schlagzeile „Peter Peel alive / Air ace found in Amazonian jungle / Wife Emma waits“, welche eben von der überraschenden (und absurden) Rückkehr von „Mrs. Peel’s“ offenbar für tot gehaltenen „husband“ aus dem Amazonas-Dschungel berichtet; schließlich taucht Rigg auf und diese richtet dann ein paar emotionale Abschiedsworte an Macnee (EMMA PEEL, im Original: „Always keep your bowler on in times of stress, and watch out for diabolical masterminds“ / JOHN STEED: „I’ll remember“); nach einem „Leben Sie wohl, Steed“ & einem „kleinen Kuss“ von Rigg nennt Macnee sie das einzige Mal innerhalb der Serie „Emma“ und bedankt sich bei ihr; anschließend trifft Rigg, bevor sie mit ihrem wiedergekehrten „Flug-Ass“-Ehemann (der aus der Ferne, genauer: von Macnee’s Fenster aus, was die Kleidung betrifft wie ein „Steed-Lookalike“ aussieht) gemeinsam im Auto winkend davon und gleichsam „um die Straßenecke“ fährt, im Treppenhaus auf ihr „replacement“ Linda Thorson („Tara King“) und gibt dieser noch einen „wichtigen Ratschlag“ bezüglich „John Steed“ mit auf den Weg: „Übrigens, seinen Tee lässt er sich am liebsten entgegen den Uhrzeiger umrühren“ (Copyright: „EMMA PEEL DIANA RIGG); „gute Ratschläge“ hin oder her: ein besseres „match“ als Diana Rigg & Patrick Macnee gab es innerhalb von Mit Schirm, Charme und Melone sicherlich nicht, und leider war die „actress“, um nochmals einen Vergleich mit dem großen Sean Connery zu bemühen, sozusagen zu keinem Diamantenfieber oder zu einem Sag niemals nie innerhalb von „The Avengers“ zu bewegen, soll heißen: dazu bereit, nochmals in ihre „iconic role“ zu schlüpfen].

„At the Railway Station“. Auf dem besagten Bahnhof herrscht ein reges Treiben und mitten unter den „Wartenden“ befinden sich Richard Ashenden & der „General“, wobei Ashenden seinem ungeduldigen Partner mitteilt, dass sie „erst auf den Bahnsteig dürfen, wenn der Zug da sei“.

Daraufhin spricht der frustrierte „Mexican General“ davon, es doch mit einem „Bestechungsversuch“ bei einem uniformierten „watchman“, der im Grunde unmittelbar vor ihnen bei der Absperrung steht, zu probieren [Nachsatz des GENERALS: „[...] Soldaten brauchen immer Geld. Verstehen, Bakschisch. Ich hassen solche Menschen, die immer nur etwas tun, wenn bezahlt bekommen“].

„Hello! Hello! Money? Bakschisch? Come here!“...der „General“ versucht dann den „Swiss Soldier“ mit ein paar Münzen zu bestechen und schiebt schließlich eigenständig die Holzzaun-artige Barriere zur Seite. Allerdings will sie der Soldat & „Wächter“ noch immer nicht durchlassen, was dazu führt... „More Money, More Bakschisch“ ...dass der „General“ dem Mann nochmals ein paar Münzen in die Hand drückt.

Nachdem der Soldat abermals ablehnt, die beiden passieren zu lassen [SOLDAT: „Nein, noch immer nicht erlaubt“], und dem Agenten-Duo sogar sein Bajonett in den Weg stellt, betont der „General“ seinen eigenen (nicht vorhandenen) „hohen militärischen Rang“ und droht damit, sich beim Bahnhofsvorsteher zu beschweren [GENERAL: „Ich General. Ich gehen zum Bahnhofsvorsteher, du werden bestraft! [...]“].

Daraufhin verlässt der „General“ seinen Platz vor dem Zaun tatsächlich. Robert Marvin & Elsa Carrington befinden sich bereits vor dem „train to Athene“ und Marvin, der möchte, dass „Elsa“ schon mal in den Zug steigt, will sich angeblich noch Zigaretten besorgen. „Elsa“ wiederum spricht davon, sich noch „ein Magazin“ kaufen zu wollen.

Schließlich erblickt Ashenden Carrington „in front of the train“ und... „Elsa! Elsa, Darling!“ ...ruft nach ihr. Sie winkt ihm zu und läuft zu ihm in Richtung Absperrung, woraufhin sich „some questions“ bei Ashenden ergeben [ASHENDEN: „Was willst du hier? Musstest du das tun?“].

„Elsa“ spricht dann davon, dass sie sich „einsam vorgekommen sei, als er fort war“, und macht dann den Vorschlag, wieder gemeinsam zurückzufahren [ELSA CARRINGTON: „Ich bin so froh, dass du hier bist. Lass uns zurückfahren und das alles vergessen. Von Spionen will ich nie wieder hören“].

„No more killings, no more `Mexicans`“...kurz danach taucht der „General“ wieder auf und bahnt sich seinen Weg durch die wartende Menge. Dann präsentiert er Ashenden & Carrington aufgeregt eine „Sondererlaubnis“, die aber sogleich... „a funny thing happened on the way to the station“ ...völlig „gegenstandslos“ wird, da plötzlich alle Wartenden von dem „Watchman“ durchgelassen werden [Kommentar des GENERALS: „Alle haben Sondererlaubnis“].

Inmitten der vorbeilaufenden „train travellers“ stellt Ashenden „Elsa“ die Frage, wie sie denn herausgefunden habe, dass Marvin der Mann sei, nach dem sie suchen [Reaktion einer überraschten & vor allem ungläubig dreinblickenden ELSA CARRINGTON: „Das soll wohl ein Witz sein?!“].

„He fooled her too“...Ashenden muss erkennen, dass Marvin „Elsa“ offenbar auch getäuscht hat, und zieht den Schluss, dass der „feindliche Agent“ mit dem Zug in Wahrheit nach Konstantinopel fahre [Kommentar des GENERALS, angesichts der „historischen Umstände“ von damals: „Konstantinopel. Türkei. Feindliches Land“].

„Cut to...“. Marvin lässt sich, während das Trio sich auf den Bahnsteigen umsieht, sein Gepäck durch das Fenster eines anderen „train“ reichen, nämlich eines Zuges, der tatsächlich nach „Constantinople“ [„later known as“: Istanbul] fährt.

„Elsa“ kann die „unpleasant truth about“ Marvin weiterhin nur schwer fassen und teilt das ihren beiden Mitstreitern auch mit, als sie ihren „Verehrer“ gleichsam „in Sichtweite“ haben [ELSA CARRINGTON: „Ich verstehe nicht, wie so etwas möglich ist. Er war doch immer so nett und so freundlich“].

Der „General“ spricht dann davon, dass Marvin „much too friendly“ war und will nun, endlich, seinem „Job“ nachgehen [GENERAL: „Wenn Sie einverstanden, ich werden jetzt meine Arbeit machen. Ich ihn jetzt unschädlich machen und wir dann fahren zu den Lieben in Heimat“].

Nachdem die „shocked“ „Elsa“ nochmals darum gebeten hat, ihr mitzuteilen, dass das Ganze ein „bad joke“ sei, setzt sich der Zug nach Konstantinopel in Bewegung. Letztendlich springen alle drei in den Zug, obwohl Ashenden zuerst wollte, dass Carrington auf ihn „in der Bahnhofsmission“ oder „beim Roten Kreuz“ wartet [Anmerkung: Exkurs: „Apropos Gielgud“: „FRANCIS CARR GOMM JOHN GIELGUD: „Können Sie sich vorstellen, unter welchen Umständen er gelebt haben muss?“ / „DR. FREDERICK TREVES ANTHONY HOPKINS: „Ja, ich denke, das kann ich“ / FRANCIS CARR GOMM: „Ich glaube kaum. Ich glaube, unsere Fantasie reicht nicht aus, um sich das vorstellen zu können“ (aus: Der Elefantenmensch; Dialog zwischen dem „Hospitals-Direktor“ Gielgud & dem „Chirurgen“ Hopkins bezüglich ihres „deformed patient“ „John Merrick“ John Hurt) – „well“, der 1904 geborene Sir John Gielgud, dessen Filmkarriere also mehr oder weniger 1935 mit Alfred Hitchcock’s Geheimagent begonnen hatte, war im höheren Alter dann auch unter der Regie von zwei meiner absoluten Lieblings-Regisseure zu sehen, deren Filme mich im Grunde bis heute uneingeschränkt begeistern, nämlich David Lynch & Peter Greenaway; nach Lynch’s rätselhaft-abgründigem „Traum von dunklen und beunruhigenden Dingen“, als das man sein letztendlich nach fünfjähriger Drehzeit im Jahr 1977 veröffentlichtes Debütwerk Eraserhead bezeichnen könnte („Es ist ein persönlicher Film, und kein Rezensent oder Kritiker oder Zuschauer hat den Film je so interpretiert wie ich. In den ganzen 25 Jahren seit seiner Veröffentlichung“ – David Lynch 2001 über Eraserhead und vor allem auch über ein mögliches bzw. gängiges „Künstlerschicksal“), war es für die „Mitternachtsvorstellung-affine“ Fangemeinde des US-Amerikaners wohl mehr als erstaunlich, dass der Name des Regisseurs plötzlich in Zusammenhang mit englischen Schauspielstars gebracht wurde; das vor allem dank des Engagements von Filmlegende Mel Brooks realisierte und auf historischen Begebenheiten basierende sowie in meisterhaftem Schwarzweiß (Kamera: Freddie Francis) realisierte viktorianische Drama „The Elephant Man“ (OT) aus 1980 mit Anthony Hopkins, John Hurt, (der Amerikanerin) Anne Bancroft & eben John Gieldgud in den „tragenden Rollen“ kann man allerdings getrost als „eines der bewegendsten Dramen der Kinogeschichte“ bezeichnen und vor allem auch als „eindringliches Plädoyer für Humanismus“ (Kurzfassung der Story: John Merrick ist seit seiner Kindheit entsetzlich entstellt und wird als „Elefantenmensch“ auf Jahrmärkten „zur Schau gestellt“ und von seinem „Besitzer“ misshandelt; schließlich entdeckt ihn der Arzt Frederick Treves und bietet ihm Hilfe an, damit Merrick, der sich als intelligenter, sensibler Mann entpuppt, „lika a human being“ leben kann...); Lynch, der Mann aus Missoula in Montana und damals erst Mitte 30, musste bei den Dreharbeiten zu Der Elefantenmensch in London „actors like“ Gielgud, Hopkins, Hurt & Wendy Hiller Regieanweisungen geben und diese „situation“, sich der britischen Schauspiel-„Crème de la crème“ gegenüberzusehen, war für den Regisseur selbstredend nicht sonderlich einfach („[...] Meistens war es die absolute Hölle. Innerlich [...] wäre ich fast gestorben. Eines Morgens wachte ich auf, zog mir die Unterwäsche an und dachte: `Heute werde ich Sir John Gielgud inszenieren`. Eine absurde Vorstellung! Ein Mann aus Montana landet hier und tut sowas! Und dennoch machte es irgendwie Sinn. Aber ich bin tausend Tode gestorben“ – D. Lynch); was Gielgud anbelangt, so hat ihn der Regisseur beispielsweise auch als „Maschine, die statt ein bis zwei Knöpfe ein- bis zweitausend habe“ bezeichnet, wobei Lynch nach eigenen Angaben sehr gern mit Gielgud gearbeitet hat („Der Mann war für mich ein Heiliger! [...] Er hatte nicht viele Drehtage, und ich erzähle immer die gleiche Story über ihn. Mir fiel auf, dass die Zigaretten, die er rauchte, eine Spezialanfertigung sein mussten – wunderschöne Schachteln, sozusagen von Hand gemacht für Sir John. Die Zigaretten waren oval. Er zündete sie an und hielt sie [...] von sich weg. Wenn er gerade nicht rauchte – an der Zigarette zog –, hielt er sie hinter sich. Und der Rauch verzog sich blitzschnell. Er hatte nie auch nur einen einzigen Fussel an der Kleidung. Nichts war verrutscht. Er ging auf eine ganz bestimmte Art und sprach auf eine ganz bestimmte Art. Der ordentlichste Mensch, der mir je begegnet ist. In meinem ganzen Leben! Kein einziger Fussel ließ sich je auf ihm nieder! Sie schwebten herab, und plötzlich bogen sie ab! Man will etwas am Text ändern – ein Wort – und hat erst einen halben Satz gesagt, da weiß er schon, was man will... – und die Sache ist gebongt. Beim nächsten Mal hat er den Text geschickt geändert, um der Bitte zu entsprechen. Kleinste Nuancen. [...] Er verinnerlichte das Konzept und konnte es sofort umsetzen“ – D. Lynch); der spätere Regisseur von Kino-Klassikern wie Blue Velvet (1986) und Wild at Heart (1990) oder des TV-Kult-Klassikers Twin Peaks (1990/91; 2017) hat aber auch betont, dass er seinerzeit, quasi als „Regie-`Grünschnabel`, welcher lediglich ein `verrücktes, wie von einem fernen Planeten daherkommendes Werk` `like` Eraserhead im Gepäck hatte“, bei den Elefantenmensch-Dreharbeiten angesichts von Gielgud & Co seine Nervosität nie ganz losgeworden sei und sich stets unsicher gefühlt habe; // „PROSPERO JOHN GIELGUD: „[...] Hin sind nun meine Zaubereien. Und was an Kraft mir bleibt, ist mein, und das ist wenig. Nun ist es wahr. Ich muss hierbleiben, immer da, wenn ihr mich nicht nach Neapel schickt. Verdammt mich nicht, da ich mein Herzogtum zurück aus des Betrügers Hand, dem ich verziehen, durch einen harten Spruch zu dieses öden Eilands Fluch. Macht mich aus meines Bannes Schoß durch eurer Hände Beifall los. Füllt milder Hauch aus eurem Mund mein Segel nicht, so geht zu Grund, mein Plan, der zielt auf eure Gunst. Da ja zum Zaubern mir jetzt fehlt die Kunst. Kein Geist, der mein Gebot erkennt. Verzweiflung heißt mein Lebensend`, wenn nicht Gebet mir Hilfe bringt, welches stark genug zum Himmel dringt, dass es mir Gnad erzwingt und alle Fehler tilgt. Wo ihr begnadigt wünscht zu sein, lasst eure Nachsicht mich befreien“ (aus: Prosperos Bücher; das Zitat gibt einen Teil der finalen und direkt in die Kamera gesprochenen Worte von John Gielgud wieder, denn sein „Prospero“ ist am Ende „ein mild gewordener Normalsterblicher“, der seinen Gegnern verziehen, die 24 magischen Bücher ins Meer geworfen, seinen Zauberstab zerbrochen und seinen Diener Ariel die Freiheit geschenkt hat; schließlich bittet er die Zuschauer um Vergebung, denn nur deren Nachsicht kann ihm gleichsam die endgültige Freiheit bescheren) – nach seinem denkwürdigen Meisterwerk Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber (1989; Starring: Richard Bohringer, Michael Gambon & Helen Mirren), das ich zu „meinen intensivsten Kino-Erlebnissen überhaupt“ zähle, und zwei interessanten, auf Video gedrehten kürzeren Arbeiten, nämlich die teilweise in Schwarzweiß eingefangene kunstvolle „Leichenbeschau“ „Death in the Seine“ (1989) & der bereits mit John Gielgud aufwartenden Produktion „A TV Dante – Cantos I-VIII“, drehte der britische Regiekünstler Greenaway einen Spielfilm mit der Theaterlegende Gielgud, dessen filmische Darreichungsform wahrlich „stunning“ ist; die „Arbeitsteilung“ bei „Prospero’s Books“ (OT) aus 1991, der auf Shakespeare’s „play“ „Der Sturm“ (1611) basiert und den ich immer wieder in meinen diversen Texten erwähnt habe, ist sozusagen völlig klar: von William Shakespeare stammt die „Mächtigkeit der `words`“, während Greenaway für die „Mächtigkeit der Bilder“ zuständig ist; Gielgud, der die Figur des „Prospero“ mehrfach sehr erfolgreich auf der Bühne verkörpert hatte, wollte über die Jahre immer wieder eine Filmversion des Stoffes auf die Beine stellen und als Regisseure hatte er dabei solche „Kaliber“ wie den Japaner Akira Kurosawa (1957: die Macbeth-Verfilmung Das Schloss im Spinnwebwald), den Amerikaner Orson Welles (1951: Othello) oder den Schweden Ingmar Bergman (1955: Das Lächeln einer Sommernacht – mit motivischen Anleihen bei Shakespeare’s „Sommernachtstraum“) vor Augen; realisiert wurde Gielgud’s „Herzensprojekt“ aber eben erst Anfang der 90er-Jahre und Greenaway hat Gielgud, der hier, im Gegensatz zu Hitchcock’s Geheimagent, „zu hundert Prozent im richtigen Film ist“, damit ein wahrlich würdiges „Denkmal“ gesetzt; Gielgud spielt also Prospero, den vertriebenen Herzog von Mailand, der gleichsam Opfer eines verräterischen Bündnisses zwischen seinem Bruder Antonio (Tom Bell) sowie Alonso (Michel Blanc), dem Monarchen von Neapel; wurde; nachdem man Prospero also zusammen „with his daughter“ Miranda (Isabelle Pasco) mit einem Boot im Meer „ausgesetzt“ hatte, lediglich mit etwas Nahrung, „some clothes“ sowie diversen „books“, die ihm Gonzalo (Erland Josephson), ein Edelmann „from“ Neapel, überlassen hat, herrscht er nun auf einer kleinen Insel zwischen Neapel & Tunis, wo er auch über den „Luftgeist“ Ariel (James Thiérrée) und Caliban (Michael Clark), dem „Erdstrolch“, gebietet; ausgestattet mit einer durch das Studium seiner 24 Bücher erlangten „allmächtigen Autorität“ hat Prospero, der Zauberer & Hexenmeister sowie Poet & Philosoph in einem ist, das Eiland zu einer Art „Mini-Monarchie“ umgestaltet und die mythologischen Geschöpfe der Insel versklavt; die besagten 24 Bücher, die allesamt „magische Wunderwerke“ sind, aus denen der Regent eben seine Macht & Stärke bezieht, handeln zum Beispiel vom Wasser („Das Buch vom Wasser“), von Spiegeln („Das Buch der Spiegel“), von den Sternen („Das Elementarbuch der kleinen Sterne“) oder von der Liebe („Ein Buch der Liebe“); der „Verstoßene“ verbringt den Großteil seiner Zeit in seinem „study room“, aber nicht nur um zu schreiben, sondern auch, um an Racheplänen seine Feinde betreffend zu arbeiten; gemeinsam mit seinem „servant“ Ariel erzeugt er einen Sturm und schreibt dessen Auswirkungen in Form eines Buches nieder, welches zu einer Art „Schauspiel mit imaginären Figuren“ erwächst, die die lang gehegte Rache in die Tat umsetzen, und das eben „with Prospero’s `Intentions and Words`“; allerdings wird sich Prospero des „traumatic suffering“ bewusst, welches er evoziert hat, und schwört der Macht ab, wobei das Buch „Der Sturm“ am Ende von Caliban aus dem Meer gerettet wird und somit für die Nachwelt erhalten bleibt; nun, nicht umsonst wurde Peter Greenaway im Zusammenhang mit Prosperos Bücher von der englischen Presse als „Terminator für Cinephile“ bezeichnet, denn das Werk hat, was die bildliche Ebene anbelangt (Kamera: Sacha Vierny), auch etwas „überladen Brachiales“ an sich und gleicht der „bildlichen Allmachtsfantasie eines Kino-Magiers“; allerdings: Greenaway hat mit seinem Werk, zu dem er selbst das Drehbuch verfasste, sicherlich die damaligen „Visualisierungsgrenzen“ des konventionellen Kinos gesprengt und präsentiert darin dem Zuschauer oftmals so etwas wie „multiple Bildebenen“, in denen sich die Ausdrucksformen des Kinos mit jenen von Video, Fernsehen und auch Malerei zu „vermischen“ scheinen, wobei sich die besagten Ebenen, so der Eindruck, gegebenenfalls auch gegenseitig „auslöschen“ oder „aufheben“ („Solange man was zu sagen hat und es mit bildlichen Mitteln sagen möchte, wird man das richtige Medium dafür finden“ – P. Greenaway); aber egal, ob man, wie ich persönlich, die Greenaway-Werke aus den 1980er-Jahren, wie beispielsweise Der Kontrakt des Zeichners (1982) oder Der Bauch des Architekten (1986), „much better“ und gelungener findet als Prosperos Bücher, die „Besessenheit“ von Gielgud’s „Prospero“ scheint darin äquivalent zu jener des Filmemachers Greenaway zu sein; ach ja, „by the way“: auch die „filmischen Wege“ von John Gielgud und des „Ur-Bond“ Sean Connery haben sich zweimal gekreuzt, nämlich 1974 in Sidney Lumet’s bekannter und wahrlich Star-besetzter Agatha-Christie-Verfilmung Mord im Orient-Express (1974) sowie 1995 in Jerry Zucker’s Abenteuerfilm Der 1. Ritter (1995)].

Die drei „Secret Agents“, Ashenden, der „General“ & Elsa Carrington, begeben sich in ein Abteil des Zuges und Ashenden weist den „General“ darauf hin, dass „es“ geschehen müsse, bevor man das „neutrale Gebiet“ verlasse.

Als Ashenden allerdings etwas über den „Schaffner & die Fahrscheine“ sagen will, sehen sich er und der „General“ damit konfrontiert, dass sich „Elsa“ vor den Ausgang des Abteils gestellt hat und nicht möchte, dass Robert Marvin „eliminiert“ wird [ELSA CARRINGTON: „Ihr werdet ihn nicht töten!“].

Der „General“ nimmt daraufhin, mit ernster „Jetzt geht die Diskussion schon wieder los, kann ich bitte meinen `Job` erledigen“-Miene, seinen Hut ab und Ashenden versucht auf Carrington einzuwirken [ASHENDEN: „Elsa, sei vernünftig! Gibt den Weg frei!“], aber diese spricht von „cold blooded murder“, von einem „kaltblütigen Mord“.

„It’s got to be done! That’s all!“...Ashenden bittet „Elsa“ nochmals, die „Operation“ nicht weiter aufzuhalten, da sie „very soon“ mit dem Zug die Grenze passieren würden und dann „auf feindlichem Gebiet“ seien [Kommentar des GENERALS, angesichts eines Blicks aus dem Abteil-Fenster und bezüglich des Ashenden-Hinweises auf die Grenze: „Schon drin sind“].

Ashenden erwähnt dann, „again“, den „Auftrag, den er zu erfüllen habe“, aber Carrington’s Standpunkt scheint „absolut eindeutig“ zu sein [ELSA CARRINGTON: „Ich würde alles tun, um dich vor Gefahren zu schützen, aber bevor du einen Mord begehst, möchte ich dich lieber tot wissen. Was ich für dich empfinde, zählt wohl nicht?“].

Dann droht sie plötzlich damit, ihre beiden männlichen Mitstreiter an den „nächsten feindlichen Soldaten“ zu verraten, was aber dazu führt, dass Carrington, als sie das Abteil verlassen möchte, von Ashenden gepackt sowie von dem „Mexican“ mit einem Messer „in Schach gehalten“ wird.

„The Train Stops“. Der Zug hält an und „a lot of soldiers“ betreten diesen. Die „Reisedokumente“ von Ashenden & Co werden daraufhin von den „soldiers“ als „in Ordnung“ befunden.

Was allerdings „really disturbing“ erscheint, ist der... „That’s a pretty sight“ ...Blick aus dem Zugfenster, denn man sieht in einiger Entfernung drei erhängte oder, wenn man so will, gelynchte Männer an Galgenkonstruktionen baumeln.

Ein „beleibter Soldat“ erklärt daraufhin den „drei reisenden `secret agents`“, um wen es sich bei den Gehängten da draußen handelt [BELEIBTER SOLDAT: „Wir hängen sie auf. Spione. Heute drei“; // Anmerkung: Exkurs: „Alles andere als `Fremde in einem Zug`: Connery, Moore, Brosnan in, on and outside the trains“: „JAMES BOND 007 SEAN CONNERY zu „DONALD `RED` GRANT ROBERT SHAW: „Sagen Sie mal, aus welchem Irrenhaus sind Sie eigentlich entsprungen?“ (aus: Liebesgrüße aus Moskau; Sean Connery, der in einem Zug-Abteil gerade „on his knees“ ist und mit einer Waffe bedroht wird, führt Robert Shaw vor dem legendären „Zugabteil-Fight“ nochmals vor Augen, dass er im Grunde in ein „Lunatic Asylum“ gehört) – nun, der Auftragskiller & „`Phantom`-Exponent“ Robert Shaw meint zu „007“ in „From Russia with Love“ (OT; 1963; Regie: Terence Young), der im Übrigen von Connery als sein „favorite Bond-film“ bezeichnet wurde, sinngemäß wiedergegeben, dass ihn die erste Kugel aus seiner Pistole nicht töten werde, aber auch nicht die zweite oder die dritte, sondern dass er ihm noch den Fuß küssen, bevor er ihn dann „erlösen“ und ins Jenseits befördern werde; was dann folgt in dem Orient-Express-Abteil ist bekanntlich nicht „the death of 007“, sondern, wie von mir schon diverse Male erwähnt, einer der besten „hand-to-hand-combats“ der Bond- und Filmgeschichte mit einem „letalen Ausgang“ für Shaw, welcher in den 70ern dann als „fanatischer Hai-Jäger“ in Steven Spielberg’s Der weiße Hai „unsterblich“ wurde; // dieser brillant choreographierte und vor allem auch äußerst intensiv daherkommende Kampf zwischen zwei „Assassins“ in einem Zug konnte auch innerhalb der Bond-Serie nur sehr schwer getoppt werden; nichtsdestotrotz fand sich Roger Moore in seinem Debüt Leben und sterben lassen (1973), den ich immer noch zu meinen Lieblings-Bond-Filmen zähle, obwohl er aus heutiger Sicht „so politisch unkorrekt ist, wie man nur sein kann“, am Ende in einer „train-fight“-Szene wieder, die einen „verdächtig“ an jene aus „Liebesgrüße...“ erinnert; tja, „When you were young / And your heart was an open book / You used to say, `Live and let live`“ (Copyright: Paul McCartney & Wings) – Moore, der in Live and Let Die“ (OT; Regie: Guy Hamilton) einen glänzenden, sehr „dynamisch & `fresh`“ daherkommenden 007-Einstand feierte, sieht sich in dem Zug-Abteil, in welchem er sich mit seinem „Bond-Girl Solitaire“ Jane Seymour befindet, plötzlich der Attacke des „Kananga-henchman“ „Tee Hee Johnson“ Julius Harris gegenüber, der bekannterweise seine mechanische Armprothese aus Stahl als tödliche Waffe verwenden kann; nachdem Bond „Tee Hee’s“ besagte Prothese „dysfunktional“ gemacht und ihn selbst exklusive der Prothese letztendlich durchs Zugfenster aus dem Abteil befördert hat, kann er sich endlich wieder „Solitaire“ zuwenden, die den Kampf nicht mitbekommen hat, weil sie währenddessen gleichsam im hochgeklappten Bett des Schlafabteils „gefangen“ war; ein besonderes Highlight stellt dann natürlich noch die finale Einstellung innerhalb des Moore’schen Bond-Debüts dar, denn in dieser sieht man den tot geglaubten Neben-Bösewicht & zweitwichtigsten „Kananga“-Yaphet-Kotto-Handlanger „Baron Samedi“ (großartig: Geoffrey Holder) auf der Frontseite des „express train“ sitzen und laut auflachen; // „Monkey on my Back“: lässt man mal die Tatsache beiseite, dass Roger Moore innerhalb der „train scenes“ in Octopussy (1983; Regie: John Glen) einmal in einem Affenkostüm auftritt, da er sich zu Tarnungszwecken in dieses „Zirkus-Outfit“ geworfen hat, so muss man doch festhalten, dass die „Zug-Szenen“ innerhalb von Moore’s vorletztem Bond-Film ziemlich gelungen und von sehr hohem Unterhaltungswert sind, „very exciting“ also; „Sie halten sofort den Zug auf!“ (Roger Moore zu dem „Mad Russian General Orlov“ Steven Berkoff, der da ganz und gar keinen „Peace Train“ auf den Weg geschickt hat, da er, um ein „Held der Sowjetunion“ zu werden, auf einer westdeutschen US-Air-Force-Basis eine „kleine Atombombe“ hochgehen lassen will, um die NATO zu schwächen und um „Mother Russia“ zu stärken) – Moore ist in Octopussy, der im Übrigen auch mit einer sehr amüsanten, überaus selbstironischen und in Lateinamerika angesiedelten Vortitel-Sequenz aufwartet, an deren Ende „007“ mit seinem „Mini-Jet“ bei einer normalen Tankstelle zum „Volltanken“ vorfährt, in einigen Szenen „more `Killer` or more `Paid Assassin`“ als in vielen anderen seiner Bond-Filme, und das gilt vor allem für die zahlreichen guten „Schusswechsel“, die sich Moore im Umfeld des „Sonderzugs für Octopussy’s Zirkus“ mit diversen russischen Soldaten liefert; besonders gelungen ist vor allem jene Szenenfolge, in der Moore mit einem Auto dem „Zug mit Zirkus-Utensilien sowie einer echten Bombe an Bord“ auf den Eisenbahnschienen hinterherfährt, um ihn irgendwie noch zu erreichen; letztendlich gelangt Moore vom Auto aus auf den fahrenden Zug und der leere Wagen wird schließlich von einem entgegenkommenden „train“ regelrecht „von den Schienen katapultiert“ und landet in einem Fluss zwischen „passionierten Hobby-Anglern in Booten“; in der Folge befindet sich Moore quasi „everywhere“, in, unter & auf dem Zug, wobei der Kampf mit dem „Khamal Khan“-Handlanger „Gobinda“ (Kabir Bedi) „on top of the train“ dann das größte Action-Highlight darstellt; toll ist sicherlich auch jener Moment, in dem Moore seitlich am Zug entlangklettert und dann durchs Fenster hindurch „Octopussy“ Maud Adams entdeckt, die gerade eine Massage bekommt; als er ans Zugfenster klopft, taucht allerdings Hauptbösewicht „Khamal Khan“ Louis Jordan auf und schießt auf den entdeckten „blinden Passagier“ durchs Fenster hindurch; eine ähnlich gelungene & spannende „train sequence“ wie in dem Bond-Epos Octopussy findet sich übrigens auch in John Woo‘s solidem Actionfilm Operation: Broken Arrow (1996), denn auch hier sind „Captain Riley Hale“ Christian Slater & seine Mitstreiterin, die „Wildhüterin“ „Terry Carmichael“ Samantha Mathis, gefühlt „überall“ auf einem Zug, in dem „Hale’s“ größenwahnsinnig gewordener Ex-Partner „Major Vic Deakins“ John Travolta eine „atomic bomb“ transportiert, mit der er die US-Regierung erpresst und einen „atomaren Vernichtungsplan“ wälzt; die „train scene“ in Operation: Broken Arrow bietet „many fights and explosions“ auf, aber ohne den „great“ John Travolta, der sich hier nach Tarantino’s Pulp Fiction (1994) wieder in einem „Karriere-Hoch“ befand, wäre der Film unterm Strich wohl nur ein „B-Action-Movie“, da auch der legendäre Hongkong-Regisseur Woo in den USA seine unverwechselbare Handschrift „in voller Pracht“ erst so richtig wieder in Im Körper des Feindes (1997) präsentieren durfte; „I think a change (a change would do you good)“ (Copyright: der Song „A Change Would Do You Good“ von Sheryl Crow) – Woo’s „Face/Off“, so der Originaltitel, ist ein Film, den ich damals gut fünf oder sechs Mal im Kino gesehen habe, da ich dieses im Grunde absurde „Körpertausch“-Duell zwischen Nicolas Cage & John Travolta einfach immens mitreißend und auch „überzeugend“ fand, obwohl die beiden „actors“ darin zuweilen schauspielerisch recht „manieriert“ zu Werke gehen; wie auch immer, zurück zur Bond-Serie: genauso wie in der „Travolta-Show“ „Broken Arrow“ (OT) kommt es in Pierce Brosnan’s 007-„Ready to save the world again?“-Einstand GoldenEye (1995) zu einer Zugexplosion; zunächst bringt Brosnan mit einem in Sankt Petersburg gestohlenen Panzer den Zug von 007’s Ex-Kollegen „Alex Trevelyan“ Sean Bean zum Entgleisen, bevor er es in diesem dann mit Bean sowie der „great, perverse femme fatale“ „Xenia Onatopp“ Famke Janssen und dem „Russian General Ourumov“ Gottfried John zu tun bekommt, die auch die Haupt-„Bond-Woman“ „Natalja Semjonowa“ Izabella Scorupco in ihren Fängen haben; in der Folge erschießt Brosnan den „russischen General“, aber Bean & Janssen entkommen und lassen Brosnan & Scorupco eingeschlossen in dem besagten Zug zurück, und zwar „in Gesellschaft“ einer Sprengladung; mithilfe des Laserstrahls aus Bond‘s Armbanduhr gelangen die beiden dann über den Stahlboden des Zugs hinaus ins Freie, „before the train explodes“ (aus den Scorupco-Brosnan-Dialogen nach der besagten Explosion: SEMJONOWA: „Zerstören Sie jedes Fahrzeug, in das Sie steigen?“ / JAMES BOND 007: „Das ist die übliche Vorgehensweise. Jungs und ihre Spielzeuge“); der letztendlich siebenfache James-Bond-Darsteller Sean Connery hatte in den 1970er-Jahren, die, „Box Office“-technisch betrachtet, nicht seine „glorreichsten“ waren, aber nicht nur in Lumet’s Mord im Orient-Express mit einem Zug zu tun, sondern auch in Michael Crichton’s auf der Basis einer eigenen literarischen Vorlage inszenierten Thriller-Komödie Der große Eisenbahnraub (1978); darin spielt Connery einen britischen „Gentleman-Ganoven“, der zusammen mit seinem „langjährigen Partner“ Donald Sutherland und mit seiner „Geliebten“ Lesley-Anne Down Mitte des 19. Jahrhunderts einen fahrenden Zug um eine Ladung Goldbarren erleichtern möchte; mal abgesehen von einer „very good love scene“ zwischen Connery & Lesley-Anne Down hat das Werk eben vor allem auch eine toll gefilmte, temporeiche „Zug-Szene“ zu bieten, in der man verschiedenste Kamera-Winkel und Kamera-Perspektiven präsentiert bekommt; Connery hat letztendlich „`in, on and outside the train`, aus dem er etwas stehlen möchte“, wahrlich „viel zu tun“, denn er muss nicht nur angesichts diverser „kleiner Brücken“, unter denen der Zug durchfährt, auf dem Dach mehrfach in Deckung gehen, sondern hält sich auch einmal seitlich an dem „öffentlichen Verkehrsmittel“ fest, nämlich genau in dem Moment, als der „train“ einen Tunnel passiert; alles in allem sind, so viel steht wohl fest, gute, gelungene oder großartige „Train Scenes“ innerhalb der Filmgeschichte aber irgendwie stets auf den „Suspense-Meister“ Alfred Hitchcock und dessen „Vorarbeit“ in Werken wie Geheimagent, Eine Dame verschwindet, Der Fremde im Zug und natürlich Der unsichtbare Dritte „rückführbar“].

 

 

 

 

(ENDE der TEILE 1.4.1 - 1.8.3; Fassungen vom 16.10.2025, 25.10.2025, 01.11.2025, 09.11.2025, 16.11.2025, 23.11.2025,  26.11.2025, 02.12.2025, 10.12.2025, 18.12.2025, 02.01.2026, 11.01.2026, 19.01.2026, 28.01.2026, 05.02.2026 & 13.02.2026)